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Bei Fahndung festgestellt

RAF-Terroristin Klette versteckte 140.000 Euro in Schrankwand

  • Veröffentlicht: 22.03.2024
  • 14:14 Uhr
  • Christina Strobl
Ende des Versteckspiels: Nach 30 Jahren Untergrund wurde die RAF-Terroristin Daniela Klette Ende Februar gefasst.
Ende des Versteckspiels: Nach 30 Jahren Untergrund wurde die RAF-Terroristin Daniela Klette Ende Februar gefasst.© Uli Deck/dpa

Die frühere Links-Terroristin Daniela Klette hatte offenbar mehr Geld gehortet als bislang angenommen. Auch zu ihren weiter untergetauchten Komplizen gibt es neue Erkenntnisse. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bei der Wohnungsdurchsuchung der ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette stellte die Polizei Bargeld im Wert von 140.000 Euro sicher.

  • Durch die Auswertung von Klettes Mobiltelefon wurde auch klar, dass die Ermittler:innen ihren noch flüchtigen Komplizen dicht auf den Fersen waren.

  • Hinweise zu einem Berliner Capoeira-Festival ergaben laut "Welt am Sonntag", dass Klette und Burkhard Garweg in der Szene als "Claudia Schmidt" und "Ulli aus Zittau" bekannt waren. 

Jahrzehnte lang war die frühere RAF-Terroristin Daniela Klette untergetaucht. Nach ihrer Festnahme gibt es  jetzt weitere Erkenntnisse, auch zu ihren Komplizen.

Raubgut im Wert von 140.000 Euro entdeckt

Bei der Wohnungsdurchsuchung von Klette fand die Polizei weit mehr mutmaßliches Raubgut, als bislang bekannt war. Etwa 140.000 Euro sollen die Ermittler:innen bei Klette entdeckt haben. Das berichtet die "Welt" am Freitag (22. März) und beruft sich dabei auf Sicherheitskreise. Das Geld soll in einer doppelten Schrankwand versteckt gewesen sein und bestand aus 40.000 Euro in bar und 1,5 Kilogramm Gold im Wert von 100.000 Euro.

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Nachdem Klette über 30 Jahre erfolgreich untergetaucht war, wurde die Terroristin Ende Februar in Berlin-Kreuzberg festgenommen. Laut Quellen der "Welt am Sonntag" kamen die Ermittler:innen der 65-Jährigen durch einen Hinweis auf einem Capoeira-Festival in Berlin auf die Spur.

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Decknamen "Claudia Schmidt" und "Ulli aus Zittau"

Nachforschungen beim Veranstalter des Festivals sollen ergeben haben, dass Klette in der Capoeira-Szene unter dem Namen "Claudia Schmidt" bekannt war. Sie soll mehrfach an solchen Festivals teilgenommen haben, vermutlich gemeinsam mit ihrem mutmaßlichen Komplizen, dem weiterhin flüchtigen Burkhard Garweg. Dieser soll in der Szene als "Ulli aus Zittau" bekannt gewesen sein.

Die Auswertung von Klettes Handy erbrachte dem "Welt"-Bericht zufolge auch neue Hinweise zu Garweg:  Die Polizei soll dem Terroristen demnach dichter auf den Fersen gewesen sein, als bisher bekannt. Ermittlungen hätten die Polizei unter anderem nach Hessen geführt. Dort sei das Fahrzeug einer Autovermietung beschlagnahmt worden, das von einer Spanierin in Berlin angemietet worden sein soll und sich auf dem Weg nach Madrid befunden haben soll. Spuren ließen vermuten, dass Garweg in dem Fahrzeug gesessen haben könnte, berichtete die "Welt". Ausfindig konnten die Beamt:innen den Flüchtigen jedoch nicht machen.

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Terror-Trio: Noch zwei auf der Flucht

Klette und Garweg und der ebenfalls gesuchte Ernst-Volker Staub waren vor mehr als 30 Jahren untergetaucht. Alle drei gehörten der sogenannten dritten Generation der linksextremistischen Terrororganisation Rote Armee Fraktion (RAF) an, die bis 1991 zahlreiche Anschläge verübte und Menschen tötete. Dem Trio werden zahlreiche Raubüberfälle zur Last gelegt.

  • Verwendete Quellen:
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