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Über 100 Jahre ist der Duft auf dem Markt

Zeitlose Verführung: Warum uns der Duftklassiker Chanel No. 5 seit über 100 Jahren begeistert

  • Aktualisiert: 20.09.2023
  • 11:28 Uhr
  • Jannah Fischer
Chanel No. 5 ist ein echter Parfumklassiker
Chanel No. 5 ist ein echter Parfumklassiker© Adobe Stock: Hanna, ABC Vector, Eben Barber, Dmitriy Melnikov

"Chanel No. 5" - fast jeder hat diesen Duft schon einmal gerochen. Denn er gilt als einer der größten Verkaufsschlager und Klassiker in der Parfumwelt. Wie es dazu kam und was hinter der Geschichte des größten Parfums der Welt steckt? Das erfährst du hier...

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"Chanel No. 5" - der Grundstein der modernen Parfumerie

Es ist nicht vermessen zu sagen, dass es ohne Modedesignerin Coco Chanel und dem Parfumeur Ernest Beaux 1921 nicht die Parfumwelt gäbe, wie wir sie heute kennen. Die beiden revolutionierten die Welt des Duftes auf einen Schlag - und schufen ganz nebenbei einen der beliebtesten Damendüfte, der sich seit über 100 Jahren in den Parfümerien dieser Welt erfolgreich verkauft. Die Rede ist von "Chanel No. 5" - dem Parfum, von dem Hollywoodikone Marilyn Monroe behauptete, sie trage zum Schlafen nichts anderes.

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Im Clip: Darum lieben alle Chanel No.5

Chanel No.5: Darum ist der Duftklassiker nach 100 Jahren immer noch so beliebt

Coco Chanels revolutionäre Idee für "Chanel No. 5"

Coco Chanel war auf der Suche nach einem "Parfum für Frauen, das den Duft der Frauen trägt" - wie sie es selbst so passend formulierte. Ernest Beaux wollte ebenfalls mehr: und zwar einen neuartigen Duft entwickeln, der nach einem ganzen Blumenbouquet riecht. Denn als die beiden sich 1920 trafen, war es noch üblich, dass ein Parfum nur nach einer Blume roch - wie nach Veilchen, Maiglöckchen oder Rose. Mehr als eine Note? Das gab es noch nie! In Chanel fand Beaux eine perfekte Verbündete für sein gewagtes Duftexperiment - und andersherum genauso. Denn Coco Chanel setzte sich bereits regelmäßig über Standards, Normen und Grenzen der Modewelt hinwege. So mischte sie auch bald die Beautyszene auf: Als die Modeschöpferin bei einem Urlaub auf einer Yacht beim Sonnenbaden einschlief, erwachte sie mit einer sonnengebräunten Haut. Bislang war zur dieser Zeit von der Sonne gebräunte Haut mit Feldarbeit, helle Haut mit Aristokratie und Noblesse verbunden. Coco erklärte ihren Sonnen-Look schlicht als "chic" und plötzlich wollte jede:r Urlaubsbräune.

Coco Chanel war unkonventionell und hielt nicht viel von angestaubten Fashion-Regeln.
Coco Chanel war unkonventionell und hielt nicht viel von angestaubten Fashion-Regeln.© picture alliance / ASSOCIATED PRESS | -

Nun also sprengte sie auch die Grenzen des bisher dagewesenen in der Welt des Parfums. Als Beaux ihr Duftproben, durchnummeriert von eins bis zehn, vorlegte, entschied sie: Die Nummer fünf sollte ihr erstes Parfum unter Coco Chanel werden. Und so blieb der Name hängen: "Chanel No. 5" - nach dem fünften von zehn Flakons, an dem sie geschnuppert hatte. "Chanel No. 5" kam 1921 auf dem Markt - und wird bis heute - über 100 Jahre später -  verkauft. Übrigens: Zunächst sollte der Duft nur in einer streng limitierten Auflage von 100 Flakons auf den Markt gebracht werden. Chanel wollte damit ihre engsten und treusten Kundinnen zu Weihnachten überraschen. Als die Nachfrage immer größer wurde, kam der Duft dann regulär in den Handel.

