Nun aber ernsthaft, brüchige Nägel oder gar gespaltene Fingernägel sind nicht nur unschön und nervig, sondern können auch mal schmerzhaft werden. Zudem schützt die feste Keratinplatte die darunter liegende Haut. Ist der Nagel beschädigt, erfüllt er diese Aufgabe nicht mehr richtig. Wir erklären dir zunächst wie rissige Fingernägel entstehen und anschließend, wie du ihnen vorbeugen und sie reparieren kannst.

Wir haben die besten Profi-Tricks und Hausmittel-Tipps gegen brüchige Nägel.

Hier hast du die Möglichkeit mehr Infos zu erhalten rund um:

  • Finde die Ursachen für deine brüchigen und weichen Fingernägel heraus, um deine kaputten Nägel zu bekämpfen!
  • Iss die richtigen Nährstoffe, wie Proteine in Form von Nüssen oder Soja, für starke Nägel.
  • Feuchtigkeitsspender sind das A und O: Besonders Öle bewahren bei regelmäßiger Anwendung die Austrocknung deiner Nägel.
  • Mit Hand- & Nagelcreme schaffst du eine optimale Grundlage für gesunde und kräftige Nägel.
  • Versiegle mit deiner Nagelfeile die Ränder deiner Fingernägel, damit deine Nägel gar nicht mehr brechen können.
  • Nutze DIY-Treatments für die Massage deiner Nägel.
  • Integriere Nagellack-Pausen für monatlich mindestens fünf Tage und gewinne zeitweise Abstand von Acryl- und Gelnägeln .
  • Bei allem mit einem Potential zum Austrocknen der Nägel gilt: Handschuhe anziehen!
  • Nimm Veränderungen in der Dicke sowie Verfärbungen deiner Nägel wahr.

Die Ursachen für brüchige & weiche Fingernägel

Um brüchige oder weiche Fingernägel wieder gesund pflegen zu können, hilft es zunächst zu verstehen, wie sie entstehen. Denn meist greifen mehrere Ursachen für splitternde Nägel ineinander und machen den Fingernagel rissig. Äußere Umweltbedingungen, deine Pflegeroutine und innere Faktoren wie die falsche Ernährung, lassen sich schließlich vermeiden, um kaputten Nägeln vorzubeugen.

Nun unterscheidet man zwei verschiedene Arten von Fingernägeln die einreißen oder abbrechen:

Spricht man von Onychoschisis splittert der Fingernagel horizontal. Dünne Schichten können sich dann vom Nagel lösen.

Im Gegensatz zu Onychorrhexis, der Fachbegriff beschreibt einen Fingernagel der vertikal, also längs eingerissen ist.

Wenn deine Fingernägel entweder der Länge nach oder in Schichten splittern, dann könnte es an einem oder mehreren der folgenden Punkte liegen.

Dies sind die häufigsten Ursachen für gespaltene Fingernägel:

