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Teebaumöl, Natron & Co.

Nagelpilz loswerden: Diese 8 Hausmittel helfen bei der Behandlung

  • Veröffentlicht: 05.04.2023
  • 09:00 Uhr
  • Regine Wagner
Feuchtigkeit, ein schwaches Immunsystem und Kontakt mit infizierten Oberflächen – wir gehen den Ursachen von Nagelpilz auf den Grund.
Feuchtigkeit, ein schwaches Immunsystem und Kontakt mit infizierten Oberflächen – wir gehen den Ursachen von Nagelpilz auf den Grund. © Anastasiia Stiahailo

Im Sommer lieben wir offene Schuhe und Barfußlaufen - vor allem, wenn wir schöne Füße haben. Verfärbte und verformte Zehennägel zeigt man nicht gerne her. Doch nicht nur das: Sie können auch auf eine Nagelpilz-Infektion hinweisen. Erfahrt hier alles zu Ursachen und Symptomen der Nagelerkrankung sowie 8 beliebte Hausmittel zur Vorbeugung und Behandlung von Nagelpilz.

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Nagelpilz: Was ist das eigentlich?

Nagelpilz ist eine Infektion der Nägel, die durch Pilze verursacht wird. Diese Pilze können auf den Nägeln wachsen und sie verdicken, verfärben oder verformen. Nagelpilz, die sogenannte Onychomykose, kann an Zehen- oder Fingernägeln auftreten. Nach Schätzungen leiden etwa 20 Prozent der Bevölkerung an Nagelpilz, meist sind ältere Menschen betroffen.

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So beugt ihr Nagelpilz schon beim Duschen vor


Nagelpilz erkennen: Das sind typische Symptome

Nagelpilz kommt an den Fußnägeln häufiger vor als an den Fingernägeln. Je nach Schweregrad der Infektion variieren die Symptome, typische Anzeichen für Nagelpilz sind:

  • Trübe Nägel: Der Nagel verliert seinen natürlichen Glanz, die Nagelplatte wirkt stumpf.
  • Verdickte Nägel: Der Nagel wird dicker und sieht ungewöhnlich geformt aus. Durch die Verdickung kann sich der Nagel vom Nagelbett lösen.
  • Verfärbte Nägel: Der Nagel zeigt weißliche, gelbliche, grünliche oder bräunliche Verfärbungen.
  • Verformte Nägel: Der Nagel bekommt unregelmäßige Ränder, wölbt sich nach oben oder unten.
  • Spröde oder brüchige Nägel: Die Nagelstruktur ist nicht mehr fest oder splittert leicht ab, der Nägel bricht leichter oder kann sich sogar ablösen.
  • Schmerzen am Nagel: Nagelpilz kann Druckschmerz verursachen, besonders im Nagelpilz-Endstadium, wenn der Nagel sich vom Nagelbett löst.
Es gibt Salben aus der Apotheke, welche gegen Nagelpilz helfen – Hausmittel können den Effekt der Behandlung unterstützen.
Es gibt Salben aus der Apotheke, welche gegen Nagelpilz helfen – Hausmittel können den Effekt der Behandlung unterstützen.© Odilon Dimier

Nicht alle Veränderungen am Nagel weisen zwingend auf Nagelpilz hin. Es gibt auch andere Erkrankungen mit ähnlichen Symptomen. Wenn ihr Anzeichen von Nagelpilz bemerkt, solltet ihr Fachpersonal, wie Podologen oder spezialisierte Kosmetiker:innen aufsuchen, um eine korrekte Diagnose und Behandlung zu erhalten.

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Nagelpilz: Das sind die Ursachen

Nagelpilz ist eine Infektion, die durch Pilze ausgelöst wird, meistens Fadenpilze, seltener Hefe- oder Schimmelpilze. Sie finden auf Haut und Nägeln in den häufig feuchtwarmen Zwischenräumen der Zehen optimale Lebensbedingungen. Die Erreger für Nagelpilz lauern überall, bei einem intakten Immunsystem und gesunder und trockener Haut und Nägel haben sie jedoch keine Chance, sich zu vermehren. Erst unter bestimmten Bedingungen breiten sie sich aus:

