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Rüstungsindustrie

Rheinmetall wächst wegen Munitionsbooms kräftig - Aktie fällt trotzdem

  • Aktualisiert: 14.05.2024
  • 15:50 Uhr
  • dpa

Die Nachfrage nach Munition boomt und ein Rüstungskonzern profitiert deutlich davon: Deutschlands größte Rüstungsschmiede Rheinmetall verbucht einen kräftigen Umsatz im ersten Quartal 2024.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Weltweit steigt die Nachfrage nach Munition.

  • Unter anderem die deutsche Waffenschmiede Rheinmetall profitiert von diesem Trend.

  • Im ersten Quartal stieg der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich - die Aktie des Konzerns fällt trotzdem.

Die hohe Nachfrage nach Munition hat dem Rüstungskonzern Rheinmetall einen kräftigen Wachstumsschub gegeben. Im ersten Quartal 2024 sei der Umsatz in der Munitionssparte im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 70 Prozent auf 362 Millionen Euro gestiegen, teilte die Waffenschmiede am Dienstag (14. Mai) in Düsseldorf mit. Der Auftragsbestand lag in diesem Konzernbereich Ende März den Angaben zufolge bei 1.141 Millionen Euro und damit fast doppelt so hoch wie ein Jahr zuvor.

Rheinmetall produziert Munition für Panzer, Artillerie und Flugabwehr-Geschütze, ein großer Teil der gelieferten Munition ging in die Ukraine. Mit dem Zukauf des spanischen Munitionsherstellers Expal verstärkte sich Rheinmetall in dem Geschäftsbereich, außerdem wurden bestehende Produktionsflächen vergrößert.

Börsenkurs seit Ausbruch des Ukraine-Kriegs verfünffacht

Der Ausbruch des Ukraine-Kriegs im Februar 2022 kurbelte das Rheinmetall-Geschäft kräftig an, der Börsenkurs verfünffachte sich seither in etwa. Deutschlands größter Rüstungskonzern profitierte auch von zusätzlichen Mitteln der Bundesregierung. Aus einem 100 Milliarden Euro schweren Sondervermögen für die Bundeswehr bekommt Rheinmetall nach eigener Schätzung Schritt für Schritt etwa 30 Milliarden - dies verteilt auf einen Zeitraum von mehreren Jahren, was bei Rüstungsaufträgen üblich ist.

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Zudem spielte die Waffenschmiede eine zentrale Rolle bei der westlichen Unterstützung der Ukraine: Im Auftrag der Bundesregierung brachte die Firma beispielsweise 80 Marder-Schützenpanzer auf Vordermann und schickte sie gen Osten. "Weitere 40 Schützenpanzer Marder werden zwischen Mai und September 24 geliefert", sagte Vorstandschef Armin Papperger am Dienstag bei der Online-Hauptversammlung des Dax-Konzerns. Außerdem lieferte Rheinmetall andere Panzer sowie Flugabwehr und vor allem die dringend benötigte Munition an die Ukraine.

Bei der Hauptversammlung wurde Papperger gefragt, was das größte Erfolgserlebnis des vergangenen Jahres für ihn gewesen sei. "Das größte Erfolgserlebnis für mich war, wie stark wir der Ukraine helfen konnten", antwortete der Manager. "Diese Menschen kämpfen mit ihrem Blut für die Freiheit Europas, wir haben extrem viel der Ukraine liefern können."

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Aktie sinkt trotz Wachstumsschubs

In der Munitionssparte konnte Rheinmetall am stärksten zulegen. Andere Bereiche des Rüstungskonzerns mit seinen 28.600 Beschäftigten entwickelten sich ebenfalls positiv. Der Gesamtumsatz stieg im ersten Quartal 2024 Firmenangaben zufolge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 16 Prozent auf 1,58 Milliarden Euro, das operative Ergebnis schnellte um 60 Prozent auf 134 Millionen Euro nach oben. An der Börse sank der Aktienkurs am Dienstag allerdings etwas, da sich Analysten mehr erhofft hatten. Trotz dieses kleinen Dämpfers bleibt das Niveau des Rheinmetall-Kurses aber weiterhin vergleichsweise hoch.

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