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Betrugsprozess

Nach verbalen Angriffen: Richter verhängt Geldstrafe gegen Trump

  • Aktualisiert: 26.10.2023
  • 16:29 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA und republikanischer Präsidentschaftskandidat, muss sich einem Prozess wegen Wirtschaftsbetrugs stellen.
Donald Trump, ehemaliger Präsident der USA und republikanischer Präsidentschaftskandidat, muss sich einem Prozess wegen Wirtschaftsbetrugs stellen.© Yuki Iwamura/AP/dpa

Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat sich am Rande des Zivilprozesses in New York eine Spitze gegen eine Gerichtsmitarbeiterin geleistet. Dafür muss der Republikaner jetzt zahlen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Schon öfter erlaubte sich Ex-US-Präsident Donald Trump verbale Angriffe vor Gericht.

  • Nach weiteren verbalen Attacken hat ein Richter in New York jetzt eine hohe Geldstrafe verhängt.

  • Nach Einschätzungen vieler Beobachter:innen nutzt Trump den Prozess als Wahlwerbung.

Immer wieder kommt es bei Donald Trump zu verbalen Entgleisungen vor Gericht. Jetzt hat ein Richter in New York gegen den ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump, nach weiteren verbalen Attacken eine Geldstrafe von 10.000 Dollar (etwa 9.500 Euro) verhängt. Wie US-Medien übereinstimmend berichteten, hatte zuvor Richter Arthur Engoron Trump deswegen am Mittwoch (25. Oktober) vor Gericht in Manhattan für wenige Minuten in den Zeugenstand berufen.

Der Republikaner gab an, sich in Aussagen früher am Tag nicht auf eine Gerichtsmitarbeiterin bezogen zu haben, sondern auf seinen ehemaligen Anwalt Michael Cohen, der am Mittwoch den zweiten Tag in Folge gegen Trump aussagte. Richter Engoron befand die Angaben von Trump laut der Deutschen Presse-Agentur aber nicht glaubwürdig und verhängte die Geldstrafe. Trump hatte mehreren Medienberichten zufolge während einer Pause zuvor die Gerichtsmitarbeiterin als "parteiisch" bezeichnet.

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Trump nutzt Prozess als Wahlwerbung

Schon zuvor hatte der Richter aufgrund wiederholter verbaler Ausfälle von Trump eine Anordnung erlassen, die sämtlichen an dem Verfahren Beteiligten untersagte, persönliche Angriffe gegen das Gerichtspersonal zu tätigen, und dabei ernsthafte Konsequenzen in Aussicht gestellt.

In dem Betrugsverfahren werden Anschuldigungen der Staatsanwaltschaft verhandelt, die besagen, dass der ehemalige Präsident, seine Söhne und Mitarbeiter:innen angeblich über viele Jahre hinweg den Wert der Trump Organization manipuliert haben, um günstigere Kredite und Versicherungsverträge zu erhalten. Obwohl dem 77-Jährigen keine Gefängnisstrafe oder direkte Auswirkungen auf seine Präsidentschaftsbewerbung drohen, könnte eine Verurteilung geschäftlich beträchtlichen Schaden für ihn bedeuten.

Der ehemalige Präsident will bei der Präsidentschaftswahl 2024 erneut gewählt werden. Er ist der aussichtsreichste Bewerber auf die Kandidatur der Republikaner. Nach Einschätzungen vieler Beobachter:innen nutzt er den Prozess als Wahlwerbung.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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