  1. Feuchtigkeit: Nagelpilz bevorzugt eine feuchte Umgebung, beispielsweise feuchte Socken und Schuhe. Dadurch kann das Wachstum von Pilzen begünstigt und die Ausbreitung von Nagelpilz gefördert werden.
  2. Verletzungen oder Traumata: Risse, Schnitte oder Schäden am Nagel sorgen für die Ansiedlung von Pilzsporen unter dem Nagel und können eine Infektion verursachen.
  3. Schwaches Immunsystem: Personen mit einer ohnehin geschwächten Infektabwehr haben ein höheres Risiko für Nagelpilz. Dazu gehören etwa ältere Menschen oder Personen mit Diabetes oder HIV/AIDS.
  4. Kontakt mit infizierten Oberflächen: Nagelpilz kann sich durch den Kontakt mit verschmutzten Böden, Teppichen und Handtüchern ausbreiten.
  5. Unhygienische Bedingungen: Das Teilen von Nagelknipsern oder Feilen begünstigt die Ausbreitung von Nagelpilz, insbesondere wenn das Manikürezubehör nicht richtig gereinigt oder desinfiziert wurde.
  6. Krankheiten: Verschiedenen Erkrankungen wie Diabetes, Venenschwäche, Lymphschädigungen, Schuppenflechte oder Neurodermitis können zu entzündlichen und schuppigen Nagelveränderungen führen und eine Pilzinfektion fördern.
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Nagelpilz: Diese Hausmittel helfen bei der Therapie

Die Bekämpfung von Pilzinfektionen mit Hausmitteln kann eine einfache und kostengünstige Methode sein, um die Behandlung einer Infektion zu unterstützen. Es gibt eine Vielzahl von Hausmitteln, die sich zur Behandlung von Nagelpilz eignen, wie z.B. Teebaumöl, Essig, Knoblauch und Backpulver. Nicht alle Hausmittel sind allerdings gleichermaßen effektiv, und häufig ist die medizinische Wirksamkeit auch nicht belegt. Nur mit konsequenter Anwendung ist es möglich, eine Besserung zu erzielen, daher werden Hausmittel gegen Nagelpilz meist als begleitende Maßnahme oder Vorsorge angewendet. Bei schweren oder fortgeschrittenen Fällen von Nagelpilz sollte unbedingt ärztlicher Rat eingeholt werden, um eine geeignete medizinische Behandlung zu erhalten.

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Teebaumöl gegen Nagelpilz

Teebaumöl hat antimikrobielle, antiseptische und entzündungshemmende Eigenschaften, die die Behandlung einer Pilzinfektion unterstützen können. Das Teebaumöl wird direkt auf den betroffenen Nagel auftragen, etwa mit einem Wattestäbchen. Behandelt angegriffene Nägel über mehrere Wochen zweimal täglich damit, um eine Besserung zu erzielen. Beachtet jedoch, dass Teebaumöl bei manchen Menschen Hautreizungen verursachen kann.

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Natron oder Backpulver gegen Nagelpilz

Backpulver oder Natron hat zwar keine entzündungshemmende oder pilztötende Wirkung, aber es kann den Pilz austrocknen und unterstützt so bei der Behandlung von Nagelpilz. Zur Anwendung wird aus dem Pulver und etwas Wasser eine klebrige Masse gemischt, die ihr auf die betroffenen Stellen auftragt und etwa 10 Minuten einwirken lasst. Anschließend wascht ihr die Masse gründlich ab. Übrigens wird eher Natron als Backpulver empfohlen, da reines Natron keine weiteren Bestandteile enthält.

Essig gegen Nagelpilz

Essig, insbesondere das bewährte Hausmittel Apfelessig, zerstört mit seinem Säuregehalt das von Nagelpilz bevorzugte basische Milieu und verhindert so eine Vermehrung des Pilzes. Verwendet Essig mit einem Säuregehalt von mindestens 5 Prozent und vermischt ihn im Verhältnis 1:1 mit Wasser. Anschließend werden die betroffenen Stellen 10 bis 15 Minuten in dem Essig-Wasser-Gemisch gebadet. Vorsicht bei der Verwendung von Essigessenz, der hohe Säuregehalt kann zu Hautreizungen führen. Für ein Fußbad sollte Essigessenz mindestens 1:10 mit Wasser verdünnt werden. Die Behandlung mit Essig muss konsequent über einen längeren Zeitraum durchgeführt werden, damit es nicht wieder zu einem neuen Pilzausbruch kommt.

