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Sonntagsumfrage

Erster Dämpfer für rechte AfD seit Monaten

  • Veröffentlicht: 06.08.2023
  • 08:52 Uhr
  • Joachim Vonderthann

Der Höhenflug der AfD hielt über Monate an. Doch jetzt muss die rechte Partei den ersten Umfrage-Rückgang seit März hinnehmen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Die AfD muss in der aktuellen Insa-Umfrage den ersten Rückgang seit März hinnehmen.

  • 21 Prozent für die rechte Partei bedeuten einen Prozentpunkt weniger als in der Vorwoche.

  • Die Union kann leicht zulegen und bleibt mit jetzt 27 Prozent weiterhin stärkste Kraft.

Der Höhenflug der AfD scheint vorerst gestoppt: Erstmals seit vier Monaten hat die rechte Partei in einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts Insa an Zuspruch verloren. Die Partei kommt im "Sonntagstrend" des Instituts im Auftrag der "Bild am Sonntag" auf 21 Prozent - einen Punkt weniger als in der Vorwoche. Für die AfD, die vom Verfassungsschutz als rechtsextremistischer Verdachtsfall eingestuft wird, ist das der erste Rückgang in der wöchentlichen Umfrage seit dem 25. März. 

AfD verliert erstmals seit März in Umfrage

Die Union aus CDU und CSU gewinnt hingegen einen Punkt hinzu und liegt bei 27 Prozent. Die SPD steigert sich ebenfalls um einen Punkt auf 19 Prozent. Die Grünen bleiben bei 14 Prozent, die FDP bei 7 Prozent und die Linke bei 5 Prozent.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. So erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Das Institut Insa gibt für seine jüngste Umfrage eine statistische Fehlertoleranz von 2,9 Prozentpunkten an. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen für den Wahlausgang.

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AfD-Entwurf sieht Auflösung der EU vor

Auf ihrer Europawahlversammlung will die AfD am Sonntag (6. August) über ihr Wahlprogramm für die Europawahl 2024 abstimmen. Tags zuvor war die Kandidatenkür abgeschlossen worden. Zur Debatte steht ein Entwurf, der die "geordnete Auflösung der EU" sowie ein Ende des Euro fordert. Einige Delegierte bei der Europawahlversammlung plädierten auch für einen deutschen Austritt aus der Europäischen Union, den sogenannten Dexit. Gesucht wird ein Kompromiss, wie Parteichef Tino Chrupalla der dpa sagte.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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