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Verifikationshaken

Facebook und Instagram: Meta führt kostenpflichtiges Abo ein

  • Aktualisiert: 21.02.2023
  • 16:33 Uhr
  • Tanja Hofmann
Der Instagram- und Facebook-Konzern Meta führt einen kostenpflichtigen Abonnement-Dienst ein.
Der Instagram- und Facebook-Konzern Meta führt einen kostenpflichtigen Abonnement-Dienst ein.© Bernd Weißbrod/dpa

Der Meta-Konzern, ehemals bekannt als Facebook, hat in letzter Zeit mit einem Rückgang der Werbeeinnahmen zu kämpfen. Deshalb soll ein Abo-Modell für frisches Geld sorgen. Facebook- und Instagram-User können für rund zwölf Dollar im Monat den Verifikationshaken erhalten.

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Die Idee besteht darin, dass Nutzer:innen von Facebook und Instagram für eine monatliche Gebühr verifizierte Accounts erhalten können, welche durch Vorlage von Passdokumenten bestätigt werden. Neben dem üblichen Häkchen eines verifizierten Accounts soll dieser Service auch direkten Zugang zur Kundenbetreuung sowie Schutz vor Nachahmer-Profilen beinhalten.

Gründer und Chef Mark Zuckerberg kündigte am Sonntag (19. Februar) auf Facebook an, dass das Abonnement zunächst in Australien und Neuseeland eingeführt werde. Weitere Länder sollen in Kürze folgen. Der Preis für das Abo liegt bei 11,99 US-Dollar (11,18 Euro), wenn es über das Web gebucht wird. Bei Käufen auf iPhones wird der Preis bei 14,99 US-Dollar liegen. Für Abonnements, die auf dem iPhone abgeschlossen wurden, erhebt Apple zunächst eine Gebühr von 30 Prozent.

Im Video: Sperre bei Facebook und Instagram aufgehoben - So reagiert Donald Trump

Abkühlung des Online-Werbemarktes

Im vergangenen Quartal verzeichnete Meta einen Rückgang des Umsatzes um vier Prozent. Neben der allgemeinen Abkühlung des Online-Werbemarktes bereiten Facebook und Instagram auch weiterhin Apples Maßnahmen zum Schutz der Privatsphäre auf dem iPhone Schwierigkeiten. App-Entwickler:innen müssen User ausdrücklich um Erlaubnis bitten, wenn sie deren Verhalten über verschiedene Anwendungen und Dienste hinweg zur Personalisierung von Werbung nachverfolgen möchten. Da viele Nutzer:innen dies ablehnen, geraten Online-Werbemodelle durcheinander.

Twitter hofft unter dem neuen Besitzer Elon Musk darauf, stärker auf Abo-Erlöse setzen zu können. Neben einem blauen Häkchen im Profil, das es früher nur nach einer persönlichen Verifikation gab, erhalten zahlende User derzeit die Möglichkeit, längere Videos zu veröffentlichen. Für die Zukunft ist geplant, dass die Tweets von Abonnenten prominent platziert werden und sie nur halb so viel Werbung angezeigt bekommen. Das Abo namens "Twitter Blue" kostet in Europa bei monatlicher Zahlweise acht Euro. Wer es für ein ganzes Jahr bucht, zahlt 84 Euro.

  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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