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"Das ist einfach nur furchtbar"

Tragödie bei Brand in Flensburg: Oma und vierjähriger Enkel gestorben

  • Veröffentlicht: 05.05.2023
  • 13:45 Uhr
  • Lena Glöckner
Brandschäden an einem Mehrfamilienhaus in der Flensburger Neustadt. Bei dem Brand sind zwei Menschen ums Leben gekommen.
Brandschäden an einem Mehrfamilienhaus in der Flensburger Neustadt. Bei dem Brand sind zwei Menschen ums Leben gekommen.© Axel Heimken/dpa

Eine Oma und ihr vierjähriger Enkel sterben bei einem Hausbrand in Flensburg. Sieben der Verletzten sind noch im Krankenhaus. Viele Fragen sind noch offen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • In Flensburger Familienhaus hat es am Donnerstag gebrannt.

  • Neben einem vierjährigen Jungen ist auch dessen 70 Jahre alte Oma ums Leben gekommen.

  • Von den neun Verletzten befinden sich sieben noch im Krankenhaus.

Bei dem Brand eines Mehrfamilienhauses in Flensburg sind ein vierjähriger Junge und seine 70 Jahre alte Großmutter gestorben. Die Frau sei in dem Haus zu Besuch gewesen, sagte ein Polizeisprecher am Freitag (5. Mai) der Deutschen Presse-Agentur. Von den neun Verletzten befinden sich sieben noch im Krankenhaus. Lebensgefährlich verletzt wurde bei dem Feuer am Donnerstag (4. Mai) niemand.

Im Video: Brand in Berliner Klinik - vier Schwerverletzte

"Es liegen keine Hinweise auf Fremdverschulden oder ein fremdenfeindliches Motiv vor", teilte die Polizei mit. In dem Gebäude lebten 43 Menschen. Nach Angaben der Stadt gibt es in der Harrisleer Straße, in der sich das Haus befindet, einen hohen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund. Die Bewohner:innen des Hauses wurden anderweitig untergebracht. Anwohner:innen halfen laut Polizei bis zum Eintreffen der Einsatzkräfte bei der Rettung der Bewohner:innen, indem sie Matratzen und einen Container vor das Haus trugen. Die vom Feuer eingeschlossenen Menschen hätten darauf springen können.

Innenministerin: Rettungskräfte wurden behindert

Schleswig-Holsteins Innenministerin Sabine Sütterlin-Waack (CDU) besuchte den Ort des tragischen Geschehens am Freitagmorgen. Sie sprach von einer furchtbaren Tragödie. "Es ist ein verheerender Anblick, dieses völlig ausgebrannte Haus zu sehen und sich vorzustellen, wie die Menschen gelitten haben in dem Haus - vom Feuer eingefangen." Sie habe auch den Raum gesehen, in dem das Feuer am Donnerstag kurz vor 17.00 Uhr möglicherweise ausbrach. "Das Gebäude ist in einem schrecklichen Zustand."

Es gebe noch keine Erkenntnisse, was das Feuer verursacht habe, sagte Sütterlin-Waack. Bislang könne noch niemand in das einsturzgefährdete Haus hinein. "Das wird wahrscheinlich erst Anfang nächster Woche passieren." Sütterlin-Waack äußerte sich auch zu Vorkommnissen während des mehrstündigen Feuerwehreinsatzes. "Hier haben ganz viele Menschen Matratzen vor die Fenster gelegt, damit die Menschen, die aus den Fenstern rausgesprungen sind, etwas weicher fallen." Neben sehr viel Hilfsbereitschaft hätten einige aber möglicherweise auch die Rettungskräfte etwas behindert.

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Sütterlin-Waack über Gaffer: "Das ist einfach nur furchtbar"

"Es waren auch Gaffer dabei, die Videos gedreht haben und ins Netz gestellt haben. Das ist einfach nur furchtbar", sagte Sütterlin-Waack. Gegen diese Menschen würden Ermittlungen aufgenommen, weil Persönlichkeitsrechte verletzt würden. "Man muss sich mal vorstellen: Da sind Menschen gestorben in dem Haus, da sind viele Schwerverletzte. Und andere Leute machen davon Videos und ergötzen sich daran. Das ist hochgradig verachtenswert und wird auch strafrechtlich verfolgt."

Nach Polizeiangaben wurden Videos von Betroffenen in sozialen Netzwerken geteilt. "Strafrechtliche Prüfungen wurden eingeleitet." Eine aktive Behinderung von Rettungskräften sei bislang aber nicht bekannt geworden. Dies werde aber weiterhin geprüft.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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