  • Chemie: Seifen, Spül-, Reinigungs- und Waschmitteln oder Nagellackentferner entziehen Haut und Nagel Feuchtigkeit und machen die Fingernägel spröde. Gerade zu Zeiten der Corona-Pandemie leiden die Nägel unter häufigem Händewaschen und zu wenig ausgleichender Pflege.
  • Styling: Nagellacke sind ungefährlich, vor allem moderne, hochwertige Produkte lassen den Nagel nicht austrocknen. Künstliche Fingernägel hingegen sind eine Belastung für den Nagel. Vor allem, wenn der Kunstnagel unprofessionell wieder abgenommen wird. Gel-Lacke können die Hornschicht aufweichen und sorgen so für rissige Fingernägel.
  • Pflege-Fehler: Nagelknipser und Schere sind zwar praktisch, weil sich die Nägel damit ruckzuck kürzen lassen, aber leider sind sie auch etwas zu grob für die Fingernägel. Beim Knipsen wird der Nagel erst gequetscht und erst dann gekürzt. Dabei entstehen feine Risse in der Nagelstruktur.
  • Hautinfektion: Nagelpilz oder Schuppenflechte schwächen den Nagel, machen ihn spröde und brüchig.
  • Jahreszeiten: Du hast bestimmt schon bemerkt, dass deine Haut sich im Winter trockener anfühlt, als im Sommer. Gleichzeitig trocknen auch deine Nägel aus. Umso spröder sie werden, desto weniger können sie Feuchtigkeit binden und werden immer brüchiger.
  • Ernährung: Meist kommen empfindliche, trockene Nägel von innen. Mangel an Mineralstoffen machen den Fingernagel weich und empfindlich. Schließlich kommen die oben genannten äußeren Faktoren hinzu und lassen den Fingernagel abbrechen. Fehlt dem Körper Eisen, Zink oder Kalzium werden die Nägel spröde und splittern sehr viel schneller. Genauso wie eine Unterversorgung an Vitamin B, Vitamin C, Biotin, Folsäure oder Cobalamin.
  • Lifestyle: Alkohol trocknet den Körper aus. Der Flüssigkeitsmangel entsteht nämlich beim Versuch das Gift wieder loszuwerden. Zudem verliert der Körper Zink. Beides schwächt die Nägel und lässt sie schneller einreißen. Rauchen verfärbt sie zudem.
  • Krankheiten: Achtung! Denn wenn trotz intensiver Pflege und gesunder Ernährung, deine Nägel immer noch trocken, brüchig und empfindlich sind, dann könnte dies auf eine Erkrankung der Schilddrüse oder eine Hormonerkrankung hindeuten. Geh bitte unbedingt zum Arzt und lass die Symptome checken.

Unsere 8 SOS-Tipps gegen brüchige Fingernägel

Soweit zu Theorie und den Hintergründen die hinter rissigen Fingernägeln stecken, kommen wir nun zur Praxis.

Du wünschst dir gepflegte, schöne Nägel? Du träumst von starken Fingernägeln, die nicht beim geringsten Widerstand einreisen? Du möchtest deine Nägel endlich lang wachsen lassen?

Dann haben wir hier was für dich. Nämlich den ultimativen Pflege-Guide mit allen Do’s und Don’ts, den besten Tipps und Tricks und cleveren Profi-Hacks für starke gesunde Nägel.

Tipp 1: Gesunde Ernährung - Diese Nährstoffe heilen von innen

Mit den richtigen Nährstoffen wachsen deine Fingernägel nicht nur schneller, sondern bleiben dabei robust, fest und gesund. Umgekehrt entstehen brüchige Nägel durch einen Mangel an Vitaminen oder Mineralstoffen. Wenn du also weiche, brüchige Nägel vermeiden oder von innen gesund pflegen möchtest, dann solltest du auf diese Nährstoffe setzen.

Proteine braucht der Körper um Nägel und Haare wachsen zu lassen. Die Fingernägel bestehen zum größten Teil aus Keratin, einem Faserprotein das der Körper aus Hülsenfrüchten, Nüssen, Soja, Fleisch, Fisch, Eiern und Milchprodukten zieht.

Linsen, Champignons, Spinat und Brokkoli sind zum Beispiel super Eiweißquellen, die deine Nägel von innen auf ganz natürliche Art stärken.

Biotin ist ein wichtiger Baustein für das Zellwachstum. Ohne das B-Vitamin können Haare und Nägel nicht richtig wachsen. Über Kohl, Eier, Vollkornprodukte oder Nüsse kannst du den Wachstumsstoff zu dir nehmen. Wenn der Körper allerdings unter einem starken Mangel mit extrem brüchigen Nägeln oder Haarausfall leidet, solltest du zu einem nahrungsergänzenden Vitamin-B-Komplex greifen.

Silizium steckt in Hafer, Hirse, Gerste, grünen Bohnen oder Kieselerde. Der Mineralstoff wird benötigt um Fingernägel, Bindegewebe und Knochen von innen zu stärken.