Bäder sind wohltuend bei vielen Belangen –  wir verraten auf welche Hausmittel ihr zurückgreifen solltet, wenn ihr ein Fußbad gegen Nagelpilz nehmen wollt!
Bäder sind wohltuend bei vielen Belangen –  wir verraten auf welche Hausmittel ihr zurückgreifen solltet, wenn ihr ein Fußbad gegen Nagelpilz nehmen wollt!© Liliya Solopova

Nagelpilz mit Eichenrinde behandeln

Eichenrinde ist ein Gerbstoff, der entzündungshemmend wirkt. Kocht dafür 2 Esslöffel Eichenrinde - die bekommt ihr in der Apotheke - für 10 Minuten in einem halben Liter Wasser. Anschließend gießt ihr den Sud durch ein Sieb in eine Schüssel und weicht die betroffenen Nagelstellen darin ein. Tipp: Mit einem Spritzer Zitronensaft im Sud verhindert ihr, dass sich die Haut verfärbt.

Heilpflanzen: Salbei, Ringelblumenblüten & Co.

In der Pflanzenheilkunde werden Kräutertees oder Fußbäder zur Behandlung von Nagelpilz empfohlen. Salbeiblätter, Ringelblumenblüte, Gelbwurzwurzel, Rosmarinblätter oder Zimt können innerlich als Tee oder äußerlich als Fußbad verwendet werden. Kocht für ein Fußbad etwa 2 Esslöffel der Heilpflanzen mit einem halben Liter Wasser auf, lasst den Sud etwas abkühlen und weicht die Füße einige Zeit in dem Bad ein. Wiederholt den Prozess regelmäßig für einige Wochen.

Hausmittel Zitrone gegen Nagelpilz

Ebenso wie Essig kann auch die Säure der Zitrone gegen Nagelpilz helfen. Tragt dazu frisch gepressten Zitronensaft zweimal täglich mit einem Wattestäbchen auf die betroffenen Stellen auf. Wiederholt die Prozedur mehrere Wochen.

Nagelpilz mit Knoblauch behandeln

Knoblauch enthält das natürliche Antibiotikum Allicin. Es wirkt antimikrobiell und kann zur Behandlung von Nagelpilz verwendet werden. Dafür halbiert ihr eine Knoblauchzehe und reibt die betroffene Hautstelle damit ein. Anschließend lasst ihr das Allicin für einige Zeit wirken, bevor ihr eure Füße gründlich wascht.

Eigenurin gegen Nagelpilz? Lieber nicht!

Häufig wird auch Eigenurin als effektives Hausmittel gegen Nagelpilz angewiesen, Fachleute raten von dieser Behandlungsmethode allerdings ab: Es gibt keine wissenschaftlichen Belege zur Wirksamkeit, und die Harnstoffkonzentration ist zu gering.

Nagelpilz entsteht oftmals durch Kontakt mit infizierten Oberflächen, wie zum Beispiel in Schwimmbädern.
Nagelpilz entsteht oftmals durch Kontakt mit infizierten Oberflächen, wie zum Beispiel in Schwimmbädern.© IMAGO

Behandlung von Nagelpilz

Mit einer Nagelpilz-Infektion ist nicht zu spaßen, denn wenn sie nicht ausreichend behandelt wird, dringen die Pilzsporen immer tiefer in den Nagel ein. Hausmittel haben ihre Grenzen - und die Wirksamkeit vieler Hausmittel gegen Nagelpilz ist nicht medizinisch erwiesen. Außerdem können Hausmittel zu unerwünschten Nebenwirkungen führen, wie Allergien, Hautreizungen oder Entzündungen. Hausmitteln wirken meist nur oberflächlich und eignen sich eher als begleitende Therapie zu einer medizinischen Behandlung. Diese ist erforderlich, damit sich der Pilz nicht weiter ausbreitet und schlimmere Beschwerden verursacht. In einer Fachpraxis wird der Nagelpilz genau untersucht und eine zielführende Therapie zur vollständigen Beseitigung des Pilzes gestartet.

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