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Das Deutschlandticket verschiebt sich

49-Euro-Ticket: ÖPNV mit digitalem Ticket überfordert

  • Aktualisiert: 27.01.2023
  • 16:04 Uhr
  • Luisa Bayer

Ursprünglich war das 49-Euro-Ticket für Anfang April geplant, doch jetzt scheint das Datum nicht mehr realistisch zu sein. Wie lange müssen die Deutschen noch auf das Ticket warten?

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Das Wichtigste in Kürze

  • Das 49-Euro-Ticket hat sich auf den 1. Mai als Starttermin verschoben.

  • Die Digitalisierung der Tickets führt gerade zu einigen Problemen. 

  • Bis zum Jahresende wird eine Papierticket-Lösung notwendig sein, um jedem ein Ticket zu ermöglichen.

Wann kommt das 49-Euro-Ticket?

Das im vergangenen Jahr entstandene 9-Euro-Ticket, wurde innerhalb von wenigen Monaten aufgezogen - jetzt wird das auch vom neuen 49-Euro-Ticket erwartet. Das anfänglich gedachte Datum für das Ticket scheint jetzt aber nicht mehr umsetzbar. Nun sollen Fahrgäste das Ticket ab dem 3. April kaufen können und vom 1. Mai an damit fahren – so der Plan. Denn laut der Deutschen Presse-Agentur (dpa) soll der 1. Mai als Starttermin des bundesweit gültigen Tickets angepeilt werden.

Das geplante Nahverkehrsticket gestaltet sich jedoch aufwendiger als gedacht, denn Länder und Verkehrsbetriebe sehen sich mit mehreren Problemen konfrontiert.

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Ist eine Digitalisierung möglich?

Vor allem die Digitalisierung scheint dem ÖPNV Probleme zu bereiten. Bundesverkehrsminister Volker Wissing will, dass das 49-Euro-Abo für den Regionalverkehr ausschließlich digital angeboten und auch so kontrolliert wird. Jedoch stellt sich die Digitalisierung als schwerer als geplant heraus, denn etliche Verkehrsverbünde sind rein technisch gar nicht in der Lage dazu.

Deshalb wird zumindest bis zum Jahresende eine Papierticket-Lösung notwendig sein (vergleichbar mit einer vorläufigen Bahncard). "Wir wären sonst zu Beginn nicht in der Lage, allen Menschen, die ein Ticket wollen, eines zu verkaufen", betonte der Präsident Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), Ingo Wortmann, bei der Jahrespressekonferenz des Verbands..

Wie soll das Ticket funktionieren?

Das bundesweite Ticket soll für alle Busse und Bahnen im Nah- und Regionalverkehr gültig sein. Es funktioniert genauso wie eine Bahncard: als monatlich kündbares Abo. Der VDV schätzt, dass rund 5,6 Millionen Menschen ein Abo für das 49-Euro-Ticket abschließen werden.

Außerdem soll bei dem geplanten 49-Euro-Monatsticket auch einen Rabatt auf Jobtickets geben. Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer sagte der dpa, dass Bund und Länder derzeit über eine eigene Regelung für Jobtickets diskutierten. Eine dieser Regeln soll sein, dass Firmen ihren Mitarbeiter:innen das Ticket vergünstigt anbieten können - wenn sie sich an den Kosten beteiligen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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