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Einkommenslage werde berücksichtigt

Habeck rudert bei Lanz zurück: "Maximale Flexibilität" bei Heizungstausch

  • Aktualisiert: 30.03.2023
  • 11:39 Uhr
  • Lena Glöckner
Habeck erklärt bei Lanz die Heizungspläne der Koalition.
Habeck erklärt bei Lanz die Heizungspläne der Koalition.© Bernd von Jutrczenka/dpa

Nach mehreren Tagen Beratung konnte sich die Ampel am Dienstag auf ein "Modernisierungspaket" einigen. Habeck erklärte bei Lanz die darin enthaltenen Pläne zum Heizungstausch.

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Das von der Ampel-Koalition am Dienstag (28. März) beschlossene "Modernisierungspaket für Klimaschutz und Planungsbeschleunigung" sollte unter anderem Streitfragen um die Umrüstung von Heizungen klären. Bei "Markus Lanz" ruderte Wirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) von seinem ursprünglichen Plan zurück - und versicherte, dass niemand zum Einbau von Wärmepumpen gezwungen werde. Insbesondere dann nicht, wenn die individuellen Finanzen dies nicht erlauben.

"Wir schauen da ganz klar auf die Einkommenslage", so Habeck. "Weil die Anschaffung einer Wärmepumpe teurer ist, werden wir weitere Befreiungen vornehmen. Wenn Menschen die Investition nicht stemmen können, werden wir sie von der Frist eines Austauschs nach 30 Jahren befreien." Obendrein versprach Habeck beim Einbau klimafreundlicher Heizungen "maximale Flexibilität".

Habeck: Maßnahmenpaket "sehr wuchtig"

Bereits im vergangenen Jahr hatte sich die Koalition darauf geeinigt, dass ab 2024 jede neu eingebaute Heizung zu 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden soll. Ein Gesetzesentwurf des Wirtschafts- und Bauministeriums zur Reformierung des Gebäudeenergiegesetzes, der Ende Februar bekannt wurde, hatte in den vergangenen Wochen für heftige Diskussionen gesorgt.

Das Maßnahmenpaket für die Bahn und den Schwerlastverkehr nannte Habeck in der ZDF-Sendung "sehr wuchtig". Er räumte ein, dass die Planungsbeschleunigung für Autobahnprojekte seiner Partei nicht leicht gefallen, aber Teil der Kompromissfindung gewesen sei. "Das war kein Wunsch der Grünen", sagte Habeck. Wichtig sei aber, dass Probleme gelöst worden seien.

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