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Neuer Betrugsverdacht

Muss Donald Trump Steuern in Höhe von 100 Millionen US-Dollar nachzahlen?

  • Aktualisiert: 14.05.2024
  • 16:48 Uhr
  • Kira Born
Könnte dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump eine weitere Strafzahlung in Millionenhöhe drohen?
Könnte dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump eine weitere Strafzahlung in Millionenhöhe drohen?© Yuki Iwamura/AP/dpa

Donald Trump soll versucht haben, ein verlustreiches Bauprojekt gleich doppelt steuerlich geltend zu machen. Das könnte sehr teuer für ihn werden. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Nach Berichten von US-Medien soll Trump ein Bauprojekt zweimal in verschiedenen Steuererklärungen geltend gemacht haben.

  • Die US-Bundessteuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) untersuche den Sachverhalt.

  • Im Ernstfall könnte dem Kandidaten der Republikaner eine Steuernachzahlung von 100 Millionen US-Dollar blühen.

Durch ein "dubioses Buchhaltungsmanöver" könnten dem Ex-Präsidenten Donald Trump eine Steuernachzahlung von 100 Millionen US-Dollar drohen (93 Millionen Euro), wie die "New York Times" berichtet. Jüngst hatte Trump im Prozess um die mutmaßliche Vergewaltigung der Journalistin E. Jean Carroll eine Summe von 90 Millionen US-Dollar hinterlegen müssen. Die drohende Nachzahlung wäre die nächste Millionen schwere Rechnung für den 77-Jährigen.

Die US-Zeitung hat in Zusammenarbeit mit dem Investigativ-Portal "ProPublica" recherchiert, dass der New Yorker Unternehmer Verluste bei einem Chicagoer Bauprojekt doppelt steuerlich geltend gemacht haben soll. So habe er versucht, bei dem verlustreichen Projekt Steuern zu sparen. Dies soll aus einer Untersuchung der US-Bundessteuerbehörde Internal Revenue Service (IRS) hervorgehen.

Im Video: New Yorker Richter droht Trump mit Gefängnis

100 Millionen Dollar Steuernachzahlungen für Trump?

Bei der Immobilie handelt es sich um einen 92-geschossigen Glas-Wolkenkratzer am Chicago River, laut "New York Times" das höchste und bisher auch letzte größere Bauprojekt Trumps. Dort sollten unter anderem Eigentumswohnungen entstehen. Durch eine Kombination aus Kostenüberschreitungen und der schweren Rezession 2009 in Folge der Finanzkrise habe der New Yorker Immobilienunternehmer Trump hohe Verluste eingefahren.

Mutmaßlich habe der 77-Jährige bei seinem in finanzielle Schwierigkeiten geratenen Bauprojekt in Chicago versucht, die Verluste doppelt in seiner Steuererklärung 2008 und wieder im Jahr 2010 geltend zu machen, wie die Zeitung unter Berufung auf Berichte der IRS angab. 

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Da die erwarteten Verkäufe der Immobilien innerhalb des Wolkenkratzers deutlich hinter den Erwartungen zurückblieben, gab Trump 2008 Verluste von 651 Millionen Dollar an. 2010 versuchten der ehemalige US-Präsident und seine Steuerberater:innen erneut steuerliche Vorteile aus dem Bauprojekt zu ziehen. Mutmaßlich habe er das Unternehmen, in dessen Eigentum sich der Turm befand, in eine seiner andren Firmen überführt. Die Verschiebung sollte als Rechtfertigung für die erneute Abschreibung von Verlusten dienen. Dies zog die Ermittlung der US-Bundessteuerbehörde nach sich, wie es im Bericht der "New York Times" hieß.

Doch könnte das Datum, an dem die Zahlung fällig wird, noch in weiterer Zukunft liegen. Nach US-Medienberichten können sich solche Prüfungen über Jahre erstrecken.

Trumps Sohn gibt sich in Steuerangelegenheit optimistisch 

Trumps Sohn Eric, Vizepräsident der "Trump Organization", sagte der New Yorker Zeitung in einer Stellungnahme, dass die Angelegenheit vor Jahren abgeschlossen worden sei: "Diese Angelegenheit wurde vor Jahren geklärt, nur um wieder zum Leben zu erwecken, als mein Vater für das Amt kandidierte." Auch zeigt sich der Sohn des 77-Jährigen positiv, dass es nicht zu weiteren Untersuchung kommen werde: "Wir sind zuversichtlich in unserer Haltung", sagte Trump Jr.

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US-Bundessteuerbehörde kann sich nicht zu Trump-Prüfung äußern

Ein Sprecher der Bundessteuerbehörde IRS gab an, dass es der Behörde gesetzlich untersagt sei, sich zu Angelegenheiten privater Steuerzahler:innen zu äußern. Die erste offizielle Erwähnung des Prüfstreits fand in einem Bericht des gemeinsamen Steuerausschusses des Kongresses im Dezember 2022  statt. Da die Untersuchungen auch im Fall von Donald Trump eine Privatperson betreffen, ist nicht genau festzulegen, wann die Behörde begann zu ermitteln oder wie weit das Verfahren fortgeschritten ist.

Eine Prüfung dieser Kategorie könnte demnach noch Jahre dauern. An die Öffentlichkeit könnte der Prüfungsstreit nur kommen, wenn Trump Berufung einlegt und den Fall vor einem Gericht anfechten würde, so die "New York Times".

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  • Verwendete Quellen:
  • "Tagesschau": "Trump droht Steuernachzahlung in Millionenhöhe"
  • Nachrichtenagentur dpa
  • "t-online": "Trump muss offenbar 100 Millionen Dollar Steuern nachzahlen"
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