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Personalmangel

Heizungstausch: In Deutschland fehlen 60.000 Installateure

  • Aktualisiert: 21.04.2023
  • 08:36 Uhr
  • Jule Lampe

Die Bundesregierung hat ihre Pläne zum Heizungstausch vorgelegt. Ab dem kommenden Jahr sollen alle neu eingebauten Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. 

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Nach Einschätzung des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima fehlen aktuell rund 60.000 Monteure im Bereich Bad und Heizung, davon 34.000 Heizungsmonteure. Denn die Auftragslage in der Branche ist vielfältig und wird in mit den neuen Plänen der Bundesregierung wohl noch weiter wachsen.

Bislang modernisiere die Branche jährlich bereits rund 900.000 Heizungssysteme, baue rund 1,2 Millionen Bäder um und nehme zahlreiche Aufgaben wie die Wartung wahr. Der Zentralverband Sanitär Heizung Klima betont deshalb, genügend Zeit für die Wärmewende einzuplanen.

Kritik an den Plänen kommt auch vom Vorsitzenden der CSU-Abgeordneten im Bundestag, Alexander Dobrindt. "Keiner weiß, woher die Handwerker, der Strom und die Technologie kommen sollen, um dieses Heizungsverbot umzusetzen", so der Politiker. 

Dieser Verbotsirrsinn muss gestoppt werden.

Alexander Dobrindt, Vorsitzender CSU-Landesgruppe im Bundestag

Branche sieht sich fachlich gut vorbereitet

Ab dem kommenden Jahr sollen alle neu eingebauten Heizungen zu mindestens 65 Prozent mit erneuerbaren Energien betrieben werden. Eine Möglichkeit, um das zu erreichen, ist der Einbau einer Wärmepumpe. "Eine Wärmepumpe einzubauen, ist keine Raketentechnologie. Vieles, was man zum Einbau einer Wärmepumpe wissen muss, ist den Betrieben schon längst bekannt und wird auch in der Ausbildung gelehrt", erklärt Bramann. Zudem gebe es ein großes Angebot an Schulungen, das viele Betriebe auch annähmen.

Auch der Chef des Wärmepumpen-Herstellers Vaillant, Norbert Schiedeck, hält den Einbau dieser Anlagen in den meisten Häusern für sinnvoll. Er schätzt in einem Interview mit der "Rheinischen Post", dass sich ohne größeren Umbau bis zu 70 Prozent der Gebäude in Europa mit Wärmepumpen beheizen ließen.

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Beschlossen hat die Bundesregierung ihre umstrittenen Pläne zum Heizungstausch, um ab 2023 die klimafreundliche Wärmewende zu forcieren. Finanzielle Härtefälle soll dabei auch ein Klimabonus abfedern. Ganz ohne Knirschen in der Ampel ging es aber nicht.

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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