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Russlands Präsident

Bei G20-Gipfel: Putin spricht von "Tragödie" in Ukraine - und gibt sich gesprächsbereit 

  • Aktualisiert: 23.11.2023
  • 09:53 Uhr
  • Anne Funk
Russlands Präsident Putin hat beim virtuellen G20-Gipfel eine Rede gehalten.
Russlands Präsident Putin hat beim virtuellen G20-Gipfel eine Rede gehalten.© via REUTERS

"Kriegerische Handlungen sind immer eine Tragödie", sagte Wladimir Putin in seiner G20-Rede. Nun müsse man überlegen, wie man diese beenden könne. Russland sei zu Gesprächen bereit.

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Bei einem virtuellen G20-Gipfel hat Russlands Präsident Wladimir Putin Vorwürfe aufgrund seines Angriffskrieges gegen die Ukraine zurückgewiesen. Über die fortdauernde Aggression seines Landes in der Ukraine hatten sich einige Teilnehmer in ihren Redebeiträgen erschüttert gezeigt, so Putin nach Angaben des Kremls am Mittwoch (22. November). "Ja natürlich, kriegerische Handlungen sind immer eine Tragödie", räumte der Staatschef ein. Man müsse darüber nachdenken, wie diese Tragödie beendet werden könne.

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Russland sei bereit für Friedensgespräche

Moskau inszeniert die Ukraine immer wieder als ein angeblich von "Neonazis" geführtes Land. Den Machtwechsel, der 2014 auf proeuropäische Proteste in Kiew folgte, stellt Russland als Auslöser für den Krieg dar.

"Russland hat Friedensgesprächen mit der Ukraine nie eine Absage erteilt", behauptete Putin nun. Dagegen verweigere sich die Ukraine Verhandlungen. Russland hält derzeit inklusive der bereits 2014 annektierten Schwarzmeer-Halbinsel Krim rund ein Fünftel des ukrainischen Staatsgebietes besetzt. Ein Rückzug der russischen Truppen ist für Kiew eine Bedingung für dauerhaften Frieden - was Moskau wiederum ablehnt.

Dann lenkte Putin in seiner Rede auf den Gaza-Konflikt über. So fragte er etwa, ob die Kollegen nicht erschüttert seien über die Ermordung der Zivilbevölkerung im Gazastreifen. Die Islamistenorganisation Hamas hatte am 7. Oktober Massaker in Israel verübt, woraufhin Israels Militär zahlreiche Luftangriffe auf den Gazastreifen flog und mit Bodentruppen in das abgeriegelte Küstengebiet einrückte.

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Zuletzt hatte Putin die Gipfeltreffen der Zwanzigergruppe wichtiger Industrie- und Schwellenländer gemieden. Beim vergangenen Treffen in Neu-Delhi im September vertrat ihn Außenminister Sergej Lawrow. Die indische G20-Präsidentschaft hat den zusätzlichen Videogipfel wegen des Konflikts im Gaza-Streifen einberufen. Auch Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) sollte zugeschaltet sein.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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