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Bayern-Star deutet Rücktritt aus Nationalelf an

WM-Pleite: Die Ära von Thomas Müller scheint beendet

  • Aktualisiert: 02.12.2022
  • 11:05 Uhr
  • Joachim Vonderthann

Thomas Müller war jahrelang der Garant für Erfolge der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Bei der WM in Katar ist der FC-Bayern-Profi zum Sinnbild für das vorzeitige Scheitern geworden. Vieles spricht nun für Müllers Abschied aus der DFB-Auswahl.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Thomas Müller deutet unmittelbar nach dem WM-Aus seinen Abschied aus der Nationalmannschaft an.

  • Mit emotionalen Worten verabschiedet er sich von den Fußball-Fans.

  • Später rudert er zurück und will eine Entscheidung erst nach Gesprächen fällen.

Das erneute WM-Debakel der deutschen Fußball-Nationalmannschaft dürfte auch bei manchen Spielern personelle Konsequenzen haben. Als erster deutete nach dem Vorrundenspiel gegen Costa Rica am Donnerstagabend (01. Dezember) Thomas Müller seinen Rücktritt aus der DFB-Auswahl an. "Falls das mein letztes Spiel für Deutschland gewesen sein sollte, dann möchte ich ein paar Worte an alle deutschen Fußball-Fans, die mich in allen Jahren begleitet haben, richten", sagte der 33 Jahre alte Profi des FC Bayern München in der ARD nach dem 4:2-Sieg im letzten Gruppenspiel, der aber nichts fürs Weiterkommen reichte.

Thomas Müller deutet Rücktritt an

Müller wurde emotional: "Es war ein enormer Genuss. Liebe Leute, vielen Dank. Wir haben unglaubliche Momente miteinander gehabt". Weiter sagte er:  "Ich habe in jedem Spiel versucht, meint Herz auf dem Platz zu lassen. Allen Einsatz geliefert. Manchmal gab es einen neuen Trend durch meine Aktionen, manchmal hatten auch die Zuschauer Schmerzen im Gesicht, weil Aktionen nicht gelungen sind. Ich habe es mit Liebe getan. Da könnt ihr euch sicher sein. Und alles Weitere muss ich erst mal sehen."

Einige Zeit später in der Interviewzone des Al-Bait Stadions in Al-Chaur in Katar, es ist inzwischen schon früher Freitagmorgen, relativierte Müller seine Aussagen wieder etwas. "Ich habe eben schon meine Emotionen kundgetan. Ich bin dankbar für meine Reise bisher. Ich werde es mit meiner Frau und Hansi Flick besprechen und mir ein paar Tage Luft geben. Und dann schauen wir weiter. Aber klar, der Stachel sitzt natürlich tief", sagte er. 

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Zuerst mit Frau und Flick sprechen

Die Partie gegen Costa Rica war das 121. Länderspiel für Müller. Dabei erzielte er 44 Tore. Katar war seine vierte WM-Teilnahme. 2014 wurde er in Brasilien mit der deutschen Mannschaft Weltmeister. In Katar erlebte er indes zum zweiten Mal nacheinander das Vorrunden-Aus bei einer WM.

Viele Kritiker halten Bundestrainer Flick vor, beim WM-Turnier in Katar zu lange an Müller in der Startelf festgehalten zu haben. Trotz zweier schwächerer Spiele ohne Tore zuvor stand der Routinier auch gegen Costa Rica wieder von Beginn an auf dem Platz. Zahlreiche Fachleute hatten hingegen Werder Bremens Stürmer Niclas Füllkrug auf Müllers Position gefordert. 

Verwendete Quellen:

  • Nachrichtenagentur dpa
  • "Bild"-Bericht
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