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Fußball

Nach Kuss-Eklat: Spaniens Fußball-Verbandschef Rubiales tritt zurück

  • Veröffentlicht: 11.09.2023
  • 08:15 Uhr
  • Nelly Grassinger

Der aufgezwungene Kuss von Luis Rubiales an Jennifer Hermoso bei Spaniens WM-Sieg hat weltweit für einen Eklat gesorgt. Jetzt zieht der in Ungnade gefallene spanische Fußball-Verbandschef die Konsequenzen: Rubiales tritt zurück.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Luis Rubiales hat nach dem Kuss-Skandal bei der WM seinen Rücktritt angekündigt.

  • Jennifer Hermoso hatte den spanischen Fußball-Boss zuvor angezeig.

  • Bei einer Verurteilung droht dem Ex-Profi eine Haftstrafe.

Nachdem er zunächst von der FIFA suspendiert wurde, zieht Luis Rubiales die Reißleine. Drei Wochen nach dem Kuss-Skandal kündigte Spaniens Fußball-Verbandspräsident seinen Rücktritt an.

Gegenüber dem Moderator Piers Morgan, der den Clip bei X (vormals Twitter) am Sonntagabend (10. September) teilte, sagte Rubiales, er könne seine Arbeit nicht fortsetzen. Auf die Frage, ob er zurücktreten werde, sagte der 46-Jährige: "Ja, das werde ich machen". Die ganze Folge der Talkshow "Piers Morgan Uncensored" ist noch nicht ausgestrahlt worden.

Der spanische Fußball-Verband hat den Rücktritt am Montagmorgen (11. September) bestätigt. Der Fußballboss hatte bei der Siegerehrung nach dem von Spanien gewonnenen WM-Finale in Sydney die Spielerin Jennifer Hermoso auf den Mund geküsst. Der Kuss sei in beiderseitigem Einvernehmen erfolgt, beteuerte Rubiales.

Luis Rubiales küsst Jennifer Hermoso bei der Siegerehrung der Fußball-WM der Frauen.
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Hermoso zeigt Rubiales an - Verband entschuldigt sich

Der Kuss-Skandal könnte für Luis Rubiales juristische Konsequenzen haben. Jennifer Hermoso erstattete Anzeige gegen den suspendierten Verbandschef.

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Hermoso dementierte das wiederholt und erklärte, sie habe sich "als Opfer einer impulsiven, sexistischen und unangebrachten Handlung gefühlt" der sie nicht zugestimmt habe. Die 33-Jährige erstattete Anzeige gegen Rubiales. Diese ermöglichte wiederum den Strafantrag der Staatsanwaltschaft wegen sexueller Belästigung und Nötigung.

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Rubiales droht nun Haftstrafe

Forderungen nach einem Rücktritt hatte der ehemalige Profispieler zunächst mit Vorwürfen von "falschem Feminismus" zurückgewiesen. Der Weltverband FIFA suspendierte Rubiales zunächst für 90 Tage.

Nun muss ein Untersuchungsrichter an der "Audiencia Nacional" in Madrid entscheiden, ob dem Strafantrag stattgegeben wird und Ermittlungen eingeleitet werden, die zu einem Prozess führen können. Nach Schätzungen von Experten könnte der frühere Profi Rubiales zu einer Haftstrafe zwischen einem und vier Jahren verurteilt werden, wenn er tatsächlich auf die Anklagebank kommen und im Prozess schuldig gesprochen werden sollte.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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