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"Scheiß drauf"

Putin lässt mit Aussage zu atomarer Abrüstung aufhorchen

  • Aktualisiert: 17.06.2023
  • 18:06 Uhr
  • Momir Takac
Wladimir Putin hat mit Aussagen zu Abrüstung für Aufsehen gesorgt.
Wladimir Putin hat mit Aussagen zu Abrüstung für Aufsehen gesorgt.© IMAGO/SNA

Wladimir Putin sorgt mit Aussagen zu atomarer Abrüstung für Wirbel. Sein Sprecher muss daraufhin die Wogen glätten.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wladimir Putin hat auf dem Wirtschaftsforum in St. Petersburg über Abrüstung gesprochen.

  • Aussagen von ihm erwecken den Eindruck, dass Russland daran kein Interesse hat.

  • Kremlsprecher Dmitri Peskow ist gefragt.

Beim G7-Gipfel in Hiroshima hatten sich die Teilnehmer erstmals gemeinsam zu atomarer Abrüstung bekannt. Kurz darauf boten die USA Russland und auch China Gespräche über nukleare Rüstungskontrolle "ohne Vorbedingungen" an. Dass Moskau einwilligt, darf nach Wladimir Putins neuestem Auftritt bezweifelt werden.

"Scheiß drauf": Atomare Abrüstung für Putin keine Option?

Beim Internationalen Wirtschaftsforum in St. Petersburg sorgte der russische Präsident mit Äußerungen zur nuklearen Rüstungskontrolle für Irritationen und Aufsehen. "Wir haben mehr solcher Waffen als die Nato-Länder", sagte Putin am Freitag (16. Juni). "Sie wissen das und drängen uns die ganze Zeit dazu, dass wir Gespräche über Reduzierungen anfangen", erklärte er weiter - und fügte dann hinzu: "Scheiß drauf, verstehen Sie, wie man bei uns im Volk sagt."

Verstärkt wurden die Sorgen durch Putins Äußerungen hinsichtlich der Verlegung taktischer Atomwaffen in die verbündete Ex-Sowjetrepublik Belarus. Die Arbeiten dazu haben begonnen, sagte der Kremlchef. "Das ist nur der erste Teil. Bis Ende des Jahres werden wir die Aufgabe vollständig abschließen", fügte er hinzu.

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Putin-Sprecher Peskow muss Aussagen relativieren

Wenig später sah sich Putins Sprecher Dmitri Peskow gezwungen, die Aussagen vor Journalisten zu erklären. Schließlich relativierte er sie. "Russland ist bereit, Verhandlungen zu führen", versicherte Peskow.

Unter dem Eindruck seines Angriffskriegs gegen die Ukraine hatte Russland Anfang des Jahres unter internationalem Protest das letzte große Abkommen über atomare Rüstungskontrolle für ausgesetzt erklärt: den "New Start"-Vertrag mit den USA. Dieser begrenzt die Atomwaffenarsenale beider Länder und regelt Inspektionen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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