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Bei Seidenstraßen-Gipfel

Xi und Putin beschwören enge Zusammenarbeit und "tiefe Freundschaft"

  • Aktualisiert: 18.10.2023
  • 16:29 Uhr
  • Lena Glöckner
Putin und Xi begrüßen sich beim Seidenstraßen-Gipfel in Peking.
Putin und Xi begrüßen sich beim Seidenstraßen-Gipfel in Peking.© via REUTERS

Wladimir Putin und Xi Jinping haben bei einem Treffen das Vertrauen zwischen Russland und China gelobt. Der chinesische Machthaber sprach überdies von einer "guten Arbeitsbeziehung und einer tiefen Freundschaft" zum Kremlchef.

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Chinas Staatschef Xi Jinping und der russische Präsident Wladimir Putin haben am Rande des Seidenstraßen-Gipfels in Peking die enge Zusammenarbeit beider Länder bekräftigt. Die strategische Abstimmung sei weiterhin eng und effektiv, und das bilaterale Handelsvolumen habe einen historischen Höchststand erreicht, sagte Xi bei einem Treffen mit Putin am Mittwoch (18. Oktober). Xi habe das sich "kontinuierlich vertiefende" gegenseitige Vertrauen zwischen China und Russland gelobt, so die chinesische Nachrichtenagentur Xinhua.

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Der chinesische Machthaber habe überdies zu gemeinsamen Bemühungen der beiden Länder aufgerufen, "internationale Fairness" und "Gerechtigkeit" zu wahren. Xi erwähnte auch die "wirksame strategische Koordination" zwischen Russland und China. Er habe sich mit Putin in den vergangenen zehn Jahren 42 Mal getroffen und habe eine "gute Arbeitsbeziehung und eine tiefe Freundschaft" mit dem Kremlchef entwickelt.

Putin erklärte, eine enge außenpolitische Koordinierung mit China sei in einer schwierigen Welt von entscheidender Bedeutung. Russland hat im Zuge des Kriegs gegen die Ukraine und der westlichen Sanktionen eine engere Anbindung an China gesucht. Kurz vor Kriegsbeginn hatten sich beide Seiten zu einer "grenzenlosen Partnerschaft" bekannt.

Viel Kritik für Chinas "Neue Seidenstraße"-Projekt

An der Konferenz zum zehnjährigen Bestehen von Chinas Handelsprojekt der "Neuen Seidenstraße" nehmen neben Putin zahlreiche weitere Staats- und Regierungschefs teil. Chinas Präsident Xi hatte 2013 angekündigt, die Infrastruktur und die wirtschaftlichen Beziehungen zu Europa entlang der alten Seidenstraße auszubauen. Wenig später wurde das Projekt um eine maritime Seidenstraße erweitert.

Kritiker werfen der Volksrepublik vor, mit dem auf Englisch als "Belt and Road Initiative" (BRI) bekannten Projekt ihren Einfluss auszuweiten. In den vergangenen Jahren bekamen immer mehr Schwellen- und Entwicklungsländer Probleme, die von China für den Bau von Infrastruktur aufgenommen Kredite planmäßig zu bedienen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters
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