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Demografischer Wandel

Wirtschaftsweiser: Renteneintrittsalter sollte erhöht werden

  • Veröffentlicht: 21.02.2024
  • 11:28 Uhr
  • Christina Strobl

Martin Werding appelliert an Bundesarbeitsminister Hubertus Heil, beim Thema Rente den Bürger:innen gegenüber ehrlich zu sein. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Der Wirtschaftsweise Martin Werding fordert von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), keine falschen Erwartungen beim Renteneintrittsalter zu wecken.

  • Werding zufolge muss sich dieses alle 20 Jahre um ein Jahr erhöhen.

  • Der Grund dafür sei der demografische Wandel in Deutschland.

Erst jüngst sprach sich der Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) gegen eine weitere Erhöhung das Renteneintrittsalter in Deutschland aus. Nun reagierte der Wirtschaftsweise Martin Werding auf die Aussage des Ministers.

Keine falschen Erwartungen wecken

Der Wirtschaftsweise hat eine klare Botschaft: Die Politik dürfe keine falschen Erwartungen bei der Rente wecken. Denn aufgrund des demografischen Wandels sei es nicht realistisch, dass keine Erhöhung des Eintrittsalters für die Rente kommen werde. Das sagte Werding den Zeitungen der Funke Mediengruppe am Mittwoch (21. Februar).

Wenn Heil sage, dass das Renteneintrittsalter nicht erhöht werden solle, würde dies zwangsläufig eine Enttäuschung bei den Menschen nach sich ziehen. 

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Eine Erhöhung des Renteneintrittsalters ist unausweichlich

Als Mitglied des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, verwies Werding auf Empfehlungen des Gremiums, wonach die Regelaltersgrenze alle 20 Jahre um ein Jahr angehoben werden sollte. "Dann reden wir eben nicht mehr über die Rente mit 67, sondern mit 68 und dann irgendwann mit 69. Erst etwa 2090 würden wir ein Rentenalter mit 70 erreichen, wenn die Lebenserwartung weiter so steigt wie bislang angenommen."

Die Regelaltersgrenze immer nach 20 Jahren um ein Jahr zu erhöhen, sei ganz normal. Das läge an der Demografie Deutschlands, da die Bürger:innen immer älter werden.

Im Video: Rente: So viel muss man verdienen, um im Alter gut leben zu können.

Heil will keine Erhöhung

"Man sollte also vorsichtig sein, wie man über solche Vorschläge kommuniziert, die eigentlich vergleichsweise moderat sind“, so Werding. Dabei bezog er sich auf Heils Statement, er sei gegen eine weitere Anhebung des Renteneintrittsalters

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:newstime

Wie der "Münchner Merkur" berichtete, sagte Heil kürzlich, dass es "mit uns keine weitere Erhöhung des gesetzlichen Renteneintrittsalters geben" werde. Seiner Ansicht nach sei "eine Rente mit 69 oder 70" für viele hart arbeitende Menschen, etwa in der Pflege und Logistik, "ebenfalls eine Rentenkürzung".

Das gesetzliche Renteneintrittsalter steigt bis 2031 schrittweise auf 67 Jahre. Wer 2024 abschlagsfrei in Rente gehen will, muss 66 Jahre alt sein.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur Reuters
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