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190 Feuerwehrleute im Einsatz

Enorme Rauchentwicklung bei Großbrand in Hamm – Spielplätze gesperrt

  • Veröffentlicht: 06.10.2023
  • 14:27 Uhr
  • Clarissa Yigit
Bei einem Großbrand in Hamm kam es zu massiver Rauchentwicklung. (Symbolbild)
Bei einem Großbrand in Hamm kam es zu massiver Rauchentwicklung. (Symbolbild)© Mario Hoesel - stock.adobe.com

In der Nacht zu Freitag (6. Oktober) kam es bei einem Obst- und Gemüsegroßhändler in Hamm (Nordrhein-Westfalen) zu einem Großbrand. Verletzt wurde niemand.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bei einem Großhändler für Obst und Gemüse kam es zu einem Großbrand.

  • Dabei soll es auch mehrere kleine Explosionen gegeben haben.

  • 190 Feuerwehrleute waren zur Bekämpfung des Feuers im Einsatz.

Bei einem Obst- und Gemüsegroßhändler in nordrhein-westfälischen Hamm brach Donnerstagnacht (5. Oktober) ein Brand aus. Gegen 23:30 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert und war zwischenzeitlich mit 190 Einsatzkräften vor Ort, schreibt der WDR.

Mittlerweile sei das Feuer sei allerdings gelöscht, berichtet der WDR weiter und beruft sich dabei auf Informationen der Feuerwehr Hamm. Auch gebe es keine größeren Flammen oder Rauchentwicklung mehr.

Mit Baggern würden die Einsatzkräfte noch Teile beiseite räumen und größere Glutnester bekämpfen. Die Löscharbeiten sollen sich noch bis in die Nachmittagsstunden des Freitags erstrecken, ergänzt der "Westfälische Anzeiger" (WA).

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Was war passiert?

In dem Betrieb der Firma Manss am Gallberger Weg werden verschiedene Lebensmittel verarbeitet. In der betroffenen Halle sei auch Verpackungsmaterial gelagert worden. Dabei habe es mehrere kleine Explosionen gegeben, die allerdings nicht von erheblicher Größenordnung gewesen sein sollen, schreibt der WDR unter Berufung auf einen Sprecher der Feuerwehr Hamm.

Wie "Bild" ergänzt, sei der Brand offenbar in einem Stromverteiler an einer Fertigungsstraße (zum Verpacken und Schneiden) ausgebrochen. Dabei sei die automatische Brandmeldeanlage ausgelöst worden. Über ein Dutzend Mitarbeiter:innen hätten sich dabei in der Industriehalle aufgehalten – konnten sich jedoch alle in Sicherheit bringen.

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:newstime

Kilometerweite Rauchsäulen

Die Anwohner:innen seien am Freitagmorgen gegen 0:16 Uhr per Warn-Apps und "Cell Broadcast" über den Brand informiert worden.

Die Rauchsäule soll kilometerweit zu sehen gewesen sein. Daher wurden die Anwohner:innen angewiesen, Fenster und Türen geschlossen zu halten, da vorerst noch unklar war, ob giftige Stoffe in die Luft gelangt seien. Allerdings sei zwischenzeitlich vom Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz (LANUV) der Rußniederschlag als "nicht akut gesundheitsgefährdend" eingestuft worden, ergänzt die "Tagesschau".

Größere Rußpartikel empfiehlt die Feuerwehr den Anwohner:innen wegzufegen und im Hausmüll zu entsorgen. Dabei sollten möglichst Schutzhandschuhe getragen werden. Zudem fahre die Stadtreinigung zusätzliche Reinigungstouren auf den Straßen.

Vorsorglich sollen auch am Freitag die Spielplätze und Außenbereiche von Kitas in dem Gebiet gesperrt bleiben.

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Totalschaden

Die Einsatzleitung der Polizei meldete nach einer umfassenden Begutachtung, dass die Halle einen Totalschaden durch den Brand erlitten habe.

So seien größere Teile des Daches eingestürzt und die Seitenwände der in Leichtbauweise errichteten Halle seien "durch die Hitzeeinwirkung derart stark verformt, dass nicht mehr von einer ausreichenden Standsicherheit ausgegangen werden könne", so der WA. Das gesamte Inventar sei ebenfalls vollends vernichtet worden.

Der entstandene Schaden dürfte sich auf mehrere Hunderttausend Euro beziffern. Wie es zu dem Brand kam, solle nun die Kriminalpolizei klären, schreibt "Bild" abschließend.

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