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Ukraine-Krieg

Angriff auf Krim: Russland macht die USA mitverantwortlich

  • Aktualisiert: 25.06.2024
  • 17:18 Uhr
  • Lisa Apfel

Aggressor Moskau beschuldigt Washington, mitschuldig an einem Raketenangriff auf die Krim zu sein - schließlich hätten die USA die weitreichenden Waffen geliefert. 

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Das Wichtigste in Kürze

  • Russland will in einem neuen Angriff auf die Krim einen Mitschuldigen gefunden haben.

  • Die Mitschuld für die Raketenangriffe auf die von Moskau annektierte Halbinsel gab Moskau den USA.

  • Die USA hätten die Waffen an die Ukraine geliefert, also liege die Verantwortung in erster Linie bei Washington, so das russische Verteidigungsministerium.

Russland gibt den USA die Mitschuld für einen mutmaßlich ukrainischen Angriff auf die Krim. Am Sonntag (23. Juni) war die Hafenstadt Sewastopol mit Raketen angegriffen worden.

Moskau: Verantwortung in erster Linie bei Washington

Eine von der russischen Flugabwehr abgefangene Rakete explodierte über einem der Stadtstrände. Das berichtet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Bei der Explosion wurden demnach vier Menschen getötet, darunter zwei Kinder. Die Zahl der Verletzten stieg bis zum Abend offiziellen russischen Angaben zufolge auf 151.

"Die Verantwortung für den vorsätzlichen Raketenangriff auf Zivilisten in Sewastopol liegt in erster Linie bei Washington, das die Waffen an die Ukraine geliefert hat", heiß es laut "Spiegel" seitens des russischen Verteidigungsministeriums am Sonntag (23. Juni). Kiew habe bei seinem Beschuss auf die Schwarzmeerstadt ATACMS-Raketen aus US-Produktion eingesetzt.

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Russland kündigt Vergeltung an

In Moskau war laut dpa von einem gezielten Terroranschlag die Rede. Das russische Verteidigungsministerium, das zunächst den Abschuss aller ukrainischen Raketen für sich in Anspruch genommen hatte und die Explosion am Strand mit der von der Flugabwehr herbeigeführten Kursänderung einer Rakete erklärte, widerrief diese Aussage später. Stattdessen seien nur vier der fünf Raketen abgefangen worden. Das fünfte Geschoss hätten die Ukrainer bewusst über dem Strand explodieren lassen. Das Militär in Moskau kündigte Vergeltung an.

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Die Ukraine hat in der Nacht zum Montag erneut Ziele auf der Krim mit Raketen angegriffen. In der Hafenstadt Jewpatorija habe es mehrere Explosionen gegeben, berichtete die ukrainische Nachrichtenagentur Ukrinform. Auch die Behörden der Hafenstadt Sewastopol gaben - im Gegensatz zu den Angriffen am Tag - Luftalarm.

Die Folgen der Angriffe sind unklar. Mehrere Medien veröffentlichten Videos und Bilder von Bränden. Berichte über angeblich getroffene militärische Anlagen wurden allerdings bislang weder von der ukrainischen noch von der russischen Seiten bestätigt.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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