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Wohltätigkeit

Richtig spenden: So erkennst du seriöse Hilfsorganisationen

  • Aktualisiert: 22.12.2023
  • 11:00 Uhr
  • Galileo
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© Zoran Zeremski - stock.adobe.com

Wer spendet, will Gutes tun. Um richtig zu spenden und damit jede Spende auch ihrem Zweck zugutekommt, gibt es einige Tipps zu beachten. Wir erklären dir, worauf du achten solltest.

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Das Wichtigste zum Thema Spenden

  • 2023 wurden laut  dem Deutschen Spenderat von Januar bis September 3,2 Milliarden Euro gespendet.

  • Die Prognose bis zum Jahresende beläuft sich auf ein Spendenvolumen von etwa fünf Milliarden Euro.

  • Damit liegt das Spendenniveau liegt rund 600.000 Euro unter dem vom Vorjahr. Das Niveau der "Katastrophenjahre" 2021 (Ahrtal-Hochwasser) und 2022 (Ukraine-Krieg) wird wahrscheinlich nicht erreicht werden.

  • Worauf du bei der Suche nach Hilfsorganisationen achten solltest, erfährst du unten.

Spenden: Was du bei der Auswahl der Organisation beachten solltest

🔖 Hilfsorganisationen können Siegel und Zertifikate beantragen, die eine Prüfung beinhalten. Dazu zählen das Siegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) und das Zertifikat des Deutschen Spendenrats.

❗️ Wichtig ist aber auch: Hat eine Organisation kein Siegel oder Zertifikat, bedeutet das nicht automatisch, dass es hier an Seriosität fehlt.

📋 Negativlisten wie die vom DZI können aufdecken, welchen Organisationen es an Transparenz mangelt oder die Hilfsbereitschaft nur ausnutzen wollen.

📑 Ein weiteres wichtiges Zeichen ist die Gemeinnützigkeit. Sie wird vom Finanzamt für Stiftungen, Vereine oder Unternehmen bescheinigt, die nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke haben.

📊 Hilfsorganisationen sollten transparent auftreten: So sollten sie Jahresberichte mit Finanzzahlen veröffentlichen. Hier kannst du checken, wie die Mittel verwendet werden und wie hoch der Anteil der Verwaltungs- und Werbungskosten ist.

🗣 Wenn du unsicher bist, wie eine Organisation die Spenden einsetzt, nimm Kontakt auf und bitte um Auskunft.

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Tipps fürs richtige Spenden

📆 Für Hilfsorganisationen sind regelmäßige Spenden besser, da so die Planbarkeit steigt. Teilweise gilt dabei auch eine Kündigungsfrist - allerdings sollte sie bei seriösen Organisationen in der Regel nicht über 14 Tagen liegen.

🖨 Für jede Spende ist ein gewisser bürokratischer Aufwand nötig. Je geringer die Spende, desto mehr davon wird von bürokratischen Kosten geschluckt. Daher ist es sinnvoller, statt mehrerer kleinerer Spenden eine Spende zu machen - so kommt mehr Geld an.

🔎 Für die Auswahl der Hilfsorganisation solltest du dir Zeit nehmen. So drängen seriöse Organisationen an Haustüren oder in Fußgängerzonen nicht auf eine sofortige Zustimmung zu einer Spende.

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Spendenformen: So kannst du spenden

Am bekanntesten ist die Geldspende. Hier kann die Hilfsorganisation selbst entscheiden, wofür sie die Spende einsetzt. Bei der zweckgebundenen Geldspende darf das Geld nur für das genannte Projekt aufgewendet werden.

Unter Sachspenden fallen Kleidung, aber auch andere gebrauchte Gegenstände wie Möbel, Brillen oder Spielzeug.

Eine weitere Spendenart sind Aufwands- und Vergütungsspenden. Wer bei einer Hilfsorganisation arbeitet und dabei auf eine Erstattung von Ausgaben wie Telefon- oder Benzinkosten verzichtet, leistet eine Aufwandsspende. Eine Vergütungsspende bedeutet, man verzichtet auf eine vorher vereinbarte Vergütung der Mitarbeit.

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Spenden von der Steuer absetzen

  • Spenden lassen sich steuerlich absetzen. Dafür brauchst du ab Spenden in Höhe von mehr als 300 Euro eine Spendenquittung. Für Spenden unter dieser Höhe reicht der Überweisungsbeleg. Bei Online-Überweisungen lässt sich oft als Art der Überweisung "Spende" auswählen.
  • Auch Sachspenden können sich theoretisch steuerlich absetzen lassen. Allerdings ist die Bewertung des Wertes einer Sachspende - wie gebrauchter Kleidung oder Möbeln - oft schwierig. Daher ist es auch schwierig, Zuwendungsbestätigungen auszustellen.

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