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Aktionen im Einzelhandel

Arbeitskampf kurz vor Weihnachten: Diese Geschäfte sind von Verdis Warnstreiks betroffen

  • Aktualisiert: 20.12.2023
  • 21:08 Uhr
  • Clarissa Yigit

Die Gewerkschaft Verdi kämpft schon seit Monaten für seine Mitglieder im Handel um eine Lohnerhöhung. Nun stehen Streiks im Weihnachtsgeschäft auf dem Programm.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Gerade in der Vorweihnachtszeit boomt das Geschäft im Handel.

  • Allerdings lebt dieser nicht nur von seinen Kund:innen, sondern auch von den Beschäftigten.

  • Umso bitterer könnte es für die Arbeitgeber:innen werden, wenn kurz vor Weihnachten die Arbeit niedergelegt wird.

Um in den Einzelhandelsgeschäften für eine bezaubernde Weihnachtsstimmung zu sorgen, sind in der Regel die Mitarbeiter:innen vonnöten. Aber der erhebliche Stress kurz vor Weihnachten – wenn viele nochmals auf den letzten Drücker Geschenke besorgen müssen – zehrt auch an der Belegschaft.

Die Gewerkschaft Verdi fordert bereits seit Monaten im Tarifkonflikt für seine Mitglieder in allen Regionen mindestens 2,50 Euro mehr pro Stunde und eine Laufzeit von einem Jahr, schreibt die Deutsche Presse-Agentur (dpa).

Um dem Ganzen jetzt Nachdruck zu verleihen, soll noch vor Weihnachten unter dem Hashtag "#Ohneunskeingeschäft" bundesweit mit verschiedenen Aktionen der Handel bestreikt werden.

Insbesondere bei den großen Supermarkt- und Discounterketten wie H&M, Ikea und Thalia kann es zu einem Ausstand der Arbeitnehmer:innen kommen

:newstime
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Hier kommt es zu Arbeitsniederlegungen

Bereits am vergangenen Freitag (15. Dezember) rief der Verdi-Bundesvorstand die Beschäftigten im Handel zu Streikaktionen zwischen Donnerstag (21. Dezember) und Samstag (23. Dezember) auf.

Aufgrund dieses Aufrufs planen die Landesverbände nun sehr unterschiedlich.

  • Berlin: von Mittwoch (20. Dezember) bis Samstag (23. Dezember)
  • Brandenburg: von Mittwoch (20. Dezember) bis Samstag (23. Dezember)
  • Schleswig-Holstein: von Mittwoch (20. Dezember) bis Donnerstag (21. Dezember)
  • Mecklenburg-Vorpommern: von Mittwoch (20. Dezember) bis Donnerstag (21. Dezember)
  • Niedersachsen: Samstag (23. Dezember)
  • Bremen: Samstag (23. Dezember)

Noch keine Auskunft erteilt habe die Gewerkschaft, wie es in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern nach Donnerstag (21. Dezember) weitergehen soll.

In den Städten Chemnitz, Zwickau und Leipzig werde zudem die komplette Woche gestreikt – also von Montag (18. Dezember) bis Samstag (23. Dezember).

Bereits im Vorfeld gab es in den vergangenen Monaten zahlreiche Warnstreiks, die in der Regel nicht zu Filialschließungen geführt hätten, schreibt die dpa. Wie sich allerdings die Arbeitsniederlegungen kurz vor Weihnachten auswirken werden, sei zunächst noch nicht absehbar.

Wer Streiks unmittelbar vor Heiligabend verhindern will, muss an den Verhandlungstisch zurückkehren.

Frank Werneke, Verdi-Vorsitzender

"Wer Streiks unmittelbar vor Heiligabend verhindern will, muss an den Verhandlungstisch zurückkehren“, wird der Verdi-Vorsitzender Frank Werneke auf der Internetpräsenz der Gewerkschaft zitiert.

Mehrere Einzelaktionen geplant

Hessen

Verdi Hessen plane zudem am Freitag (22. Dezember) einen Aktionstag. Hierbei werden vor allem Streikende der Handelsunternehmen Rewe, Ikea und Kaufland erwartet, die vor dem Gebäude der "Frankfurter Rundschau" eine Versammlung planen und um einen eigenen Tarifvertrag kämpfen.

Nordrhein-Westfalen

Auch Verdi in Nordrhein-Westfalen kündigt Aktionen an. So solle etwa in Bielefeld am Donnerstag (21. Dezember) ein streikender Weihnachts-Grinch mit den Protestierenden durch die Innenstadt ziehen.

Beschäftigte von H&M wollen in Dortmund vor ihrer Filiale Postkarten verteilen. Ebenso soll es zu Demonstrationen von Amazon-Beschäftigten an den Standorten Werne und Dortmund kommen.

Zudem seien in Bergisch-Gladbach und Köln weitere Aktionen geplant

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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