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240 Menschen arbeitslos

Galeria Karstadt Kaufhof: Uneinigkeiten bei Miete Grund für Filialaschließung in Bremen

  • Veröffentlicht: 14.03.2023
  • 17:30 Uhr
  • Clarissa Yigit
Die Bremer Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filiale in der Innenstadt soll zum 31. Januar 2024 schließen.
Die Bremer Galeria-Karstadt-Kaufhof-Filiale in der Innenstadt soll zum 31. Januar 2024 schließen.© Foto: Sina Schuldt/dpa

Etliche Mitarbeiter:innen des angeschlagenen Warenhauskonzerns Galeria Karstadt Kaufhof verlieren nun offiziell ihren Job. Auch die Bremer Filiale soll schließen. Sie war ursprünglich von der Schließungswelle ausgenommen. Begründung: Uneinigkeiten in Miete und Finanzierung anstehender Investitionen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Am Montag (13. März) wurde offiziell verkündet, dass 52 Filialen der Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof schließen müssen.

  • Die Filiale in Bremen war bisher von der Schließung ausgenommen.

  • Ein Mietstreit und die Finanzierung anstehender Investitionen haben das Blatt für die Beschäftigten gewendet.

Deutschlandweit müssen 52 Filialen von 129 der angeschlagenen Kaufhauskette Galeria Karstadt Kaufhof schließen. Dies teilte das Unternehmen am Montag (13. Januar) mit. Manche müssen zum 30. Juni; andere zum 31. Januar 2024 ihre Pforten für immer verriegeln. Im Dezember wurden noch mit 90 Filialschließungen kalkuliert. Die Filiale in Bremen sollte eigentlich verschont bleiben – gab nun allerdings auch das Aus bekannt.

Im Video: "Verdammt bittere Nachricht": Arbeitsminister Heil zu Galeria-Schließungen

Rund 240 Beschäftigte bald arbeitslos

Wie die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi Niedersachsen-Bremen bekannt gab, könnten rund 240 Beschäftigte in Bremen ihre Stellen verlieren, schreibt "T-online".

Bereits am Montag verdichteten sich die Hinweise auf eine Schließung, nachdem unter anderem "buten und binnen" von Radio Bremen darüber berichtet hatte. Auch das Bremer Wirtschaftsressort bestätigte laut "T-online" in einer Mitteilung, dass die Bremer Filiale auf die Schließungsliste gekommen sei.

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Weshalb die Schließung?

Hintergrund seien Uneinigkeiten der Beteiligten über die Mietzahlung und die Finanzierung anstehender Investitionen. Um die Schließung noch zu verhindern, beabsichtigen der Bremer Senat sowie die Handelskammer im Mietstreit zwischen den beiden Parteien zu vermitteln, schreibt "Bild". Vermieter der Räumlichkeiten sei der Bremer Bau- und Immobilienunternehmer Kurt Zech (Firma Zech Group), ergänzt "T-online" unter Berufung auf mehrere übereinstimmende Medienberichte. Eigentümer von Galeria Karstadt Kaufhof ist der österreichische Unternehmer René Benko.

Ich bedaure sehr, dass es bislang keine Einigung zwischen den Eigentümern des Warenhauskonzerns und der Immobilie gegeben hat

Bürgermeister von Bremen Andreas Bovenschulte (SPD)

Auch Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) bedauert diese Entscheidung: "Ich bedaure sehr, dass es bislang keine Einigung zwischen den Eigentümern des Warenhauskonzerns und der Immobilie gegeben hat." So müsse verhindert werden, dass der Standort geschlossen werde. Daher stehe der Senat, die Regierung, zur Unterstützung bereit.

Hintergrund der Schließungen

Erst Ende Oktober hatte der Warenhauskonzern Galeria Karstadt Kaufhof zum zweiten Mal in einem Schutzschirm-Insolvenzverfahren Rettung gesucht – und dies in weniger als drei Jahren. Grund seien damals die drastisch gestiegenen Energiepreise und die Konsumflaute in Deutschland gewesen, wie Konzernchef Miguel Müllenbach in einem Mitarbeiterbrief erklärte. Auch ließ er keinen Zweifel daran, dass die geplante erneute Sanierung mit massiven Einschnitten in das Filialnetz als auch drastischen Stellenreduzierungen verbunden sein würde.

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