Eisen nehmen wir durch Hülsenfrüchte, Sesam, Leinsamen, Pistazien oder Quinoa auf. Der Körper benötigt das Spurenelement um die Zellen mit Sauerstoff und Energie zu versorgen.

Kalzium ist einessentieller Mineralstoff für den Körper. Haben wir zu wenig davon zur Verfügung, werden die Nägel spröde und brüchig, weshalb kalziumhaltige Lebensmittel wie Milchprodukte, Blattspinat und Broccoli unbedingt auf den Speiseplan gehören.

Zink ist ein wichtiger Stoff, den wir für die Zellteilung und somit für das Zellwachstum benötigen. Mangelt es dem Körper an dem Spurenelement, dann werden häufig weiße Flecken auf den Nägeln sichtbar. Nüsse wie Erdnüsse oder Paranüsse sind dann super Zinklieferanten, aber auch Linsen oder Haferflocken stecken voller Zink.

Vitamin A und Provitamin A wirken ebenfalls am Zellwachstum mit. Sie sind nämlich für die Zellteilung verantwortlich und fördern den Stoffwechsel. Vitamin A findet sich vor allem in tierischen Lebensmitteln, also Fleisch und Milchprodukten. In pflanzlicher Nahrung steckt dafür hauptsächlich Beta-Carotin, also Provitamin A. Der Körper kann beides verwenden.

Karotten sind die beste pflanzliche Beta-Carotin-Quelle, wobei auch Spinat, rote Paprika, Tomaten, Brokkoli, Aprikosen und grünes Blattgemüse reich an dem Vitamin sind.

Vitamin C und andere Antioxidantien haben vor allem die Aufgabe die Zellen vor freien Radikalen zu schützen. Sie sind damit nicht nur Anti-Aging-Stoffe die Hautzellen vor dem frühen Altern bewahren, sondern sie stärken und schützen auch die Nägel. Orange, Rosenkohl, Brokkoli und Spinat sind richtige Vitamin-C-Bomben.

Zudem solltest du genügend Wasser trinken, damit der Nagel auch von innen mit genügend Feuchtigkeit versorgt ist.

Tipp 2: Nagelpflege - Auf diese Öle & Wirkstoffe solltest du setzen

Öle sind besonders reichhaltige Feuchtigkeitsspender. Bei regelmäßiger Anwendung verhindern sie, dass der Nagel austrocknen kann und versorgen ihn gleichzeitig mit wichtigen Nährstoffen. Greif daher nicht erst dann zum Nagelöl, wenn deine Nägel bereits trocken, spröde und brüchig sind, sondern baue die kleine Nagelkur in deine Maniküre-Routine ein. Selbst stark beanspruchte Nägel können so (fast) allen Styling-Strapazen standhalten.

Bevor du beginnst deine Nägel zu feilen und zu lackieren, gönne ihnen eine kleine Massage mit einem reichhaltigen Nagelöl. Nimm dir etwas Zeit dafür, oder lass das Öl sogar über Nacht einwirken. Wenn du deine Nägel wöchentlich lackierst, dann sollte der Pflegestep unbedingt Teil deiner Routine sein.

Bei brüchigen und trockenen Fingernägeln kannst du auch täglich etwas Öl verwenden und es in Nagelhaut, Nagelbett und Nagel einmassieren. Die täglich wiederholte Kur wird den spröden Fingernagel schnell wieder fest und geschmeidig pflegen.

Der reichhaltige Pflegecocktail setzt sich meist aus mehreren Ölen zusammen. Hochwertige Nagelöle verzichten auf Chemie und setzen stattdessen auf die Pflegepower von natürlichen Ölen, wie Olivenöl, Teebaumöl, Jojobaöl, Mandelöl oder Avocadoöl. Aber auch Kieselsäure, Klee-Extrakt oder Kamille sind wichtige, reichhaltige Bestandteile der Pflegeprodukte. Beim Auftragen versorgt er den Fingernagel und die Haut die ihn umschließt mit Vitaminen, Nährstoffen und Feuchtigkeit. Zudem sind sie meist antibakteriell und antifungal und schützen den Nagel so vor Infektionen.

