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Inflation frisst Gehaltserhöhungen

Lohnabsturz in Deutschland: Diese Branchen sind am härtesten betroffen

  • Aktualisiert: 02.05.2023
  • 07:56 Uhr
  • Nadya Sevik

Herber Verlust durch die Inflation in Deutschland: Arbeitnehmer:innen können sich immer weniger leisten. Grund dafür sind die steigenden Kosten, insbesondere für Lebensmittel und Energie.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Durch die Inflation in Deutschland können sich Arbeitnehmer:innen weniger leisten.

  • Die Verbraucherpreise sind im Jahr 2022 um 6,9 Prozent gestiegen.

  • Besonders davon betroffen sind Menschen mit geringem Einkommen. 

Die Inflation frisst Arbeitnehmer:innen die Gehälter weg. Die Bruttoeinkommen sind laut Statistik im Jahr 2022 so stark wie nie zuvor gesunken, berichtet die "Bild".

So sind die Löhne im Schnitt um 4,0 Prozent geschrumpft, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag (27. April) meldet. Überraschend ist, dass die Arbeitnehmer in den Corona-Jahren 2020 (- 1,1 Prozent) und 2021 (- 0,1 Prozent) viel geringere Einbußen hinnehmen mussten.

Verbraucherpreise um 6,9 Prozent gestiegen

Selbst die Gehaltserhöhungen helfen den Beschäftigten nicht, da die Verbraucherpreise im Jahr 2022 um 6,9 Prozent gestiegen sind. Es wurden in einigen Gewerkschaften zwar gute Lohnabschlüsse durchgesetzt, jedoch für die Angestellten nicht genug, da sie sich durch die Inflation weniger leisten können.

Sebastian Dullien, wissenschaftlicher Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) warnt laut "Bild": "Besonders betroffen sind Menschen mit geringem Einkommen." Diese Haushalte geben einen höheren Anteil ihres Einkommens für Lebensmittel und Energie ausgeben.

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Diese Branchen sind betroffen

Den schlimmsten Lohnabsturz erlebten Beschäftigte in der Textilindustrie (- 5,7 Prozent). Auch in der Metall- und Elektroindustrie (- 5,3 Prozent), der Druckindustrie (- 5 Prozent) sowie im Metallhandwerk (- 4,8 Prozent) schrumpften die Reallöhne massiv.

Ein wenig besser sieht es dafür in der Chemie-Industrie (- 2,7 Prozent), Eisen- und Stahlindustrie (- 3,4 Prozent), im Bauhauptgewerbe (- 3,6 Prozent) sowie im Einzelhandel (- 4 Prozent) aus.

Laut Sebastian Dullien gibt es Hoffnung: "2023 dürften die Reallohnverluste auslaufen, weil die Lohnabschlüsse jetzt höher ausfallen. Außerdem wird die Inflation zurückgehen."

  • Verwendete Quellen:
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