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Tausende Menschen evakuiert

Wetterkatastrophe in Italien kostet mehrere Menschen das Leben

  • Aktualisiert: 19.05.2023
  • 09:54 Uhr
  • Clarissa Yigit
Schwere Unwetter in Italien: Carabinieri retten Einwohner und schleppen sie durch die Fluten. Zahlreiche Menschen sind bereits ums Leben gekommen.
Schwere Unwetter in Italien: Carabinieri retten Einwohner und schleppen sie durch die Fluten. Zahlreiche Menschen sind bereits ums Leben gekommen.© Arma dei Carabinieri/dpa

Heftige Regenfälle ließen in Italien Flüsse und Bäche übertreten. Tausende Bewohner:innen mussten aus ihren Häusern evakuiert werden. Berichten zufolge werden Menschen vermisst, mehrere Personen kamen bisher ums Leben.

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Das Wichtigste in Kürze

  • In Italien haben heftige Unwetter für Überschwemmungen gesorgt.

  • Bewohner:innen der Regionen waren teilweise in ihren Häusern eingeschlossen oder wurden evakuiert.

  • Mehrere Menschen kamen in den Schlammlawinen und im Hochwasser bereits ums Leben.

Schwere Unwetter in Italien halten die Bevölkerung in Atem. In den italienischen Regionen Emilia-Romagna und den Marken an der Adriaküste sei es nach heftigen Regenfällen zu teils dramatischen Überschwemmungen gekommen, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Am stärksten betroffen seien dabei die Provinzen Ravenna, Forlì-Cesena, Rimini und Bologna. Tausende mussten evakuiert werden, mehrere Menschen sind bereits gestorben.

"Die Regierung verfolgt die Entwicklung der Ereignisse aufmerksam und ist bereit, die notwendigen Hilfsmaßnahmen zu ergreifen", schrieb Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni bei Twitter und sprach den betroffenen Regionen ihre "volle Solidarität" aus.

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Unermüdlicher Einsatz der Feuerwehr

Seit Dienstagmorgen (16. Mai) sei es allein in der Emilia-Romagna zu rund 600 Einsätzen der italienischen Feuerwehr gekommen. Insgesamt rückten etwa 400 Feuerwehr aus und befreiten Menschen, die in ihren Häusern vom Wasser eingeschlossen waren, auf ihren Dächern saßen oder in den Wassermassen gestrandete Autofahrer.

Fast alle der insgesamt 23 Flüsse in der Region sind über die Ufer getreten. Die Behörden registrierten zudem 250 Erdrutsche, 120 davon mit schweren Folgen. Laut dpa seien ganze Straßenzüge unter Wasser gestanden, Schlammlawinen hätten Straßen blockiert und Felder glichen aufgrund der Wassermassen Seelandschaften.

Der Zivilschutz berichtete laut dpa von etwa 50.000 Menschen ohne Strom und 100.000 Leuten ohne Mobilfunknetz. Der regionale Bahnverkehr in der Emilia-Romagna wurde komplett eingestellt. In 36 Stunden habe es pro Quadratmeter durchschnittlich 200 Liter Wasser geregnet, in manchen Gegenden sogar 500 Liter, so die horrenden Zahlen.

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Mehrere Todesopfer und Vermisste

Wie Zivilschutz-Minister Nello Musumeci mitteilte, mussten Tausende Menschen evakuiert werden. Der Zivilschutz rief die Menschen in den kommenden Stunden weiter zu großer Vorsicht auf. 

Laut Berichten seien neben mehreren Todesopfern auch viele Vermisste Menschen zu beklagen. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni schrieb bei Twitter: "Die Regierung ist da – an der Seite der betroffenen Bevölkerung und der Institutionen der Region".

Aufräumarbeiten haben begonnen

Aufgrund der extremen Dürre der vergangenen Monate in Norditalien konnte der Boden die plötzlichen und sintflutartigen Regenfälle nicht aufnehmen, erklärt Regionalpräsident Stefano Bonaccini. Innerhalb zweier Tage fiel in manchen Gebieten so viel Regen, wie normalerweise in einem halben Jahr. Alleine in Faenza in der Provinz Ravenna traten mindestens 23 Flüsse über die Ufer. Sie ist eine der am stärksten betroffenen Gemeinden. Auch stieg die Zahl der Todesopfer auf 13. Von einer "Apokalypse" sprachen bereits manche Politiker.

Nun haben seit Donnerstag (19. Mai) die Aufräumarbeiten begonnen und bei den Menschen herrsche Fassungslosigkeit über das Ausmaß der Verwüstungen. Auf einige Milliarden Euro bezifferte Regionalpräsident Stefano Bonaccini im italienischen Fernsehen die Schäden.

Auch warnt das Auswärtige Amt deutsche Reisende oder in Italien lebende Deutsche vor den Gefahren durch Überschwemmungen und Erdrutsche. Die Menschen sollen die aktuelle Lage in den lokalen und sozialen Medien verfolgen sowie Anweisungen der lokalen Behörden beachten.

Bereits für die kommenden Tage sei erneut mit Regenfällen zu rechnen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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