Das Revolutionäre: "Chanel No. 5" war das erste Parfum, das sehr konzentriert Aldehyde nutzte. Aldehyde sind eine chemische Verbindung, es ist also ein synthetischer Stoff, der gewisse Eigenschaften mit sich bringt, die den Duft von Parfum verändern (und verbessern):

  1. Frische und lebhafte Note: Aldehyde haben eine frische und lebhafte Qualität, die dazu beitragen kann, einen Duft aufzuhellen und ihm eine spritzige Note zu verleihen. Sie können dazu beitragen, dass ein Parfum lebendig und dynamisch wirkt.
  2. Verstärkung von Blumendüften: Aldehyde können dazu beitragen, den Duft von Blumen in einem Parfum zu intensivieren. Sie können blumige Noten wie Rose, Jasmin oder Ylang-Ylang aufhellen und hervorheben.
  3. Haltbarkeit und Struktur: Aldehyde sind auch dafür bekannt, die Haltbarkeit eines Parfums zu verbessern und ihm Struktur zu verleihen. Sie können helfen, die verschiedenen Duftnoten zu binden und die Entwicklung des Duftes im Laufe der Zeit zu unterstützen.

Durch das Nutzen der Aldehyde schafften Beaux und Chanel das Unmögliche: einen Duft, der nach vielen Blumen und nicht nur nach einer einzigen riecht. Die genaue Formulierung ist bis heute ein gut gehütetes Rätsel - manche sprechen von bis zu 80 Duftkomponenten. Die genaue Antwort liegt in einem Safe. Doch wonach riecht "Chanel No. 5" eigentlich?

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  • 05.10.2023
  • 11:15 Uhr

Nach was riecht das Parfum "Chanel No. 5"?

"Chanel No. 5" ist ein klassischer Damenduft. Er setzt sich neben den Aldehyden zusammen aus...

  • Neroli und Ylang Ylang in der Kopfnote.
  • Mairose und Jasmin in der blumigen Herznote.
  • Vanille, Sandelholz und Vetiver in der Basisnote, die den Duft wieder erdet.

Diese Duftnoten sind bestätigt. Rausgerochen wird auch oft noch Iris, Zitrone und Bergamotte oder Amber.

Ein bisschen wie frisch gewaschene Wäsche, die zum trocknen auf einer sonnigen Blumenwiese am Rande eines Waldes steht. Coco Chanel riecht pudrig, frisch und holzig zugleich - und das ist vielleicht auch das Geheimnis, wieso der Duft bis heute so gut bei so vielen verschiedenen Frauen ankommt.

Die Kopfnote verfliegt als erstes, dann die Herznote und am längsten überdauert die Basisnote auf der Haut.
Die Kopfnote verfliegt als erstes, dann die Herznote und am längsten überdauert die Basisnote auf der Haut.© Anna Sabrina Rodewald
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"Chanel No. 5" - der meistverkaufteste Duft weltweit?

Da Chanel den Duft nur in ihren Boutiquen in Paris, Deauville, Cannes und Biarritz verkaufte, war das Besitzen eines Flakons damals gleichzusetzen mit purem Luxus (und viele in Frankreich stationierte amerikanische Soldaten kauften ihren Frauen ein Fläschchen, da man sonst keine Chance hatte, an den Duft zu kommen). Exklusivität verbunden mit Neuheit - Chanel knackte den Code, um ihr Parfum zum Kassenschlager zu machen. Gerüchten zufolge, verkauft sich ein Fläschchen "Chanel No. 5" alle drei Sekunden irgendwo auf der Welt - das wären über 1 Millionen Flakons pro Jahr. Ob das stimmt? Die Verkaufszahlen sind ein gut gehütetes Business-Geheimnis des Chanel-Konzerns. Was aber klar ist: "Chanel No. 5" ist einer der weltweit am meisten verkauften Düfte.

Der Chanel-Flakon ist ein Design-Highlight

Natürlich hörte Cocos liebe zum Neuen nicht nur beim Parfum auf, sondern sie sah auch im Design des Flakons eine Möglichkeit, ihren einzigartigen Stil umzusetzen. Schlicht, dünn und gerade geschnitten ist der Art-Deco-Flakon, den Designer Jean Hellerau im Auftrag Chanels entwarf. Und ein Kontrast zu dem damals üppig verzierten Parfumflakons - ebenso wie der Duft selbst einen Kontrast zum bisher gerochenen bildete. Künstler wie Andy Warhol wurden vom Flakon so inspiriert, dass er Bilder davon fertigte. Und er schaffte es zudem selbst zur Kunst zu werden und wird als erstes Parfum überhaupt in der Ausstellung "Items: Is Fashion Modern?" im Museum of Modern Art in New York ausgestellt.

1924 dann die nächste Veränderung: Coco Chanel gründete  "Parfum CHANEL" und legte so den Grundstein für die Massenproduktion von "Chanel No.5" . Es folgten weitere Düfte wie Coco Mademoiselle, ein weiterer Duftklassiker für Damen - oder auch Männerdüfte. Hier wurde zuletzt Timothée Chalamet das neue Gesicht für den Herrenduft "Bleu de Chanel".

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