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Vorwahlen in den USA

Indiana verpasst Trump Denkzettel: Ausgestiegene Haley erhält Stimmen

  • Veröffentlicht: 08.05.2024
  • 17:47 Uhr
  • Nelly Grassinger
Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wisconsin.
Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Wisconsin.© AP Photo/Mike Roemer

Nikki Haley ist zwar bereits aus dem Rennen um die US-Präsidentschaft. Bei den republikanischen Vorwahlen macht ihre Wählerschaft Donald Trump allerdings große Sorgen.

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Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den Vorwahlen in Indiana entschieden sich rund 20 Prozent der Wähler:innen dazu, ihre Stimme der bereits ausgeschiedenen Nikki Haley zu geben.

  • Für Donald Trump ein Warnsignal: Er könnte die Stimmen von gemäßigteren Republikaner:innen verlieren.

  • Bei den Delegierten der einzelnen US-Bundesstaaten zeichnet sich derweil ein deutliches Bild ab.

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Donald Trump sieht sich bei den Vorwahlen der Republikaner:innen mit einem Warnzeichen konfrontiert. Im US-Bundesstaat Indiana erhielt seine ehemalige Rivalin Nikki Haley mehr als 20 Prozent der Stimmen, obwohl sie bereits vor zwei Monaten aus dem Rennen um das Weiße Haus ausgestiegen ist.

Trump muss um republikanische Stimmen kämpfen

Es gibt laut "newsweek.com" Anzeichen dafür, dass der ehemalige US-Präsident darum kämpft, wichtige Unterstützung von den Wähler:innen jenseits seiner MAGA-Basis zu erhalten. Dazu gehören auch gemäßigtere Republikaner:innen, die für Trumps Ziel, die Wahlen gegen Joe Biden im November zu gewinnen, entscheidend sein könnten.

Da auch Biden unabhängig vom Vorwahl-Prozedere als Kandidat der Demokraten als gesetzt gilt, werden Trump und er im November zum zweiten Mal gegeneinander antreten - sofern nicht einer von ihnen noch überraschend aus anderen Gründen ausscheiden sollte.

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Trumps Dominanz bei den republikanischen Vorwahlen wurde in den letzten Monaten zum Teil durch die Tatsache überschattet, dass Haley immer noch beträchtliche Unterstützung erhielt. Die Ergebnisse vom Dienstag (7. Mai) in Indiana folgen einem ähnlichen Muster wie im wichtigen Swing State Pennsylvania, wo Haley, die von den meisten Wähler:innen als gemäßigtere Republikanerin angesehen wird, mehr als 158.000 Stimmen (16,6 Prozent) erhielt, obwohl sie im März nach den Ergebnissen des Super Tuesday aus dem Rennen ausschied.

Haley-Anhänger:innen könnten Biden wählen

Mehrere US-Umfragen sollen nach Angaben von "newsweek.com" darauf hin deuten, dass viele Haley-Anhänger:innen bei der Wahl 2024 nicht für Trump stimmen werden. Trump hat sich dennoch bereits genügend Delegierte gesichert, um die republikanische Präsidentschaftskandidatur zu gewinnen. Auch in Indiana stimmten alle 58 Delegierten am Dienstag für Trump, der damit auf insgesamt 2.037 Delegierte kommt, während Haley nur 97 Delegierte erhielt.

Haleys Unterstützung in Indiana könnte allerdings auch durch die Tatsache begünstigt worden sein, dass die Wähler:innen nicht bei einer bestimmten politischen Partei registriert sein müssen, bevor sie ihre Stimme bei den Vorwahlen abgeben. Die nächsten US-Vorwahlen in Maryland, Nebraska und West Virginia finden am 14. Mai statt.

Der Parteitag der Republikaner, auf dem Trump als Kandidat für 2024 bestätigt werden soll, ist im Juli in Milwaukee geplant.

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  • Verwendete Quellen:
  • Nachrichtenagentur dpa
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