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Sanktionen gegen Söldnertruppe

Putin-Vertrauter: USA stufen Prigoschins Wagner-Gruppe als kriminell ein

  • Veröffentlicht: 27.01.2023
  • 08:03 Uhr
  • Anne Funk
Das Hauptquartier der Söldner-Gruppe Wagner in St. Petersburg.
Das Hauptquartier der Söldner-Gruppe Wagner in St. Petersburg.© REUTERS/Igor Russak/File Photo

Die Wagner-Gruppe kämpft in der Ukraine für Russland und untersteht einem engen Vertrauten Putins: Jewgeni Prigoschin. Nun haben die USA die Söldnertruppe zu einer kriminellen Organisation erklärt.

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Sie kämpft für Russland gegen die Ukraine, angeführt von Wladimir Putins engem Vertrauten Jewgeni Prigoschin: die Söldnergruppe Wagner. Nun hat die USA die russische Privatarmee zur transnationalen kriminellen Organisation erklärt und Sanktionen gegen die Gruppe und ihr Netzwerk verhängt. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa) und bezieht sich dabei auf eine Mitteilung des Außen - und das Finanzministerium der USA vom Donnerstag (26. Januar).

Im Video: Wagner-Chef Prigoschin - Stalingrad war "Urlaub" im Vergleich mit Soledar

Der Schritt wurde bereits in der vergangenen Woche angekündigt. Die Einstufung ermöglicht es den USA und auch anderen Ländern, die internationalen Geschäfte der Wagner-Gruppe sowie ihres internationalen Unterstützernetzwerks einzuschränken.

Sanktionen gegen Putin-Unterstützer

Obendrein verhängte die US-Regierung Strafmaßnahmen gegen die Söldnergruppe, ihre Tochterfirmen und gegen verschiedene Unternehmen und Personen, die mit ihr zusammenarbeiten. Auch weitere russische Stellen und Unterstützer von Präsident Putin wurden erneut mit Sanktionen belegt. Mit den Maßnahmen wolle man weiter Druck auf Russlands Verteidigungssektor ausüben und die Fähigkeiten des Kremls im Krieg gegen die Ukraine schwächen.

Die Söldnergruppe Wagner, die Putins engem Vertrauten Jewgeni Prigoschin untersteht, ist eine Privatarmee mit derzeit etwa 50.000 Kämpfern, die in der Ukraine im Einsatz seien, so ein Bericht des Nationalen Sicherheitsrats der USA. Die Truppe bestehe aus etwa 10.000 Söldnern und 40.000 Strafgefangenen, die von Prigoschin in russischen Gefängnissen angeworben worden seien. In den USA ist Prigoschin vom FBI wegen Einmischung in die US-Präsidentenwahl zur Fahndung ausgeschrieben.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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