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Fall Prigoschin

"Putin hat nicht mehr alles im Griff": SPD-Chef Klingbeil sieht Kremlchef geschwächt

  • Aktualisiert: 25.08.2023
  • 15:40 Uhr
  • Michael Reimers

Nur noch mit Terror und Unterdrückung kann Putin nach Ansicht von SPD-Chef Lars Klingbeil Russland steuern. Das mutmaßliche Attentat auf Prigoschin sei ein weiteres Indiz dafür.

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Das Wichtigste in Kürze

  • SPD-Chef Klingbeil sieht im vermutlichen Attentat auf Prigoschin ein weiteres Anzeichen dafür, dass Präsident Putin in Russland nicht mehr alles im Griff hat.

  • Den Flugzeugabsturz des Chefs der Söldner-Armee Wagner kann sich Klingbeil als Rache Putins an Prigoschin vorstellen.

  • Es würde ihn nicht verwundern, wenn Putins seinen ehemaligen Weggefährten "weggeräumt" habe, so Klingbeil.

SPD-Chef Lars Klingbeil sieht in dem mutmaßlichen Attentat auf den Chef der Söldner-Gruppe Wagner, Jewgeni Prigoschin, ein Anzeichen für die schwindende Macht des russischen Präsidenten Wladimir Putin.

"Wenn das am Ende alles so stimmt, wie wir gerade vermuten, ist das ein weiteres Indiz dafür, dass Putin nicht mehr alles im Griff hat, dass Putin nicht mehr in Russland alles steuern kann – nur noch mit Terror und mit Unterdrückung", sagte Klingbeil am Donnerstagabend (24. August) bei "RND vor Ort" in Lüneburg, einer Veranstaltung des Redaktionsnetzwerks Deutschland.

"Das ist erstmal auch ein Zeichen, dass es ein bisschen Optimismus gibt, dass dort langsam dieses System Putin auseinanderfällt. Wünschen würde ich es mir", sagte Klingbeil.

Klingbeil: Rache Putins an Prigoschin

Klingbeil sagte mit Blick auf den Flugzeugabsturz, ihm sei sofort durch den Kopf gegangen, dass dies eine Rache Putins an Prigoschin sein könnte. Es würde ihn nicht verwundern, wenn Putin seinen ehemaligen Weggefährten "weggeräumt" habe. Es gehe nur noch mit "brutaler Macht" und "brutalem Terror", dass das System aufrechterhalten werde.

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Putin sprach von Prigoschin in der Vergangenheit

Am Mittwochabend war Prigoschins Privatjet auf dem Flug von Moskau nach St. Petersburg im Gebiet Twer abgestürzt. Alle zehn Insassen kamen nach offiziellen Angaben ums Leben. Russlands Präsident Wladimir Putin bestätigte am Donnerstag indirekt den Tod Prigoschins. Eine Obduktion stehe noch aus, sagte er.

Der Söldnerchef galt lange als Putins Günstling. Nach dessen kurzzeitigem Aufstand gegen die Militärführung nannte Putin ihn aber einen Verräter.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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