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Schale unbeschädigt

Spektakulärer Fund: Ei aus Römerzeit enthält immer noch Flüssigkeit

  • Aktualisiert: 13.02.2024
  • 17:26 Uhr
  • Clarissa Yigit
Im britischen Aylesbury fanden Archäolog:innen ein Ei aus römischer Zeit, das noch immer eine Flüssigkeit enthält. 
Im britischen Aylesbury fanden Archäolog:innen ein Ei aus römischer Zeit, das noch immer eine Flüssigkeit enthält. © Foto: -/Oxford Archaeology/dpa

Ein rund 1.700 Jahre altes Ei hält die Wissenschaft in Atem: Nicht nur ist die Schale komplett intakt - das Ei enthält sogar noch eine Flüssigkeit und eine Luftblase.

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Vor einigen Jahren - zwischen 2007 und 2016 - wurden in der mittelenglischen Stadt Aylesbury bei Feldarbeiten eine große, mit Wasser vollgelaufene römische Grube ausgehoben, berichtet das Buckinghamshire Council. Dabei habe es sich möglicherweise um einen Brunnen oder eine wassergesättigte Grube gehandelt, die zum Mälzen und Brauen genutzt wurde.

Neben verschiedenen Gegenständen, wie vollständige Keramikgefäße, einem hölzernen Brotkorb, Holzwerkzeugen, Lederschuhen, Münzen und einem Mühlsteinfragment, wurde dort auch ein Eiervorrat entdeckt

Dabei konnte eines der rund 1.700 Jahre alten Eier - die aus der Zeit der Römer stammten und eine unglaublich zerbrechliche Beschaffenheit vorwiesen - zudem völlig intakt geborgen werden.

Eiern wurden damals verschiedene symbolische Bedeutungen zugewiesen. Unter anderem sollen diese in Verbindung mit Fruchtbarkeit und Wiedergeburt gebracht worden sein. Daher gehen die Wissenschaftler:innen davon aus, dass es sich den entdeckten Gegenständen möglicherweise um eine Art Opfergabe gehandelt habe.

Bei dem Ei, das im Jahr 2010 auf dem Gelände entdeckt wurde, handele es sich vermutlich um ein Hühnerei.

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Ei enthält noch Flüssigkeit

Dana Goodburn-Brown von DGB Conservation fand mittels einer Mikro-CT-Untersuchung des Eies zudem heraus, dass das Ei offenbar noch immer eine Flüssigkeit sowie eine Luftblase enthalte, berichtet das Buckinghamshire Council weiter.

Bei der Substanz handele es sich offenbar um Eiweiß und Dotter, die sich zu einer einzigen flüssigen Mischung verbunden haben, ergänzt der "Focus" und beruft sich dabei auf Angaben des Ausgrabungsleiters des Unternehmens Oxford Archaeology, Edward Biddulph.

"Wir waren alle erstaunt, als wir erfuhren, dass das Ei noch seltener ist, als wir dachten, und dass es mit seinem intakten flüssigen Kern das einzige bekannte Exemplar seiner Art auf der Welt ist!", heißt es auf der Internetpräsenz des Buckinghamshire Council.

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"Manche Funde sind wirklich umwerfend und werden mit fortschreitender Forschung auch nach Jahren noch immer spannender. Das Ei von Berryfields (Aylesbury) ist das perfekte Beispiel dafür", heißt es zudem in einem X-Post der Oxford Archaeology.

Die übrigen Eier, die in der Grube gefunden wurden, seien zerbrochen, als sie mit Luft in Berührung kamen und verströmten einen penetranten, schwefelhaltigen Geruch.

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Nun seien weitere Maßnahmen in Gange, die sicher stellen sollen, wie das Ei auch langfristig gelagert werden könne.

  • Verwendete Quellen:
  • X-Post: Oxford Archaelogy
  • Buckinghamshire Council: "The Berryfields Roman Egg"
  • Oxford Archaeology: "Roman eggs and shadows in the sand"
  • Focus: "1700 Jahre altes unbeschädigtes Ei gefunden - innen noch flüssig"
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