Mediales Aufsehen durch die "Opel-Affäre"

Was mit einfachem Haschisch aus Marokko beginnt, steigert sich in kurzer Zeit zu Kokain aus Südamerika und Heroin aus Asien. Mediales Aufsehen erregt Hubertus Becker dann 1977 durch einen großen Haschisch-Deal in Zusammenhang mit der Opel-Affäre.

Doch der heute 59-Jährige macht später auch mit amerikanischen Banden und chinesischen Triaden Geschäfte. In dieser Zeit lebt er unter anderem auf Ibiza, Bali und in China. Dort konsumiert er selbst jahrelang Cannabis, LSD, Kokain und diverse Opiate.

Konflikte mit dem Gesetz

Das bunte Leben endet jäh, als Hubertus geschnappt wird und letztendlich als erster Drogenhändler in Deutschland für die Höchststrafe von 15 Jahren ins Gefängnis muss. Nachdem Hubertus Becker wieder auf freiem Fuß ist, gründet er auf legalem Weg die Handelsgesellschaft Mira Far East in Macau und exportiert Möbel und Haushaltswaren nach Europa. Doch nach einem Angebot von seinem ehemaligen Mithäftling Dieter Zlof, Geld in London zu waschen, geht seine kriminelle Karriere schlagartig weiter. Im Jahr 1996 wandert Becker erneut für sechs Jahre ins Gefängnis.

Karriere als Schriftsteller

In seiner Zeit hinter Gittern beginnt der ehemalige Drogenschmuggler mit dem Schreiben von literarischen Texten. Dafür erhält er 1988 und 1999 den ausgeschriebenen Ingeborg-Drewitz-Literaturpreis für Gefangene. Heute arbeitet der Nordrhein-Westfale als Schriftsteller und veröffentlicht unter anderem autobiografische Romane über sein Leben als Bandenchef.