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Streit um 50+1-Regel

Zoff beim FC Bayern: Fans gegen Uli Hoeneß

  • Aktualisiert: 27.02.2023
  • 09:26 Uhr
  • Joachim Vonderthann
Fan-Plakat gegen FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß
Fan-Plakat gegen FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß© Sven Hoppe/dpa

FC-Bayern-Legende Uli Hoeneß würde die 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball gern abschaffen. Die Fans des Rekordmeisters sehen das ganz anders und kritisieren den Ehrenpräsidenten öffentlich im Stadion. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hat jüngst die Abschaffung der 50+1-Regel gefordert.

  • Hoeneß fürchtet, dass der deutsche Fußball sonst international ins Hintertreffen gerät.

  • Jetzt haben Bayern-Fans mit einem Plakat beim Heimspiel gegen Union Berlin Hoeneß' Aussagen scharf kritisiert.

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FC-Bayern-Ehrenpräsident Uli Hoeneß hatte kürzlich die Abschaffung der 50+1-Regel im deutschen Profi-Fußball gefordert. Andernfalls werde Deutschland international ins Hintertreffen geraten, so die Vereinslegende. Die Fans des deutschen Rekordmeisters sehen das aber anders. Mit einer Plakataktion im Heimspiel gegen Union Berlin kritisierten sie Hoeneß scharf für seine Aussagen.

Bayern-Fans gegen Vereinslegende Hoeneß

In der Südkurve war am Sonntag (26. Februar) ein Spruchband mit der Aufschrift zu sehen: "Wenn jeder für sich entscheidet, ist noch lange nicht allen geholfen, Uli. 50+1 bleibt unverhandelbar." Das berichtet die "Bild"-Zeitung.

Hoeneß hatte sich auf einem Event in Hannover dafür starkgemacht, die 50+1-Regel einzukassieren. Gemäß der Regel muss die Mehrheit der Anteile eines Vereins immer in den Händen der Mitglieder liegen, um den Einfluss von Investoren zu begrenzen. Hoeneß, auch Aufsichtsratsmitglied bei den Münchnern, sagte: "Wir wären bei Bayern München total dafür, dass die 50+1-Regel fällt, weil wir international total ins Hintertreffen geraten." In England sei "jeder Erst- oder Zweitliga-Verein mit einem großen Unternehmen, einem Land, einem Oligarchen oder was auch immer verbunden". Er sei dafür, so Hoeneß weiter, dass jeder Verein das selbst entscheide.

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FC-Bayern-Streit um die 50+1-Regel

Im Gegensatz zu den Fans hatte der amtierende Präsident des FC Bayern, Herbert Hainer, Hoeneß' Aussagen jüngst zugestimmt. "Ich bin der Meinung, dass die 50+1-Regel nicht mehr zeitgemäß ist. Mein Credo ist, die Vereine sollten selbst entscheiden, ob und wenn ja, wie viel sie von ihren Anteilen abgeben wollen", sagte Hainer. 

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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