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Sensationsfund in Großbritannien

Mehr als 25 Meter: Elfjährige findet Reste von Riesenechse

  • Aktualisiert: 19.04.2024
  • 12:16 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Vor etwa 200 Millionen Jahren lebten Fischsaurier, die wohl so groß wie heutige Blauwale werden konnten.
Vor etwa 200 Millionen Jahren lebten Fischsaurier, die wohl so groß wie heutige Blauwale werden konnten.© Sergey Krasovskiy/Dean Lomax/dpa

So groß wie ein Blauwal: Eine Elfjährige fand 2020 Überreste eines gigantischen Meeresreptils. Nach weiteren Untersuchungen wurde jetzt klar, dass es sich um Überreste eines Ichthyosauriers handelte.

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In Großbritannien, an der Mündung des Flusses Severn, wurden Überreste eines gigantischen Meeresreptils entdeckt. Die Unterkieferknochen des Ichthyosauriers waren offenbar über zwei Meter lang, und das gesamte Tier könnte mehr als 25 Meter lang gewesen sein, wie ein Team von Forscher:innen im Fachjournal "PLOS One" berichtet hat. Die Überreste wurden von einem Forschungsteam analysiert und beschrieben.

2020 fand die damals elfjährige Ruby Reynolds zusammen mit ihrem Vater Justin die Fragmente eines Kieferknochens am Strand von Blue Anchor in Somerset, als sie nach Fossilien suchten. Nach weiteren Untersuchungen wurde klar, dass es sich um Überreste eines Ichthyosauriers handelte, ähnlich denen eines Fundes aus dem Jahr 2018.

Im Video: Sensationsfund in Großbritannien - Skelett von riesigem "Wasserdrachen" entdeckt

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"Gigantische Fischechse vom Severn"

Dies beeindruckte den Ichthyosaurier-Experten Dean Lomax von der University of Manchester so sehr, dass er das Mädchen in das Forschungsteam einlud, das den Fund beschreiben sollte. Ruby wurde nun mit einer wissenschaftlichen Veröffentlichung als Wissenschaftlerin anerkannt.

Lomax betonte, dass sie nicht nur ein gigantisches prähistorisches Reptil gefunden hatte, sondern auch maßgeblich dazu beitrug, es zu benennen. Der wissenschaftliche Name des Ichthyosauriers lautet nun Ichthyotitan severnensis, was mit "gigantische Fischechse vom Severn" übersetzt werden kann.

Reptil mit Größe eines Blauwals schwamm in Ozeanen rund um Großbritannien

Der Unterkieferknochen, den Vater und Tochter Reynolds entdeckten, ist vollständiger und besser erhalten als der im Jahr 2018 beschriebene. Er bestätigte einige einzigartige Merkmale der zuerst gefundenen Knochenfragmente, deren Fundort etwa zehn Kilometer von Blue Anchor entfernt ist. "Es ist ziemlich bemerkenswert, dass gigantische Ichthyosaurier in der Größe eines Blauwals in den Ozeanen rund um das Vereinigte Königreich während der Trias schwammen", betont Lomax. Die Trias ist die älteste Periode des Erdmittelalters - sie begann etwa vor 252 Millionen Jahren und endete vor rund 201 Millionen Jahren.

Im Video: Erst kürzlich entdeckt - Jäger töten Riesenschlange

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Zur Bestätigung mehr Knochen nötig

Die Rekonstruktion der Fragmente ergab, dass der Unterkieferknochen etwa 2,3 Meter lang war. Die Forscher:innen verglichen den Knochen mit einem Unterkieferknochen der Ichthyosaurier-Art Besanosaurus leptorhynchus, der ungefähr 5,4 Meter lang war. Auffällige Merkmale der Überreste von Ichthyotitan severnensis lagen etwa fünfmal weiter auseinander als beim vergleichbaren Knochen des Besanosaurus, was darauf hindeutet, dass die Körpergröße des Ichthyotitan etwa das Fünffache betragen könnte.

"Es ist jedoch erwähnenswert, dass dies auf fragmentarischen Überresten basiert und daher vollständigere Exemplare erforderlich sind, um die Riesengröße zu bestätigen", schreiben die Expert:innen.

Diese Kieferknochen liefern den verlockenden Hinweis darauf, dass vielleicht eines Tages ein vollständiger Schädel oder ein Skelett eines dieser Giganten gefunden werden könnte.

Ichthyosaurier-Experte Dean Lomax

Es besteht die Möglichkeit, dass die Länge von 25 Metern sogar übertroffen werden könnte: Eine Untersuchung des Knochengewebes durch Marcello Perillo, einen Koautor der Studie von der Universität Bonn, deutete darauf hin, dass der Ichthyosaurier vom Blue-Anchor-Strand wahrscheinlich noch nicht ausgewachsen war.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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