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Überleben "auch für uns wichtig"

USA: Trump von Europa mehr Unterstützung für die Ukraine

  • Aktualisiert: 24.04.2024
  • 17:13 Uhr
  • Rebecca Rudolph
Donald Trump, ehemaliger US-Präsident und Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, spricht über den Ukraine-Krieg.
Donald Trump, ehemaliger US-Präsident und Bewerber um die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner, spricht über den Ukraine-Krieg. © Rebecca Blackwell/AP

Donald Trump ist nicht dafür bekannt, ein enthusiastischer Unterstützer der Ukraine zu sein. Jetzt betont er jedoch, dass das Überleben der Ukraine im Krieg auch für die USA von Bedeutung sei, aber vor allem Europa gefordert ist.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der ehemalige US-Präsident Donald Trump hat die Europäer aufgefordert, die Ukraine bei deren Verteidigung gegen Russland stärker zu unterstützen

  • Trump betonte, dass das "Überleben der Ukraine" auch für die USA wichtig sei.

  • Nach monatelanger Blockade neuer US-Unterstützung für Kiew hat der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, die bevorstehende Abstimmung über das Paket diese Woche angekündigt.

Ex-US-Präsident Donald Trump hat die Europäer aufgefordert, die Ukraine bei deren Verteidigung gegen den Aggressor Russland stärker zu unterstützen. "Warum gibt Europa nicht mehr Geld, um der Ukraine zu helfen?", schrieb der 77-Jährige am Donnerstagabend (18. April, Ortszeit) auf der von ihm mitbegründeten Plattform Truth Social.

Warum kann Europa nicht das gleiche Geld wie die Vereinigten Staaten von Amerika aufbringen, um einem Land in verzweifelter Not zu helfen?

Donald Trump

Trump betonte aber gleichzeitig, das "Überleben der Ukraine" sei auch für die USA wichtig - ein ungewöhnlich klares Bekenntnis des Republikaners. "Wir sind uns alle einig, dass das Überleben und die Stärke der Ukraine für Europa viel wichtiger sein sollte als für uns, aber es ist auch für uns wichtig!", schrieb Trump.

Im Video: Beleidigungen im Prozess - Nun droht Trump sogar Knast

Trump behauptet, der Krieg wäre nicht ausgebrochen, wenn er noch US-Präsident gewesen wäre

Die Aussage fällt besonders auf, da die Unterstützung für Kiew in den Reihen der Republikaner abnimmt. Am Wochenende soll es im US-Repräsentantenhaus eine Abstimmung über ein neues Hilfspaket für Kiew geben. Normalerweise positioniert sich Trump nicht klar zugunsten der Ukraine in der Öffentlichkeit. Stattdessen lässt er immer wieder seine Bewunderung für Kremlchef Wladimir Putin erkennen.

Trump behauptet sogar, dass der Krieg nicht ausgebrochen wäre, wenn er weiterhin US-Präsident gewesen wäre. Außerdem beharrt der auf einen Wiedereinzug ins Weiße Haus hoffende Republikaner darauf, den Krieg innerhalb von 24 Stunden beenden zu können, sollte er nach der Präsidentenwahl im November wieder ins Weiße Haus einziehen. Wie das genau funktionieren soll, sagt er nicht.

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Die USA gelten als wichtigster Verbündeter der Ukraine

Der republikanische Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Mike Johnson, hat nach monatelanger Blockade neuer US-Unterstützung für Kiew die bevorstehende Abstimmung über das Paket diese Woche angekündigt. Johnson war vergangene Woche zu Besuch bei Trump in dessen Anwesen im US-Bundesstaat Florida. In seiner Partei gibt es beträchtlichen Widerstand gegen das Hilfspaket für die Ukraine, vor allem von Abgeordneten, die loyal zu Trump stehen.

Die USA sind einer der wichtigsten Verbündeten der Ukraine im Kampf gegen die russische Invasion. Seit dem Beginn des Krieges im Februar 2022 hat die Regierung von Präsident Joe Biden militärische Hilfe in Höhe von mehr als 44 Milliarden US-Dollar (etwa 40 Milliarden Euro) für Kiew bereitgestellt. Die vom Kongress genehmigten Mittel sind laut Angaben der US-Regierung erschöpft, daher ist die geplante Abstimmung über neue Hilfsmittel von großer Bedeutung.

  • Verwendete Quelle:
  • Nachrichtenagentur dpa
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