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Zur Halbzeit der Wahlperiode

Umfrage: Rund drei Viertel der Deutschen unzufrieden mit Ampel-Regierung

  • Veröffentlicht: 27.08.2023
  • 08:29 Uhr
  • Carolin Ritter

Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen-Presse-Agentur sind rund drei Viertel aller Deutschen mit der Arbeit der aktuellen Regierung unzufrieden. Nur ein Politiker der Ampel-Koalition sticht heraus.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Rund drei Viertel aller Deutschen finden, die Bundesregierung mache keine gute Arbeit.

  • Die meisten trauen keinem der Politiker:innen zu, passende Antworten auf wichtige Fragen zu haben.

  • Vor allem der Kanzler schneidet schlecht ab.

Laut einer YouGov-Umfrage im Auftrag der Deutschen-Presse-Agentur sind zur Halbzeit der Wahlperiode fast drei Viertel aller Bundesbürger:innen mit der Arbeit der Regierung unzufrieden - das sind rund 73 Prozent der Deutschen. 68 Prozent der Befragten waren außerdem der Meinung die Ampel-Koalition habe keine Antworten auf die drängendsten Fragen unserer Zeit. Nur 23 Prozent sind hingegen zufrieden mit der Koalition von SPD, Grünen und FDP.

Das Kabinett um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steht beim Familienfoto bei der Klausurtagung des Bundeskabinetts auf Schloss Meseberg.
Das Kabinett um Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) steht beim Familienfoto bei der Klausurtagung des Bundeskabinetts auf Schloss Meseberg.© Julian Weber/dpa

Befragung: Wiederwahl unwahrscheinlich

An die von Scholz angestrebte Wiederwahl der Ampel-Koalition bei der Bundestagswahl 2025 glauben nur 18 Prozent. 73 Prozent halten es dagegen für unwahrscheinlich, dass Scholz nach der Wahl mit FDP und Grünen weiterregieren wird. Dass die Koalition schon vor der Wahl platzt, glauben allerdings nur 35 Prozent. 45 Prozent der Befragten meinen dagegen, dass die Ampel bis zur Wahl bestehen bleibt.

Seit Jahresbeginn haben sich die Streitigkeiten in der Koalition gehäuft. Besonders heftig gerieten die Bündnispartner beim Heizungsgesetz aneinander.

Aktuell wird über die Kindergrundsicherung von Familienministerin Lisa Paus (Grüne) und das Gesetz für mehr Wirtschaftswachstum gestritten. Bis zum Beginn einer zweitägigen Kabinettsklausur am Dienstag auf Schloss Meseberg bei Berlin soll es aber eine Einigung geben.

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Vor allem der Kanzler schneidet schlecht ab

Besonders schlechte Noten bekommt in der Umfrage der Kanzler. 66 Prozent sagen, er mache einen eher schlechten Job. Nur 26 Prozent bewerten seine Arbeit dagegen als eher gut. Auch die Arbeit seiner wichtigsten Ministerinnen und Minister wird fast durchweg eher negativ bewertet.

Die Arbeit von Vizekanzler Robert Habeck (Grüne) finden 63 Prozent eher schlecht, bei Finanzminister Christian Lindner (FDP) sind es 57 Prozent und bei Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne) 52 Prozent.

Nur einer wird überwiegend positiv bewertet: Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD). 52 Prozent finden seine Arbeit eher gut und nur 28 Prozent eher schlecht.

Tatsächlich rissen die Probleme innerhalb der Regierung seit deren Einsetzen nie ab. Immer wieder gibt es Streit um wichtige Themen, wie etwa das Heizungsgesetz von Robert Habeck oder die Kindergrundsicherung. Die Ampel ist sich deutlich häufiger uneins als der gleichen Meinung.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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