Sollte es dafür bereits zu spät sein und der Nagel ist schon von einem Pilz befallen, gibt es eigene spezielle Repair-Öle, die ihn wieder gesund pflegen.

Tipp 3: Die Nägel aufbauen, kräftigen & härten

Was noch? Neben Nagelöl gibt es noch weitere Produkte die deine Nägel von außen stärken und festigen.

Wenn nicht nur der Nagel, sondern gleich die ganze Hand mit pflegender Feuchtigkeit versorgt ist, bleiben auch die Keratinplatten nicht austrocknen. Handcreme und Nagelcreme spendet Feuchtigkeit, im besten Fall versorgt sie Haut und Nägel aber auch mit Vitaminen, Proteinen und Antioxidantien, um sie zu stärken und vor Umwelteinflüssen zu schützen.

Der Name ist Programm: Nagelhärter sind speziell dafür konzipiert, die Nagelplatte mit Biotin aufzubauen und vor Bruchschäden zu schützen. Das Praktische daran ist, dass das Produkt ganz einfach wie ein Basecoat verwendet werden kann. Du trägst den Nagelhärter also wie einen farblosen Lack auf den sauberen, trockenen Nagel auf und lässt den reichhaltigen Wirkstoffcocktail dort seine Arbeit tun. Darüber kannst du auch normalen Nagellack tragen.

Wer grundsätzlich gesunde Nägel hat, spröden Fingernägeln aber vorbeugen möchte, der sollte in jedem Fall einen Basecoat verwenden. Auch, wenn nicht alle Basislacke mit Biotin angereichert sind, so schützen sie trotzdem vor dem Austrocknen und vor Verfärbungen.

Der Topcoat ist nicht nur der optische Abschluss, welcher der Maniküre den letzten Schliff verleiht, sondern er härtet beim Trocknen aus und macht den ganzen Look so länger haltbar. Der farblose Überlack wirkt also wie ein Schutzschild gegen Kratzer und Abstoßungen, die den Nagel ansonsten von außen angreifen könnten.

Das absolute SOS-Produkt für spröde, brüchige Nägel ist die Nagelmaske. Ähnlich wie das Nagelöl sind auch die Fingerhütchen aus Vlies vollgepumpt mit reichhaltigen Extrakten und Ölen. Sie müssen mindestens für 20 bis 30 Minuten über den Finger und Nagel gestülpt getragen werden, können aber auch die ganze Nacht lang einwirken. Diese Intensivkur musst du nicht täglich durchziehen, sondern du kannst immer wieder darauf zurückgreifen, wenn deine Nägel trocken und empfindlich wirken.

Neue hochwertige Lacke und Nagellackentferner sind inzwischen frei von austrocknendem Alkohol oder Aceton und auch mit aufbauenden Wirkstoffen oder Ölen angereichert. Wenn du also bereits brüchige Nägel hast, aber trotzdem nicht auf deine Knallfarben verzichten möchtest, dann greif lieber zu pflegenden Nagel-Styling-Produkten. Trotzdem solltest du auf die zusätzliche Pflege durch Cremes, Öle und auf den Schutz von Base- und Topcoat niemals verzichten.

Tipp 4: Die richtige Feile benutzen

Du brauchst zum Kürzen deiner Nägel das richtige Tool. Ansonsten werden sie immer wieder abbrechen und niemals richtig lang wachsen. Dass Knipser und Scheren zur Strapaze für brüchige Nägel werden können, haben wir bereits weiter oben angesprochen. Aber was dann? Womit lassen sich Nägel am besten kürzen?

Feilen ist grundsätzlich besser als abschneiden oder knipsen. Aber auch auf die richtige Feile kommt es an.

Glasnagelfeilen sind besonders langlebig, solange sie nicht zu Boden fallen und zerbrechen. Sie nutzen sich kaum bis gar nicht ab und sind zudem besonders schonend zu den Nägeln, da sie feinkörniger sind, als andere vergleichbare Feilen. Entscheidend ist aber, dass Sie den Nagelrand abschließen, sodass dieser nicht einreißen, absplittern oder brechen kann.

