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Ex-Vizepräsident

Pence über Trumps Rolle bei Kapitolsturm: Seine Worte brachten jeden in Gefahr

  • Aktualisiert: 13.03.2023
  • 14:42 Uhr
  • Anne Funk

Für seinen ehemaligen Chef hat Mike Pence nicht mehr viele gute Worte übrig: In einer Rede griff der ehemalige Vizepräsident Trump offen für seine Rolle beim Sturm auf das US-Kapitol vor zwei Jahren an. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Mike Pence hat eine Rede bei einem Journalisten-Dinner gehalten.

  • Der Ex-Vizepräsident lobte dabei die Arbeit der Medien im Zusammenhang mit dem Sturm auf das US-Kapitol.

  • Gleichzeitig teilte er gegen Donald Trump aus: Dieser habe jeden durch seine Worte in Gefahr gebracht.

Einst war er sein Vorgesetzter, nun geht der ehemalige Vizepräsident Mike Pence weiter auf Distanz zu Ex-Präsident Donald Trump. Pence nahm nach Berichten von mehreren US-Medien Stellung zur Erstürmung des Kapitols durch Trump-Anhänger und reflektierte sowohl seine eigene als auch die Rolle Trumps bei den Vorfällen. 

"Präsident Trump lag falsch. Ich hatte kein Recht, das Wahlergebnis zu revidieren. Und seine unbesonnenen Worte haben meine Familie und jeden auf dem Kapitol an dem Tag in Gefahr gebracht", so der 63-Jährige. "Und ich weiß, dass die Geschichte Donald Trump zur Rechenschaft ziehen wird." Die Äußerungen habe Pence bei einem Abendessen einer Journalisten-Vereinigung von sich gegeben. 

Pence spricht von "tragischem Tag"

Bei dem Dinner des Gridiron-Clubs am Samstag (11. März), bei dem normalerweise durch die Gäste Witze über andere Politiker:innen gemacht werden, hatte Pence seine Rede mit einigen lockeren Bemerkungen über Trump, dessen Nachfolger Joe Biden und Kamala Harris, Vizepräsidentin der USA, begonnen. Auch über verschiedene andere mögliche republikanische Kandidaten für die Präsidentschaftswahl 2024 hatte er Kommentare übrig. Im Folgenden ergänzte Pence dann aber, dass er sich über eine Sache nicht lustig machen wolle: den Tag des Kapitolsturms am 6. Januar 2021. Diesen nannte er einen "tragischen Tag". 

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Lob für die Medien

Dabei erwähnte Pence lobend die Medien: "Wir konnten unsere Stellung halten - auch, weil ihr eure Stellung gehalten habt. Das amerikanische Volk weiß, was an dem Tag passiert ist, weil ihr niemals aufgehört habt zu berichten." Weiter rief er dazu auf, die Gewalt der Randalierer gegen Einsatzkräfte nicht herunterzuspielen. "Solange ich lebe, werde ich nie und nimmer die Verletzungen, die verlorenen Menschenleben oder den Heldenmut kleinreden, den die Gesetzeshüter an jenem tragischen Tag gezeigt haben." Zuletzt hatte der Moderator Tucker Carlson in einer Sendung beim US-Sender Fox News genau das getan - in dem Beitrag wurden die Randalierer als "friedliche" und "sanftmütige" Touristen bezeichnet.

Mike Pence hatte in der Vergangenheit angedeutet, selbst möglicherweise für die Republikaner als Präsidentschaftskandidat ins Rennen zu gehen. Bei der Veranstaltung am Samstag ließ er allerdings offen, ob er tatsächlich für das Weiße Haus kandidieren wolle.

