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Ukraine-Krieg

Schlacht um Bachmut: Russen sollen Phosphorbomben gezündet haben

  • Veröffentlicht: 15.03.2023
  • 10:56 Uhr
  • Stefan Kendzia
Bei russischen Angriffen auf unbewohntes Gebiet nahe Bachmut sollen Phosphorbomben eingesetzt worden sein.
Bei russischen Angriffen auf unbewohntes Gebiet nahe Bachmut sollen Phosphorbomben eingesetzt worden sein.-/Maxar Technologies/dpa

Seit Monaten tobt ein unerbittlicher Kampf um die ostukrainische Stadt Bachmut. Neueste Nachrichten berichten davon, dass russische Einheiten nun Phosphorbomben eingesetzt haben sollen, so die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Reporter beschrieben den Niedergang glühender Kugeln über einer Straße in unbewohntem Gebiet.

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Das Wichtigste in Kürze

  • In der blutigen Schlacht um Bachmut sollen Phosphorbomben gefallen sein.

  • Der Einsatz von Phosphorbomben ist gemäß der Genfer Konventionen gegen Zivilisten verboten.

  • Laut Kremlsprecher Peskow habe Russland noch nie die internationalen Konventionen verletzt.

Von den einst 70.000 Einwohnern Bachmuts ist nur noch ein kläglicher Rest von wenigen Tausend Bürger:innen übrig geblieben, die ihre Stadt nicht verlassen wollen oder können. Die meisten Verbliebenen leben in Ruinen - und das in ständiger Todesangst. Wie Reporter laut NTV unter Berufung auf die Nachrichtenagentur APF berichten, sollen nun bei russischen Angriffen am Dienstag­nachmittag (14. März) in kurzem Abstand zwei Brandbomben auf ein unbewohntes Gebiet zum Einsatz gekommen sein.

Im Video: Bachmut - darum ist die Stadt in der Ostukraine so wichtig

Phosphorbomben - brandgefährlich

Phosphorbomben werden weltweit geächtet. Die Brandbomben sind nicht nur besonders gefährlich, sondern auch grausam. Sie entzünden sich durch den Kontakt mit Sauerstoff und richten rund um den Einschlag verheerende Schäden an. Der Einsatz von Phosphorbomben ist gemäß der Genfer Konventionen gegen Zivilisten verboten - gegen militärische Ziele ist das nicht der Fall: Nahe der Einschlagstelle soll ein ukrainischer Armee-Lastwagen geparkt haben. Ob dies ein Hinweis auf eine Stellung oder ein Lager der ukrainischen Streitkräfte sein soll, konnte zunächst nicht festgestellt werden.

Russland wies schon in der Vergangenheit Anschuldigungen des ukrainischen Präsidenten Wolodomyr Selenskyj  zurück, Phosphorbomben eingesetzt zu haben. "Russland hat noch nie die internationalen Konventionen verletzt", so Kremlsprecher Dmitri Peskow.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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