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Ermittler suchen im Heu

Noch immer fehlt jede Spur von Émile (2) - ist er in eine Erntemaschine geraten?

  • Veröffentlicht: 17.07.2023
  • 13:06 Uhr
  • Lena Glöckner
Der kleine Émile ist noch immer verschollen.
Der kleine Émile ist noch immer verschollen.© dpa/französische Polizei

Noch immer fehlt jede Spur von dem vermissten Émile (2) in Le Vernet. Ermittler:innen vermuten nun, dass er in eine Erntemaschine geraten sein könnte und suchen die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen.

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Bei der Suche nach dem seit neun Tagen vermissten zweijährigen Émile in Südfrankreich schließen die Fahnder nicht aus, dass der Junge sich in einem Heuballen versteckt haben könnte. Denkbar sei, dass er in eine Erntemaschine geraten sein könnte, berichtet der französische Fernsehsender BFM TV.

Ermittler:innen hätten deshalb nun einen hochsensiblen Metalldetektor in den kleinen Ort gebrach, das in Heuballen nach dem Kind suchen soll. Das Gerät soll so präzise sein, dass es sogar einen drei Zentimeter großen Metallknopf im getrockneten Gras finden könnte.

Unfall oder Verbrechen?

Noch vor dem Wochenende wurde auch ein Angriff von einem Greifvogel nicht ausgeschlossen. Weitere Hypothesen seien laut der Staatsanwaltschaft ein Unfall, ein Verbrechen oder auch eine Verwicklung der Familie in das Verschwinden.

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Der zweieinhalbjährige Émile war am Samstagabend (8. Juli) vergangener Woche in dem 125-Einwohner-Ort Le Vernet verschwunden. Trotz intensiver Suche fand sich keine Spur des Jungen. In dem abgelegenen Bergdorf hatten Einwohner auch über den Angriff eines Wolfes spekuliert. Dass Wölfe Menschen angreifen, ist aber extrem selten. Eine letzte Suche von rund 50 Polizist:innen im Gelände um den Ort endete Donnerstagabend ergebnislos.

Bürgermeister François Balique verhängte bis Montagabend ein Zugangsverbot für den Ort für Fremde, um die Familie des Jungen und die Einwohner zu schützen. Auch Katastrophentourismus solle damit verhindert werden. Wie der Bürgermeister der Zeitung "Le Figaro" sagte, könne er sich am ehesten einen Verkehrsunfall vorstellen, nach dem der Fahrer den Jungen in Panik eingeladen habe.

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Überlebenschancen gering

Der Junge war bei seinen Großeltern im Ort im Urlaub gewesen, als diese ihn am Samstagabend aus dem Blick verloren hatten. Bei den Großeltern hielten sich zu dem Zeitpunkt auch etliche andere Verwandte auf. Dass die Familie etwas mit dem Verschwinden zu tun haben könnte, schließe er aus, sagte der Bürgermeister dem "Figaro". Die Fahnder konzentrieren sich im Moment auf Befragungen von Menschen, die möglicherweise einen Hinweis auf das Schicksal des Jungen liefern können. Dessen Überlebenschancen ohne Essen und Trinken sind inzwischen sehr gering.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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