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Bayerischer Bauernverband warnt

Bauern erwägen drastischere Aktionen in Bayern

  • Veröffentlicht: 12.01.2024
  • 13:48 Uhr
  • Stefan Kendzia
Der bayerische Bauernverband erwägt schärfere Proteste gegen die Steuerpläne der Bundesregierung.
Der bayerische Bauernverband erwägt schärfere Proteste gegen die Steuerpläne der Bundesregierung.© Guido Kirchner/dpa

Noch laufen die bundesweiten Bauernproteste - aber schon jetzt erwägt der Bayerische Bauernverband deutlich verschärfte Protestaktionen gegen die Steuerpläne der Bundesregierung, wie die "Augsburger Allgemeine" mitteilt.

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Anscheinend sind mit den derzeitigen Bauernprotesten noch längst nicht alle Mittel ausgeschöpft, gegen die Steuerpläne der Bundesregierung vorzugehen. Jetzt droht der Bayerische Bauernverband drastischere Aktionen als bisher an.

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Aktivitäten stoppen erst, wenn Maßnahmen zurückgenommen werden

Die Lage ist schon kritisch. Jetzt geht der Bayerische Bauernverband noch einen Schritt weiter und droht mit drastischeren Protesten gegen die Steuerpläne der Bundesregierung. "Wir haben bisher davon abgesehen, Infrastruktur zu blockieren, etwa die Lebensmittelversorgung. Aber wir lassen uns nicht einfach mehrere Monatseinkommen aus der Tasche ziehen", sagte Verbandspräsident Günther Felßner der "Augsburger Allgemeinen". Dabei wurde er ganz konkret: "Wir werden unsere Aktivitäten erst einstellen, wenn beide Maßnahmen zurückgenommen werden - die Kfz-Steuer und die Streichung der Agrardieselbeihilfe."

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Die aktuellen Proteste der Landwirte richten sich gegen die geplanten Subventionskürzungen, obwohl die Koalition bereits einen Teil ihrer Kürzungspläne zurückgenommen hat. Besonders der Agrardiesel hat es den Bauern angetan. Denn bisher bekämen die Bauern einen Teil der Mineralölsteuer zurück, weil sie mehr auf Feldern als auf Straßen unterwegs seien. "Für einen Vollerwerbsbetrieb bedeutet die Agrardieselvergütung ein bis zwei Monatseinkommen - bei meinem Hof 4.500 Euro jährlich", so Felßner. Nicht wenig Geld, wenn man bedenkt, dass ein Bauernhof in Bayern im vergangenen Jahr im Schnitt einen Gewinn von lediglich 80.000 bis 90.000 Euro erwirtschaftet hat. Denn aus dieser Kasse müssten oft zwei bis drei Personen bezahlt werden sowie Investitionen, Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.

  • Verwendete Quellen:
  • Augsburger Allgemeine: "Bayerischer Bauernverband erwägt drastischere Proteste"
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