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Kampf gegen Islamisten

Deutschlandweite Groß-Razzia: IS-Unterstützer festgenommen

  • Aktualisiert: 31.05.2023
  • 10:26 Uhr
  • Stefan Kendzia

Fahnder des BKA schlagen zu - in insgesamt zwölf Bundesländern kommt es gleichzeitig zu einer Groß-Razzia. Durchsucht werden laut "Bild" Gebäude und Wohnungen - in Berlin gab es Einsätze allein an vier unterschiedlichen Orten. Grund für soll ein organisiertes Spendennetzwerk für die Dschi­ha­­dis­ten-Mi­­liz Is­la­mi­scher Staat (IS) sein.

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Auch wenn Themen wie der Ukraine-Krieg den islamistischen Terrorismus aktuell etwas in den Hintergrund drängen - das BKA arbeitet permanent gegen terroristische Aktivitäten in Deutschland. Monatelange Ermittlungen haben nun zu einer Groß-Razzia mit mehr als 1.000 Kräften des Bundeskriminalamtes, der Landeskriminalämter der betroffenen Länder sowie der Polizei geführt, die eine mutmaßliche Finanzierung und Unterstützung terroristischer Aktivitäten - und damit assoziierte Personen - aufdecken möchte.

Festnahmen mutmaßlicher Unterstützer der Terrororganisation Islamischer Staat

"Aktuell laufen in Nordrhein-Westfalen viele Durchsuchungen wegen des Verdachts der Unterstützung einer terroristischen Vereinigung, nähere Einzelheiten können wir aktuell noch nicht mitteilen. Später wird es aber vom zuständigen Generalbundesanwalt weitere Details geben", so eine Sprecherin der für Terror-Verfahren in NRW zuständigen Generalstaatsanwaltschaft in Düsseldorf.

Inzwischen seien laut Deutscher Presse-Agentur (dpa) sieben mutmaßliche Unterstützer der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) festgenommen worden sein. Insgesamt habe es Durchsuchungen in Berlin, Bayern, Bremen, Baden-Württemberg, Hamburg, Hessen, Rheinland-Pfalz, Thüringen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen gegeben, wie die Behörde mitteilte.

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Nach Informationen der dpa sollen Spendensammlungen zugunsten von mutmaßlichen Anhängerinnen der Terrormiliz IS zur deutschlandweiten Razzia geführt haben. Die Zahlungen dienten den Angaben zufolge dazu, den IS zu stärken. "Die Gelder wurden insbesondere zur Verbesserung der Versorgungslage von in den nordsyrischen Lagern Al-Hol und Roj inhaftierten Angehörigen der Vereinigung genutzt", erläuterte die Bundesanwaltschaft. "Teilweise wurde den Inhaftierten mit den Geldern die Flucht oder Schleusung aus den Lagern ermöglicht." Über diese Spendenaktionen sollen IS-Frauen, Kinder und Jugendliche aus dem Lager geschmuggelt worden sein - Dutzende sollen dabei nach Deutschland zurückgekehrt sein. Etliche wurden nach ihrer Ankunft inhaftiert und vor Gericht gestellt.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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