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Präsidentschaftswahl in der Türkei

Erdogan sagt nach Erkrankung persönlichen Wahlkampf ab

  • Veröffentlicht: 28.04.2023
  • 10:31 Uhr
  • Stefan Kendzia
AKW Einweihung nur per Videoschalte - aber zusammen mit dem russischen Präsidenten Putin.
AKW Einweihung nur per Videoschalte - aber zusammen mit dem russischen Präsidenten Putin. -/Turkish Presidency/AP/dpa

Der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan steht wohl vor der Wahl seines Lebens und wird nun von einer bisher nicht bekannten Erkrankung an Wahlkampfauftritten gehindert. Nur bei bisher zwei Videoschalten war er persönlich zu sehen.

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Sowohl bei einer Brückeneinweihung als auch bei der Anlieferung von Brennstäben für das erste AKW der Türkei ließ sich Erdogan nur per Video-Schaltung blicken. Dafür gemeinsam mit dem Kreml-Diktator Putin, laut "Süddeutsche Zeitung". Gerade bei Einweihungen wirbt der türkische Präsident für seine Wiederwahl. Ob eine Video-Präsenz ausreicht, wird sich zeigen.

Im Video: Erdogan - kostet ihm die Gesundheit die Wahl?

Erdogan wirkt schwach und blass

Selten hat man Erdogan derart schwach und kränkelnd erlebt. Vor wenigen Tagen musste er ein Fernsehinterview wegen angeblicher Magenprobleme unterbrechen - danach folgte eine Wahlkampfpause. Bei einer Videoschalte, zu der auch Wladimir Putin anwesend war, wirkte er blass und soll angeblich unter einer Magen-Darm-Entzündung leiden, wie die Deutsche Nachrichten-Agentur (dpa) mitteilt. Allerdings sei er schon auf dem Weg der Besserung.

Die Erkrankung - um welche es sich auch handeln mag - kommt für Erdogan sicher zur Unzeit. Bisher absolvierte der Langzeitpräsident in der Regel drei Wahlkampfauftritte pro Tag - vor Publikum. Das wäre gerade jetzt sicher nicht von Nachteil - denn aktuell soll es laut Umfragen ein Kopf-an-Kopf Rennen zwischen Erdogan und seinem stärksten Herausforderer, dem Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu, geben.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
  • Süddeutsche: "Erdogan verzichtet nach Erkrankung auf Wahlkampfauftritt"
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