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Versuchte Erpressung

Schumacher-Erpressung: Polizei nimmt mutmaßlichen Hintermann fest

  • Veröffentlicht: 05.07.2024
  • 11:48 Uhr
  • dpa
Der Verdächtige soll zuvor für die Schumacher-Familie tätig gewesen sein.
Der Verdächtige soll zuvor für die Schumacher-Familie tätig gewesen sein.© Gero Breloer/dpa

Nach der versuchten Erpressung der Schumacher-Familie ist nun ein Hintermann festgenommen worden. Das Schockierende: Er soll zuvor für die Familie tätig gewesen sein.

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Inhalt

  • Erpresser im Besitz privater Fotos
  • Forderung nach Zahlung in Millionenhöhe
  • Weiterer Erpressungsversuch

Im Fall der versuchten Erpressung der Familie des früheren Formel-1-Weltmeisters Michael Schumacher hat die Polizei einen mutmaßlichen Hintermann festgenommen. Es handele sich um einen 52-Jährigen, der als Sicherheitsmitarbeiter für die Familie tätig gewesen sei, sagte Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert in Wuppertal. Der Mann sei am Donnerstag (4. Juli) in Wülfrath bei Wuppertal festgenommen worden. Dabei sei eine Vielzahl weiterer Beweisstücke sichergestellt worden. Diese würden nun ausgewertet.

Im Video: Vettel über Michael Schumacher - "Ein Held meiner Generation"

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Erpresser im Besitz privater Fotos

Die Ermittler hatten vor gut zwei Wochen die beiden mutmaßlichen Erpresser der Familie festgenommen. Laut Staatsanwaltschaft besaßen der 53-jährige Mann und sein 30 Jahre alter Sohn private Fotos der Familie. Die sichergestellten Fotodateien beträfen den privaten Bereich der Familie Schumacher.

Bei den Ermittlungen, woher die beiden die Fotos aus dem privaten Lebensbereich und unmittelbaren Umfeld der Familie haben, sei man schließlich auf den 52-Jährigen gestoßen. Der Formel-1-Rekordweltmeister Michael Schumacher hatte sich bei einem Ski-Unfall Ende 2013 schwer verletzt. Seitdem ist er nicht mehr öffentlich aufgetreten.

Forderung nach Zahlung in Millionenhöhe

Die Täter hätten gegenüber Mitarbeitenden der Familie behauptet, über Dateien zu verfügen, an deren Nichtveröffentlichung die Familie interessiert sein dürfte, hieß es damals von der Staatsanwaltschaft. Sie sollen eine Zahlung in Millionenhöhe gefordert haben - sonst würden sie die Daten im Darknet veröffentlichen. Als Nachweis hätten sie einige Dateien an die Familie übersandt.

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Das Ermittlungsverfahren war nach einem Hinweis der Strafverfolgungsbehörden in der Schweiz eingeleitet worden und wurde ursprünglich von der Staatsanwaltschaft Kassel geführt. Durch "technische Maßnahmen" konnte den Ermittler:innen zufolge schließlich geklärt werden, dass die mutmaßlichen Erpresser von Wuppertal aus agierten. Die beiden 53 und 30 Jahre alten Verdächtigen waren am 19. Juni auf einem Supermarktparkplatz im hessischen Groß-Gerau festgenommen worden. Die beiden sind zugleich keine Unbekannten für die Polizei: Sie stehen nach Angaben der Ermittler:innen in einer anderen Sache unter Bewährung.

Weiterer Erpressungsversuch

Es ist nicht der erste Versuch, die Familie des früheren Rennfahrers zu erpressen. 2017 verurteilte das Amtsgericht Reutlingen in Baden-Württemberg einen 25 Jahre alten Mann, weil er versucht hatte, Schumachers Ehefrau Corinna Schumacher um 900.000 Euro zu erpressen. Er hatte damit gedroht, dass sonst den Kindern etwas passieren würde. Der Mann wurde damals zu einer Bewährungsstrafe von 21 Monaten verurteilt.

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