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Tarifverhandlungen mit Ufo gescheitert

Kabinen-Personal der Lufthansa streikt

  • Veröffentlicht: 10.03.2024
  • 19:39 Uhr
  • Olivia Kowalak
Ab Dienstag wird sich der Streik von 19.000 Flugbegleiter:innen der Lufthansa auf den Flugverkehr in München und Frankfurt auswirken.
Ab Dienstag wird sich der Streik von 19.000 Flugbegleiter:innen der Lufthansa auf den Flugverkehr in München und Frankfurt auswirken.© Boris Roessler/dpa

Die Tarifverhandlungen bei der Lufthansa enden ohne Einigung. Für kommende Woche ruft die Gewerkschaft Ufo die Flugbegleiter:innen zum Streik auf. Es seien hunderttausende Flugäste betroffen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Nachdem der Lufthansa-Konzern seine historisch guten Gewinne präsentiert hatte, stellt die Gewerkschaft Ufo nun höhere Forderungen.

  • Im Tarifstreit fordert Ufo 15 Prozent mehr Geld bei einer Laufzeit von 18 Monaten und eine Inflationsausgleichsprämie.

  • Die Kabinen-Gewerkschaft ruft daher am kommenden Dienstag und Mittwoch zur Arbeitsniederlegung auf.

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Lufthansa-Streik: Verdi fordert besseres Angebot am Verhandlungstisch

Fluggäste werden demnächst wieder auf dem Boden bleiben müssen: Der nächste Streik bei der Lufthansa steht bevor. Wie die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am 10. März berichtet, hat die Kabinen-Gewerkschaft Ufo erneut zur Arbeitsniederlegung aufgerufen.

Geplant ist der Streik für Dienstag (12. März) und Mittwoch. Bestreikt werden am Dienstag alle Abflüge von Frankfurt und am Mittwoch alle Abflüge von München, teilte Ufo mit, jeweils von 4 bis 23 Uhr.

Rekordgewinne bei Lufthansa: "Die Kabine muss an diesem Erfolg beteiligt werden"

Der Aufruf richtet sich an die rund 19.000 Flugbegleiter:innen der Lufthansa und der Lufthansa Cityline. Man habe zuvor in getrennten Urabstimmungen mit jeweils mehr als 96 Prozent für den Streik gestimmt.

Angesicht des Rekordgewinns des Konzerns in Höhe von fast 1,7 Milliarden Euro sei die Situation für die Gewerkschaft klar gewesen "Die Kabine muss nun auch an diesem Erfolg beteiligt werden und die Zugeständnisse, die während der Corona-Krise gemacht wurden, müssen ausreichend kompensiert werden", sagte Joachim Vázquez Bürger, Ufo-Vorstandsvorsitzender.

Die Ufo fordert infolgedessen 15 Prozent mehr Gehalt bei einer Vertragslaufzeit von 18 Monaten. Zudem möchte man eine Inflationsausgleichsprämie von 3.000 Euro sowie höhere Zulagen aushandeln. In den getrennten Tarifverhandlungen hatte die Gewerkschaft die jeweiligen Angebote als unzureichend abgelehnt.

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Aus den Reihen der Lufthansa kam Kritik an dem Vorgehen. Die Ufo trage die Tarifauseinandersetzung ohne Not auf dem Rücken der Passagier:innen aus. Von den Streiks wärem voraussichtlich 100.000 Passagier:innen betroffen. Derzeit prüfe die Lufthansa die Auswirkung auf den Flugplan. "Wir bleiben dialogbereit und fordern die Ufo auf, sich mit uns wieder an den Verhandlungstisch zu setzen", sagte der Lufthansa-Personalvorstand Michael Niggemann.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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