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Persönlichkeit und Charakter

Bist du zu perfektionistisch?

  • Aktualisiert: 27.02.2024
  • 18:30 Uhr
  • Elisa Ascher
An diesen Anzeichen erkennst du, dass du zu perfektionistisch bist
An diesen Anzeichen erkennst du, dass du zu perfektionistisch bist© Look! - stock.adobe.com

Du bist perfektionistisch und hältst das für deine Stärke? Hier erfährst du, warum dir Perfektionismus schaden kann!

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Das Wichtigste in Kürze

  • Es gibt funktionale und dysfunktionale Perfektionst:innen.

  • Perfektionsmus kann sich gegen sich selbst oder auch gegen andere richten.

  • Sollte der eigene Perfektionismus das eigene Leben stark negativ beeinflussen, sollte professionelle Hilfe zu Rate gezogen werden.

7 Anzeichen, dass du zu perfektionistisch bist!

Ist mal wieder etwas nicht so gelaufen, wie du es dir vorgestellt hast? Oder kommst du einfach nicht an dein Ziel, weil du denkst, es gibt noch Potenzial nach oben? Wenn aus Gewissenhaftigkeit Perfektionsmus wird, kann das ziemlich anstrengend sein! Denn auch wenn es gut ist, etwas so gut wie nur möglich zu machen oder die beste Version seiner selbst sein zu wollen – nichts und niemand ist perfekt, ganz im Gegenteil. Das Setzen zu hoher Standards sowie das Streben nach Fehlerlosigkeit löst Stress, Leistungsdruck und Schuldgefühle aus und kann der Psyche schaden. Es schadet zudem dem Selbstwert, da perfektionistisch veranlagte Menschen dazu neigen, Fehler mit dem Scheitern gleichzusetzen. Sofern sich überhaupt vom Scheitern sprechen lässt. Aber nicht nur für die eigene Gesundheit ist das sehr schädlich. Perfektionismus belastet ebenso zwischenmenschliche Beziehungen.

Laut dem Psychotherapeuten Nils Spitzer gibt es drei verschiedene Perfektionismus-Formen:

  • Selbstgerichteter Perfektionismus: Jemand setzt sich selbst enorm hohe Standards.
  • Sozialer Perfektionismus: Jemand glaubt, enorm hohe Standards erfüllen zu müssen, weil das andere so erwarteten.
  • Außengerichteter Perfektionismus: Jemand hat enorm hohe Erwartungen an sein Umfeld oder die Kollegen und akzeptiert es nicht, wenn sich jemand nicht entsprechend verhält.
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Im Clip: Diese Sätze verraten, ob du unsicher bist

Und auch die Bereiche können sich unterscheiden, denn nicht immer bezieht sich eine perfektionistische Handlungsweise auf alles. Die einen setzen sich extrem hohe Standards beim Sport, die anderen bei der Arbeit, der Kindererziehung oder bei zwischenmenschlichen Beziehungen. Etwas besonders gut machen zu wollen, ist per se natürlich nichts Schlechtes. Eine hohe Motivation sowie der Ansporn, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen, bringt viele Vorteile mit sich und ist wichtig für ein erfolgreiches Leben. Aber auch hier ist zu beachten, dass Erfolg sehr subjektiv sein kann. Wird aus motiviert jedoch verbissen, sind nicht nur die bestmöglichen Ergebnisse in Gefahr, sondern auch die körperliche sowie mentale Gesundheit. Typische Krankheiten, die aus Perfektionsmus resultieren können, sind: 

  • Burnout
  • Depression
  • Essstörung
  • Entwicklung von Süchten

Außerdem gibt es funktionale und dysfunktionale Perfektionisten. Letzteren fallen selbst kleine Aufgaben im Alltag schwer, weshalb sie diese an einem gewissen Punkt nicht mehr bewältigen können. Das kann sich beispielsweise auf das Schreiben von E-Mails beziehen oder führt zur Prüfungsangst. Die Ursachen von Perfektionismus sind vielfältig. Es kann in gewisser Hinsicht mit Genetik zu tun haben, wird aber insbesondere durch die Eltern im Kindesalter beeinflusst. Es können Eltern sein, die selbst perfektionistisch sind und auch an ihre Kinder zu hohe Erwartungen haben oder Eltern, die ihr(e) Kind(er) vernachlässigen. Gleiches gilt bei Überfürsorglichkeit oder einem familiären Umfeld, bei dem das Kind Misshandlungen, Chaos und Demütigungen erfahren hat. 

Solltest du bemerken, dass du selbst oder Menschen in deinem engeren Umkreis zu toxischem Perfektionismus neigen, ist Handeln gefragt. Es ist wichtig, dass sich professionelle Unterstützung gesucht und die Problematik behandelt wird. Woran du erkennen kannst, ob es sich wirklich um Perfektionismus handelt, erfährst du im Folgenden. 

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1. Alles oder nichts

Fast perfekt gibt es nicht, genauso, wie es keine Kompromisse für Perfektionist:innen gibt. Das gilt für sie selbst oder auch für andere. Statt das große Ganze zu sehen, versteifst du dich gerne auf kleine Details und mögliche Fehler, die alles ruinieren? Das kann ein Anzeichen dafür sein, dass du zu perfektionistisch bist. 

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2. Du bist zu kritisch zu dir und anderen

Bereits Kleinigkeiten bringen dich aus der Ruhe und keiner ist gut genug, nicht einmal du selbst? Wenn das Unvermeidliche passiert und die eigenen Erwartungen nicht erfüllt werden, sind Entmutigung sowie Frustration groß. Das wirkt sich auch negativ auf deine Beziehung zu Kolleg:innen, Freund:innen und Partner:innen aus.

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4. Du verwechselst Perfektion und Qualität

Wer nur noch das perfekte Endergebnis oder den perfekten Zustand im Blick hat, verliert alles andere aus den Augen. Das kann auch die Qualität sein. Bist du schließlich erstmal im Strudel von Perfektionismus gefangen, kommst du da nur schwer wieder heraus. Das wirkt sich auf alles aus.

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5. Du schiebst Dinge auf

Du prokrastinierst immer wieder und kommst nie dazu, das zu machen, was du eigentlich längst erledigt haben wolltest? Dinge aufzuschieben, ist ein klassisches Anzeichen für Perfektionismus. Du wirkst wie gelähmt und sträubst dich davor, etwas zu tun – aus Angst zu versagen oder nicht gut genug zu sein.

6. Angst vor dem Scheitern

Dich begleitet stets und ständig die Befürchtung, zu scheitern? Dieses Gefühl kennen wir alle. Wird es jedoch zu einem Dauerzustand, ist das ein klarer Warnhinweis! Scheitern gehört zum Leben dazu und ist nicht ansatzweise so schlimm, wie es manchmal scheint. 

7. Dein Selbstwertgefühl ist gering

Ein geringes Selbstwertgefühl kann gleichermaßen Auslöser und Ergebnis von Perfektionismus sein. Es ist schwer, wieder aus der Abwärtsspirale herauszukommen, vor allem aus eigener Kraft. Je mehr Angst wir vor Unvollkommenheit entwickeln, desto geringer wird das Selbstwertgefühl. Es kann auch sein, dass du dich von anderen verurteilt fühlst, dabei jedoch selbst dein größter Kritiker bzw. deine größte Kritikerin bist. 

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