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Druck auf Regierung Israels

Tausende Menschen demonstrieren in Tel Aviv für Geisel-Deal

  • Veröffentlicht: 06.07.2024
  • 23:47 Uhr
  • dpa
In Tel Aviv übten Demonstranten Druck auf die Regierung aus. (Archivbild)
In Tel Aviv übten Demonstranten Druck auf die Regierung aus. (Archivbild)© Maya Alleruzzo/AP/dpa

In Tel Aviv versammelten sich Tausende auf den Straßen. Sie fordern die Freilassung der Geiseln aus der Gewalt der Hamas und drängten die israelische Regierung zu einem Abkommen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Wiederholt haben Menschen in Israel für die Freilassung der entführten Geiseln im Gazastreifen demonstriert.

  • Im Mittelpunkt der Demonstration stand die Forderung nach einem Abkommen mit der islamistischen Terrorgruppe Hamas.

  • Die laufenden Verhandlungen für einen Geisel-Deal werden von der Hamas unter die Bedingung eines Kriegsendes gestellt.

Im Video: Ultraorthodoxe Juden: Straßenschlachten mit Polizei wegen Wehrpflicht-Urteil

In der israelischen Küstenmetropole Tel Aviv haben tausende Menschen für die Freilassung der Geiseln aus der Gewalt der Hamas demonstriert. Teilnehmer der Kundgebung riefen immer wieder: "Abkommen jetzt!", wie eine Reporterin der Deutschen Presse-Agentur (dpa) am 6. Juli berichtete.

Der Protest sollte nach Angaben der Veranstalter Druck auf die Regierung ausüben, damit sie die Verhandlungen mit der islamistischen Hamas, die sich seit Monaten hinziehen, zu einem positiven Ende bringt.

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Auf der Kundgebung in Tel Aviv wurde auf einer Großleinwand ein Video mit einer ehemaligen Geisel eingespielt. Der 22-jährige Almog Meir Jan, den das israelische Militär vor einem Monat befreit hatte, sagte darin: "Wir brauchen einen Deal, damit alle Mütter ihre Kinder und Ehemänner umarmen können, so wie ich jetzt meine Mutter jeden Morgen umarme."

Die indirekten Verhandlungen zielen nicht nur auf einen Austausch von Geiseln gegen palästinensische Häftlinge in israelischen Gefängnissen ab, sondern auch auf eine Waffenruhe im Gaza-Krieg. Die Gespräche gestalten sich schwierig - unter anderem, weil die Hamas ein Ende aller Kampfhandlungen zur Bedingung für einen Geisel-Deal macht.

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Zuletzt hatten sich die Islamisten aber offenbar etwas bewegt und mehr Flexibilität gezeigt. In Israel kam Hoffnung auf, dass die Verhandlungen Erfolg haben könnten.Als "Bremser" gilt in den Augen seiner Kritiker auch Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Er regiert zusammen mit ultra-religiösen und rechtsextremen Koalitionspartnern, die Zugeständnisse an die Hamas ablehnen und auf die er Rücksicht nehmen muss.

Die Hamas und andere Terrorgruppen aus dem Gazastreifen hatten am 7. Oktober 2023 den Süden Israels überfallen, 1200 Menschen ermordet und weitere 250 als Geiseln in den Gazastreifen verschleppt. Das beispiellose Massaker löste den Gaza-Krieg aus. Nach israelischer Schätzung befinden sich noch rund 120 Geiseln in der Gewalt ihrer Entführer, vielen von ihnen dürften aber nicht mehr am Leben sein.

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