Bildergalerie: Trump, Obama, Clinton - Das sind die US-Präsidenten der letzten 50 Jahre

Trump, Obama, Clinton oder Biden: Das waren die US-Präsidenten der letzten 50 Jahre ...
Trump, Obama, Clinton oder Biden: Das waren die US-Präsidenten der letzten 50 Jahre ...© REUTERS
Seit dem 20. Januar 2021 ist der Demokrat  Joe Biden im Amt. Er ist der 46. Präsident der Vereinigten Staaten.
Seit dem 20. Januar 2021 ist der Demokrat  Joe Biden im Amt. Er ist der 46. Präsident der Vereinigten Staaten.© REUTERS
20. Januar 2017 bis 20. Januar 2021:  Bevor Donald Trump 45. Präsident der Vereinigten Staaten wurde,  war er Immobilienunternehmer.
20. Januar 2017 bis 20. Januar 2021:  Bevor Donald Trump 45. Präsident der Vereinigten Staaten wurde, war er Immobilienunternehmer.© REUTERS
20. Januar 2009 bis 20. Januar 2017: Barack Obama schrieb mit seiner Präsidentschaft Geschichte - er war der erste afroamerikanische Präsident der Vereinigten Staaten.
20. Januar 2009 bis 20. Januar 2017: Barack Obama schrieb mit seiner Präsidentschaft Geschichte - er war der erste afroamerikanische Präsident der Vereinigten Staaten.© REUTERS
20. Januar 2001 bis 20. Januar 2009: George W. Bush wird mit einem der knappsten Ergebnisse in der Geschichte der Vereinigten Staaten zum Präsident gewählt. In seine Amtszeit fallen die Terrorangriffe vom 11. September 2001.
20. Januar 2001 bis 20. Januar 2009: George W. Bush wird mit einem der knappsten Ergebnisse in der Geschichte der Vereinigten Staaten zum Präsident gewählt. In seine Amtszeit fallen die Terrorangriffe vom 11. September 2001.© REUTERS
20. Januar 1993 bis 20. Januar 2001: Bill Clinton widmete sich als 42. Präsident der Bekämpfung von Waffengewalt, Drogenmissbrauch und Armut.
20. Januar 1993 bis 20. Januar 2001: Bill Clinton widmete sich als 42. Präsident der Bekämpfung von Waffengewalt, Drogenmissbrauch und Armut.© REUTERS
20. Januar 1989 bis 20. Januar 1993: George Bush (rechts), Vater von George W. Bush, ist der 41. Präsident der Vereinigten Staaten. 
20. Januar 1989 bis 20. Januar 1993: George Bush (rechts), Vater von George W. Bush, ist der 41. Präsident der Vereinigten Staaten. © REUTERS
20. Januar 1981 bis 20. Januar 1989: Ronald Reagan (Mitte) war der letzte Präsident in der Zeit des Kalten Krieges. Vor seiner Amtszeit war er erfolgreicher Schauspieler.
20. Januar 1981 bis 20. Januar 1989: Ronald Reagan (Mitte) war der letzte Präsident in der Zeit des Kalten Krieges. Vor seiner Amtszeit war er erfolgreicher Schauspieler.© REUTERS
20. Januar 1977 bis  20. Januar 1981: Der Demokrat Jimmy Carter ist der 39.. Präsident der Vereinigten Staaten. 
20. Januar 1977 bis 20. Januar 1981: Der Demokrat Jimmy Carter ist der 39.. Präsident der Vereinigten Staaten. © Reuters
9. August 1974 bis 20. Januar 1977: Gerald Ford war der einzige Präsident, der nicht wie üblich gewählt wurde. Grund dafür war der Rücktritt seines Vorgängers ...
9. August 1974 bis 20. Januar 1977: Gerald Ford war der einzige Präsident, der nicht wie üblich gewählt wurde. Grund dafür war der Rücktritt seines Vorgängers ...© REUTERS
20. Januar 1969 bis 9. August 1974: Die Watergate-Affäre wurde ihm zum Verhängnis: Richard Nixon.  Der 37. Präsident ist bisher der einzige in der Geschichte, der von seinem Amt zurückgetreten ist.
20. Januar 1969 bis 9. August 1974: Die Watergate-Affäre wurde ihm zum Verhängnis: Richard Nixon.  Der 37. Präsident ist bisher der einzige in der Geschichte, der von seinem Amt zurückgetreten ist.© Reuters
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Seit dem 20. Januar 2021 ist der Demokrat  Joe Biden im Amt. Er ist der 46. Präsident der Vereinigten Staaten.
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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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