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Krieg gegen russische Angreifer

Ukrainischer Außenminister dämpft Erwartungen an Gegenoffensive

  • Aktualisiert: 10.05.2023
  • 09:23 Uhr
  • Carolin Ritter

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat zu hohe Erwartungen an eine Frühjahrsoffensive gegen Russland eingedämmt. Man solle nicht erwarten, dass dies die letzte Operation gegen den russischen Angreifer sein wird, sagte er.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der ukrainischer Außenminister Kuleba dämmt die Erwartungen an die Offensive gegen Russland im Frühjahr ein.

  • Man brauche jetzt vor allem Waffen, Munition, Panzer, Flugabwehrsysteme und Kampfflugzeuge.

  • Berlin solle die USA überzeugen, F-16-Kampfflugzeuge zu liefern, forderte Kuleba.

Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba hat vor zu hohen Erwartungen an die ukrainische Frühjahrsoffensive gegen die russische Armee gewarnt. Man solle die Offensive nicht "als die letzte betrachten", denn man wisse nicht, was dabei herauskommen wird, sagte er der "Bild-Zeitung" am Mittwoch (10. Mai). Gelinge es nicht, die besetzten Gebiete zu befreien, müsse man mit weiteren ukrainischen Gegenoffensiven rechnen.

Kiew dämpft Erwartungen an Gegenoffensive

Kuleba betonte wieder einmal die Bedeutung von Waffenlieferungen für den Kampf gegen Russland. "Um den Krieg zu gewinnen, braucht man Waffen, Waffen und nochmals Waffen", sagte er. Vieles hänge von Deutschland ab. Mit dem Rüstungskonzern Rheinmetall besäße Deutschland "eine Art Titan der Rüstungsindustrie in Europa und wahrscheinlich der ganzen Welt", so Kuleba.

Neben Munition, Panzern und Flugabwehrsystemen brauche man vor allem Kampfflugzeuge, sagte Kuleba weiter. Dabei setze man wieder vor allem auf Deutschland. Berlin solle als Vermittler die USA "davon überzeugen, den grünen Knopf zu drücken" und der Ukraine die benötigten F-16-Kampfflugzeuge liefern.

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Ukraine fordert Kampfjets von USA

Kuleba betonte zudem, dass die Ukraine in einer Nato-Mitgliedschaft nach dem Ende des Krieges mit Russland eine wichtige Sicherheitsgarantie. Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba sagt in einem "Bild"-Interview (Mittwoch), die Nato-Mitgliedschaft der Ukraine könne diesen Krieg nicht mehr verhindern: "Aber sie wird weitere Kriege nach diesem Krieg verhindern." Wenn Deutschland ein sicheres und prosperierendes Europa wolle, müsse die Ukraine Mitglied der Nato werden. "Das ist der einzige Weg."

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Nachrichtenagentur Reuters
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