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Migrationsfrage

Umfrage: Mehrheit der Deutschen findet Flüchtlingszahlen "verkraftbar"

  • Aktualisiert: 17.02.2023
  • 18:13 Uhr
  • Lisa Apfel

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Donnerstag (16.02.) hatten sich Bund, Länder und Kommunen beim Flüchtlingsgipfel über die Unterbringungs- und Kostenfrage beraten.

  • Die Kommunen fordern mehr Unterstützung und Geld beim Thema Migration.

  • Die Mehrheit der Bundesbürger schätzt die aktuellen Flüchtlingszahlen laut einer neuen Umfrage als "verkraftbar" an.

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Die Mehrheit der Deutschen hält die Flüchtlingszahlen für "verkraftbar". Der Kritik am Bund stimmt man jedoch mehrheitlich zu.

Mehrheit zuversichtlich: Deutschland kann Flüchtlingszahl "verkraften"

Spätestens seit dem Flüchtlingsgipfel von Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD) am Donnerstag (16.02.) ist klar: Die Kommunen wünschen sich mehr Unterstützung und Geld beim Thema Migration.

Die Mehrheit der Deutschen stuft die aktuellen Flüchtlingszahlen allerdings als "verkraftbar" ein.  Das geht aus dem am Freitag (17.02.) veröffentlichten ZDF-Politbarometer hervor.

57 Prozent der Befragten stimmen demnach der Aussage zu, dass Deutschland die Zahl der Flüchtlinge, die aktuell ins Land komme, "verkraften kann". Auf Zustimmung traf der Satz insbesondere bei den Anhänger:innen der Grünen (91 Prozent), der Linken (74 Prozent) und der SPD (60 Prozent).

40 Prozent der Befragten zweifeln hingegen an der Aussage. Vor allem bei AfD-Anhänger:innen war die Skepsis mit 86 Prozent groß. Auch Anhänger:innen von Union und FDP sind laut dem Politbarometer in dieser Frage gespalten.

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Bund tut Bundesbürgern nicht genug

Bei dem Punkt der Unterstützung des Bundes für die Kommunen stimmen viele der Kritik jedoch zu. Zwei Drittel finden, der Bund tue nicht genug. Lediglich 22 Prozent der Befragten halten die derzeitige Unterstützung des Bundes für ausreichend.

Bei dem Gipfel in Berlin hatten Bund, Länder und Kommunen eine bessere Abstimmung zur Unterbringung und Versorgung von Flüchtlingen vereinbart. Über mögliche zusätzliche Finanzhilfen des Bundes wird es laut Faeser aber erst um Ostern herum weitere Gespräche geben.

Seit dem russischen Angriff auf die Ukraine Ende Februar sind mehr als eine Million Menschen aus dem Kriegsgebiet nach Deutschland gekommen. Darüber hinaus beantragten im vergangenen Jahr 217 774 Menschen aus Syrien, Afghanistan, der Türkei und anderen Staaten erstmals Asyl - so viele wie seit 2016 nicht. Der Trend zu mehr irregulärer Migration setzte sich auch im Januar dieses Jahres fort.

  • Verwendete Quellen
  • Nachrichtenagentur dpa
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