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Prozess um umstrittene Tweets

Triumph für Musk: Tesla-Anleger scheitern mit Klage

  • Aktualisiert: 04.02.2023
  • 08:59 Uhr
  • Max Strumberger

Tesla-Chef Elon Musk kündigte 2018 an, den Elektro-Autobauer von der Börse nehmen zu wollen. Später kassierte er sein Vorhaben wieder. Anleger fühlten sich betrogen und klagten. Jetzt wurde der Rechtsstreit entschieden.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Tesla-Chef Elon Musk kündigte 2018 an, den E-Auto-Hersteller von der Börse nehmen zu wollen.

  • Später machte er einen Rückzieher, seine Tweets lösten aber heftige Aktienkursschwankungen aus.

  • Anleger fühlen sich betrogen und klagten - letztlich aber erfolglos.

Die Sammelklage mehrerer Tesla-Anleger gegen Konzernchef Elon Musk wegen seiner Tweets aus dem Jahr 2018 ist gescheitert. Der umstrittene Multimilliardär ist von den neun Geschworenen in San Francisco am Freitag (3. Februar) freigesprochen worden.  "Gott sei Dank, die Weisheit des Volkes hat sich durchgesetzt“, schrieb Musk nach der Urteilsverkündung auf Twitter. Das Social-Media-Unternehmen gehört Musk ebenfalls.

Klage gegen Tesla-Boss Musk gescheitert

"Ich bin der Jury zutiefst dankbar, dass sie einstimmig meine Unschuld erkannt hat", twitterte Musk weiter. Der Tesla-Boss hatte im August 2018 auf Twitter verkündet, den Elektro-Autohersteller für einen Preis von 420 Dollar pro Aktie von der Börse nehmen zu wollen. Die Finanzierung dafür sei "gesichert", so Musk seinerzeit.

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Später machte Musk aber einen Rückzieher. Ebenfalls stellte sich heraus, dass es keine schriftlichen Zusagen von Geldgebern gab. Musks Anwalt sagte in dem jetzt beendeten Verfahren, der Chef des Herstellers von E-Autos sei vielleicht in der Wortwahl nicht präzise genug gewesen, ihm sei aber mündlich genug Geld für den Deal zugesagt worden.

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Musk entgeht diesmal hoher Strafe

Der Tweet hatte starke Schwankungen des Aktienkurses von Tesla ausgelöst und viele Anleger verloren in der Folge Geld. Die klagenden Aktionäre warfen Musk vor, seine Behauptungen in dem Tweet hätten einen Betrug dargestellt. Ein Schuldspruch hätte Musk Milliarden Dollar kosten können. Dazu kam es diesmal. nicht.

Allerdings musste Musk schon einmal für seine damaligen Tesla-Tweets blechen. Die US-Börsenaufsicht SEC warf dem Starunternehmer 2018 wegen des Satzes zur angeblich gesicherten Finanzierung Irreführung von Anlegern vor. Musk und Tesla mussten Strafen von jeweils 20 Millionen Dollar zahlen.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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