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"49-Euro-Ticket"

Zu kompliziert? Unzufriedenheit mit dem Deutschlandticket

  • Aktualisiert: 21.06.2023
  • 16:06 Uhr
  • Carolin Ritter

Seit mittlerweile zwei Monaten ist das Deutschland-Ticket nun erhältlich. Doch nicht alle Kund:innen sind mit dem 49-Euro-Angebot zufrieden. Viele Erwerber:innen tun sich mit dem Kauf des Tickets schwer.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Viele Kund:innen sind mit dem Angebot des Deutschlandtickets nicht so zufrieden wie erwartet.

  • Fahrgäste bemängeln insbesondere den komplizierten Erwerb über die Online-Plattformen.

  • Auch das Abo-Modell des Tickets schrecke viele Menschen, insbesondere Reisende aus dem Ausland, ab.

Online-Ticket-Kauf zu kompliziert

Nach Einschätzung eines Fahrgastverbandes sind viele Kund:innen mit dem Angebot des 49-Euro-Tickets unzufrieden. Die meisten tun sich beim Kauf schwer.

"Das war beim 9-Euro-Ticket besser. Man konnte das einfach am Fahrkartenautomaten als Papierversion kaufen", bewertete Andreas Schröder vom Verband Pro Bahn die Situation gegenüber der Deutschen Presse-Agentur.

Dass das Ticket nur online, über Reisezentren oder mit Hilfe des Aboservice zu erwerben sei, stelle viele vor Herausforderungen und sei zu kompliziert.

Das würde viele Interessenten vom Kauf abhalten. Besonders ältere Menschen wünschten sich eine unbürokratischere Alternative.

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Abo-Service schreckt viele Reisende ab

Auch, dass es das Ticket nur im Abo zu kaufen gibt, sei ein negativer Faktor. Für Reisende aus dem Ausland ist das Angebot somit uninteressant. "Keiner kommt nach Deutschland für drei Tage und kauft sich dann ein Deutschlandticket im Abo", so Schröder.

Dazu komme, dass einige Nutzerinnen und Nutzer die genauen Einsatzmöglichkeiten des Tickets nicht vollkommen verstünden und die Anerkennung in einigen Zügen nicht ganz klar sei.

Positiv bewertete Schröder hingegen die "nicht so übervollen" Züge . Da das Deutschlandticket teurer und auf Dauer angelegt sei, gebe es keinen so unmittelbar erhöhte Nachfrage nach Zugfahrten wie im vergangenen Sommer beim 9-Euro-Ticket, das auf nur drei Monate begrenzt war.

Das bedeute leere Züge und stressfreieres Reisen. Viele Fahrgäste empfänden diese Entwicklung als sehr positiv.

Das für 49 Euro erhältliche Deutschlandticket war nach zähem Ringen zwischen Bund und Ländern Anfang Mai als Nachfolger des in der Corona-Zeit extrem viel genutzten 9-Euro-Tickets eingeführt worden. Im ersten Monat hatten nach Angaben des Verbands deutscher Verkehrsunternehmen rund zehn Millionen Menschen das Ticket gekauft.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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