Bei Keramikfeilen wird ähnlich wie bei der Glasfeile die feine Struktur direkt in das Material gearbeitet und nicht aufgeklebt, daher sind sie genauso langlebig. Zudem sind sie ähnlich feinkörnig und versiegeln den Nagel beim Feilen. Einziger kleiner Nachteil: Feilen aus Keramik sind die teuersten Modelle. Doch wer gut auf seine Feile aufpasst, wird lange etwas von der Investition haben.

Metallnagelfeilen kürzen schneller, sind dabei aber wesentlich ungesünder für den Nagel, wegen ihrer gröberen Körnung. Anfällige Nagelplatten können danach schnell einreißen oder splittern.

Kartonnagelfeilen sind zwar günstig und nicht besonders grob, dafür aber auch nicht wirklich langlebig. Sie sind eine gute Alternative für unterwegs.

Ein Nagel Buffer hat vier Seiten, je nach Körnung kann eine davon auch zum Feilen verwendet werden. Allerdings kommen Buffer eher zum Einsatz um den Nagel zu Polieren oder die Oberfläche zu glätten.

Schließlich kommt es neben dem richtigen Werkzeug auch auf die richtige Technik an. Beginne immer an der Seite des Nagels, feile immer nur in eine Richtung und benutze immer zunächst die gröbere Seite der Feile. So arbeitest du dich mit kurzen Bewegungen von der Seite zur Mitte vor und bringst den Nagel auf die gewünschte Länge.

Wenn du zu viel Druck ausübst oder zu hektisch Hin und Her feilst, wird die Nagelplatte beschädigt und kann brechen.

Mit der feineren Seite der Feile solltest du zum Schluss noch die Ränder deiner Fingernägel versiegeln. So werden die Nägel garantiert nicht mehr brechen.

Tipp 5: Wellness & Massage für deine Nägel

Gönn deinem Nagelbett regelmäßig eine Massage. Vor allem abends kann das kurze DIY-Treatment echte Wunder für kaputte, brüchige Nägel bewirken. Nimm dir ein mal pro Woche Zeit dafür, um das Nagelwachstum zu fördern oder behandle deine Nägel noch öfter, um splitternde, spröde Nagelplatten zu stärken.

Trage dafür etwas Nagelöl auf und reibe es mit wenig Druck gleichmäßig auf Nägel und Nagelhaut. Die Durchblutung der Fingernägel und der Nagelhaut wird gefördert. Gleichzeitig versorgst du sie mit Feuchtigkeit und Nährstoffen. Danach lässt du das pflegende Öl über Nacht einziehen. Du kannst sogar dünne Baumwollhandschuhe anziehen, um Flecken auf der Bettwäsche zu vermeiden.

Weitere tolle Treatments für dein Home Spa sind zum Beispiel ein Handbad aus Kamillentee oder ein Ölbad mit Olivenöl, eine selbst gemixte Nagelmaske aus Avocado und Honig oder eine Kieselerde-Maske.

Tipp 6: Auf Nagellack, Acryl und Gel verzichten

Experten empfehlen selbst bei gesunden Nägeln einmal pro Monat für fünf Tage eine Styling-Pause einzulegen. Das bedeutet keinen Nagellack, keine Acryl- oder Gelnägel auftragen.

Stattdessen wird es dann Zeit für intensive Pflege. Pflegende Masken, Cremes, Öle und Bäder stehen auf dem Programm. Du kannst deine Nägel natürlich trotzdem immer noch feilen und mit einem Rosenholzstäbchen die Nagelhaut vorsichtig entfernen. Nur der letzte Part der Maniküre fallt dann für eine paar Tage aus.

