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Bereits mehrere Leichenfunde

Vermisste und tote Touristen in Griechenland: Warum verschwinden immer wieder Urlauber?

  • Aktualisiert: 20.06.2024
  • 08:38 Uhr
  • Clarissa Yigit

In Griechenland häufen sich zurzeit Vermisstenfälle von Tourist:innen - inzwischen wurden Tote geborgen.

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Inhalt

  • Unheimliche Reihe von Todesopfern
  • Diese Menschen werden noch vermisst
  • Gefahr der Ortsunkenntnis wird unterschätzt

Während Wanderungen in Griechenland sind in den vergangenen Tagen acht ausländische Tourist:innen verschwunden, von denen zwischenzeitlich fünf tot aufgefunden wurden. Die übrigen drei Wanderer werden immer noch vermisst.

Allerdings gibt es bisher keine Anzeichen für ein Verbrechen. Eher könnten das ungewöhnlich häufige Verschwinden der Menschen und die Todesfälle mit der Hitzewelle in Zusammenhang stehen. So sind die Temperaturen in der vergangenen Woche in vielen Gebieten Griechenlands auf mehr als 40 Grad angestiegen. "Es ist nicht klug, bei solcher Hitze Wanderungen zu unternehmen", mahnt daher Dimitris Katatzis, Chef eines Rettungsteams auf der Insel Samos.

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Unheimliche Reihe von Todesopfern

Unter den Todesopfern ist auch der prominente britische TV-Moderator Michael Mosley, der auf der Ägäisinsel Symi Urlaub machte. Sechs Tage lang wurde nach dem Briten gesucht. Neben Spürhunden wurden auch Hubschrauber und Drohnen zur Suche eingesetzt. Von einem Schlauchboot aus entdeckte schließlich ein Fernsehteam am Ufer die Leiche des 67-jährigen Arztes und Fernsehmoderators, der offenbar bei einer Wanderung vom Weg abgekommen und zusammengebrochen war.

Nachdem der Tod des Buchautors bekannt war, wurden noch einige weitere Vermisstenfälle öffentlich.

So wurde am Sonntag (16. Juni) ein amerikanischer Tourist tot auf der griechischen Insel Mathraki aufgefunden. Die Leiche des Mannes sei dabei von einem anderen Touristen an einem abgelegenen Strand entdeckt worden. Das Todesopfer war am Donnerstag (13. Juni) von seinem Gastgeber, einem griechisch-amerikanischen Freund, als vermisst gemeldet worden, berichtet CNN. Offenbar sei der Mann ertrunken.

Am Samstag (15. Juni) fanden zudem Suchtrupps mittels einer Feuerwehrdrohne die Leiche eines 74-jährigen niederländischen Touristen auf der Insel Samos. Dieser sei mit dem "Gesicht nach unten in einer Schlucht gefunden" worden, schreibt CNN.

Ein 80-jähriger Tourist ist zudem am Donnerstag (13. Juni) zu einer Wanderung aufgebrochen und nicht wieder heimgekehrt. Seine Leiche wurde einen Tag darauf in der Nähe der archäologischen Stätte von Malia auf der Insel Kreta gefunden, berichtet die "Berliner Morgenpost".

Ebenfalls auf der Insel Kreta ist ein 70-jähriger französischer Tourist in der Mittagshitze auf einem Strand bei Sitia zusammengebrochen und gestorben.

:newstime
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Diese Menschen werden noch vermisst

Gesucht werde indes noch nach zwei französischen Touristinnen. Die Frauen im Alter von 64 und 73 Jahren hatten ihre jeweiligen Hotels verlassen, um sich zu treffen. Seit Freitag (14. Juni) werden diese nun auf Sikinos - einer relativ abgelegenen Kykladeninsel im Ägäischen Meer - vermisst, so CNN.

Auch werde seit Dienstag (11. Juni) ein 59-jähriger Tourist auf der Insel Amorgos (ebenfalls Kykladen) vermisst. Wie CNN schreibt, handele es sich laut Behördenangaben um Eric Albert Calibet - einen pensionierten Sheriff aus Los Angeles (US-Bundesstaat Kalifornien) - der bei extremer Hitze zum Dorf Katapola aufgebrochen sei. Dort kam er allerdings nie an. Für die bisher erfolglose Suche setzte die Polizei Hubschrauber und Drohnen ein.

Laut dem stellvertretenden Bürgermeister für Tourismus, Popi Despotidi habe Calibet in den vergangenen zehn Jahren "fast jedes Jahr" Amorgos besucht.

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Gefahr der Ortsunkenntnis wird unterschätzt

Manoussos Stavrakis, Bergführer auf der Insel Kreta, erklärt: "Viele Touristen überschätzen ihre Kräfte. Manche laufen mit völlig ungeeignetem Schuhwerk los, schützen sich nicht ausreichend vor der Sonne und nehmen viel zu wenig Wasser mit", wie er bei Urlauber:innen häufig bemerkt, die er auf ihren Wanderungen begleitet.

Zudem seien die meisten ausländischen Besucher ortsunkundig. "Wenn man sich bei einer Bergwanderung verläuft, kann das Lebensgefahr bedeuten", warnt Stavrakis.

Auch der britische TV-Moderator Michael Mosley sei offenbar vom Weg abgekommen und habe sich verirrt. Zudem hatte er weder ein Mobiltelefon, um einen Hilferuf abzusetzen, noch um geortet zu werden. Auch hatte der Autor nicht genug Wasservorräte dabei.

  • Verwendete Quelle:
  • CNN: "American tourist found dead on small Greek island. Three other tourists are missing"
  • AP: "Dutch tourist found dead on Greek island and 4 other foreign tourists are missing on 3 islands"
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