Sind deine Nägel sowieso schon spröde, zeigen Risse oder splittern ab, dann wird es allerhöchste Zeit eine Pause einzulegen. Nämlich so lange bis sie sich wieder erholt haben. Gelnägel, Shellac oder Acrylnägel schaden der Keratinplatte, rauen sie auf und trocknen sie aus. Selbst wenn das ganze Treatment vom Profi und so schonend wie möglich gemacht wird, ist es immer eine Belastung für den Nagel.

Gesunde Nägel können dies mit der richtigen Pflege wegstecken. Doch wird die Nagelplatte brüchig, hat sie eine dringende Pause verdient, bis sie sich wieder regeneriert hat.

Tipp 7: Vermeide Nagellackentferner & reizende Substanzen

Sämtliche Mittel und Substanzen, die den Nagel austrocknen lassen, können vorbeugend vermieden werden. Selbst für gesunde Nägel sind Reinigungsmittel, Spülmittel, Waschmittel und Co. eine Belastung, weshalb du deine Hände während der Hausarbeit immer mit Handschuhen schützen solltest. Selbst manche Seifen und heißes Wasser können zur Ursache für brüchige Nägel werden. Daher gilt immer, die Hände nicht zu heiß waschen, rückfettende Seifen oder sogar Duschöl dabei benutzen und die Hände direkt danach eincremen.

Ein weiterer Faktor, der die Fingernägel austrocknen lässt, ist zudem der Nagellackentferner. Klar, das Produkt ist auf lacklösende Inhaltsstoffe angewiesen. Gerade diese trocknen den Nagel und die umliegende Haut aber aus. Alkoholfreie Nagellackentferner und solche ohne Aceton sind wesentlich schonender für den Nagel, das Nagelbett und die Haut. Achte darauf, dass der Entferner außerdem pflegende Öle enthält. Wasch dir danach gründlich die Hände und versorge sie sofort mit pflegender Creme oder Öl.

Alternativ gibt es auch Bio-Remover auf Wasserbasis, die statt  Chemie auf natürliche Inhaltsstoffe setzen. Sie sind vollkommen unbedenklich für Haut und Nägel. Allerdings kommen sie gegen hartnäckigen Glitzernagellack nicht an.

Tipp 8: Vorsicht bei splitternden oder dicken Nägel

Neben Rissen oder Absplitterungen können auch noch andere Probleme auftreten, wenn die Nägel sich verfärben, dicker werden oder Flecken zeigen. Weiße Flecken oder Streifen kommen meist dann vor, wenn die Nagelhaut leicht verletzt ist. Sie sind nicht besorgniserregend und wachsen mit dem Nagel heraus. Gelbe Flecken sind hingegen ein Hinweis auf Nagelpilz.

Dagegen kannst du spezielle farblose Nagellacke gegen Fingernagelpilz auftragen, den Nagel mit einer Creme oder einem Öl behandeln oder zu Tabletten greifen. Apfelessig, Zitrone, Backpulver und Teebaumöl sind bekannte Hausmittel gegen Nagelpilz. Allerdings dienen sie eher zur Unterstützung neben der Behandlung mit Antipilz-Nagellack oder Antipilz-Tabletten.

Wenn der Fingernagel neben den gelben Flecken zudem auch noch dicker wird, solltest du unbedingt zum Arzt gehen und die Symptome checken lassen. Ein blauer Nagel ist zwar nicht hübsch, aber meist auch nicht schlimm. Genauso wie deine Haut blaue Flecken bekommt, kannst du auch unter dem Nagel einen Bluterguss haben. Nur, wenn die Verfärbung eher bräunlich wirkt, sollte ein Arzt den Nagel checken.

An manchen Fingernägeln ist der weiße Halbmond nicht zu sehen. Das ist vollkommen unbedenklich, denn wie hell oder dunkel die Sichel ist, ist genetisch bedingt. Auffällig blasse, fast durchsichtige Nägel können allerdings auf mangelnde Durchblutung hindeuten. Das solltest du im Auge behalten.

Ansonsten kann mit unseren Tipps nichts mehr schiefgehen. Dank der richtigen Ernährung, Pflege und unseren Styling-Tricks werden deine Nägel fest, stark und lang wachsen.

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